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TikTok-Konto gesperrt – Was tun?

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Wird das TikTok-Konto gesperrt, ist die mühsam aufgebaute Reichweite mit einem Schlag verloren: kein Zugriff mehr auf Videos und Follower, gestoppte Creator-Einnahmen, ein blockierter TikTok-Shop oder ein deaktiviertes Werbekonto. TikTok begründet die Sperre meist nur pauschal mit einem Verstoß gegen die „Community-Richtlinien“. Doch TikTok darf Konten nicht ohne Verfahren sperren – die Wiederherstellung lässt sich durchsetzen.

Ob privates Profil, Creator-Account mit Monetarisierung, TikTok-Shop-Konto oder Werbekonto: Hinter einer Sperre steht häufig ein Algorithmus, eine missbräuchliche Meldung Dritter oder ein gehacktes Konto. Wir setzen die Wiederherstellung durch – außergerichtlich durch ein bestimmtes anwaltliches Schreiben oder, wenn nötig, im gerichtlichen Eilverfahren.

Konto gesperrt? Wir holen Ihren Zugang zurück.

Je früher wir ansetzen, desto besser die Aussichten. Wir prüfen Ihre Sperre, fordern TikTok zur Wiederherstellung auf und gehen im Eilfall gerichtlich vor – 7 Tage die Woche.

Wir helfen, wenn …

  • Ihr TikTok-Konto gesperrt, gebannt oder dauerhaft deaktiviert wurde,
  • Ihr Creator-Account samt Monetarisierung blockiert ist,
  • Ihr TikTok-Shop oder Ihr Werbekonto ohne nachvollziehbaren Grund gesperrt wurde,
  • Einnahmen aus Creator Rewards oder dem Shop einbehalten werden,
  • die Sperre auf einer Beschwerde Dritter oder einer IP-Meldung beruht,
  • Ihr Konto gehackt und anschließend von TikTok gesperrt wurde.

Warum TikTok Konten sperrt

TikTok sperrt Konten meist wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Verstöße gegen die Community-Richtlinien, die Shop- oder die Werberichtlinien. Die Entscheidung trifft regelmäßig ein automatisiertes System – mit entsprechend hoher Fehlerquote. Häufige Auslöser sind angebliche Urheber- oder Markenrechtsverletzungen (etwa durch Musik oder Markennennungen), der Vorwurf „nicht authentischen Verhaltens“, koordinierte Meldungen von Mitbewerbern oder Dritten, verdächtige Aktivitäten nach einem Hack, Beanstandungen im Shop oder Werbekonto sowie Zweifel an Alter oder Identität. Den wahren Grund nennt TikTok dabei oft nur pauschal.

Ihre Rechte gegenüber TikTok

Zwischen Ihnen und TikTok besteht ein Nutzungsvertrag. Daraus folgt ein Anspruch auf Bereitstellung der vereinbarten Leistung – und damit auf Wiederherstellung eines zu Unrecht gesperrten Kontos. Entscheidend ist: TikTok darf nicht einfach ohne Verfahren sperren.

Der Bundesgerichtshof hat für soziale Netzwerke entschieden, dass deren Anbieter ihre Nutzer über die Entfernung von Inhalten und eine beabsichtigte Kontosperre informieren, den Grund nennen und eine Gegenäußerung ermöglichen müssen – mit anschließender neuer Entscheidung. Diese Grundsätze betrafen zunächst Facebook, werden von den Gerichten aber auf Plattformen wie TikTok übertragen. Sperren ohne diese Verfahrensrechte sind angreifbar.

Rechtsprechung · BGH, Urteile vom 29.07.2021 – III ZR 179/20 und III ZR 192/20

Soziale Netzwerke müssen anhören, begründen und neu entscheiden

Der BGH erklärte die Entfernungs- und Sperrklauseln von Facebook für unwirksam: Es fehlte ein Verfahren, das den Nutzer über die Maßnahme informiert, den Grund mitteilt und eine Gegenäußerung mit anschließender Neubescheidung ermöglicht. Die Gerichte wenden diese Leitlinie auf weitere soziale Netzwerke wie TikTok an.

So gehen wir vor

  1. Prüfung. Wir analysieren Sperrgrund, Mitteilungen und die betroffenen Konten (Profil, Creator-Account, Shop, Werbekonto) und bestimmen die tragfähigen Ansprüche.
  2. Außergerichtliche Aufforderung. Wir fordern TikTok zur Wiederherstellung auf und verweisen auf die fehlenden Verfahrensrechte und Begründungspflichten. Häufig genügt bereits ein bestimmtes anwaltliches Schreiben.
  3. Gerichtliche Durchsetzung. Bleibt TikTok untätig und droht ein Schaden, beantragen wir die einstweilige Verfügung auf Wiederherstellung; andernfalls setzen wir den Anspruch per Klage durch.

TikTok Shop, Werbekonto und einbehaltene Einnahmen

Bei gewerblicher Nutzung wiegt eine Sperre besonders schwer: Ein blockierter TikTok-Shop stoppt den Verkauf, ein deaktiviertes Werbekonto legt Kampagnen lahm, und einbehaltene Einnahmen aus Creator Rewards oder dem Shop belasten die Liquidität. Für gewerbliche Nutzer greift zusätzlich die Platform-to-Business-Verordnung (EU 2019/1150) mit Begründungs- und Fristpflichten. Einbehaltene Auszahlungen sind freizugeben, soweit kein berechtigtes Sicherungsinteresse besteht.

Beschwerden Dritter abwehren (Marken- und Urheberrecht)

Beruht die Sperre auf einer Urheberrechts- oder Markenbeschwerde, gehen wir unmittelbar dagegen vor. Maßgeblich ist, was beanstandet wurde und wer die Meldung erhoben hat. Geht es um eine Markenbeschwerde, prüfen wir, ob das geltend gemachte Zeichen überhaupt schutzfähig und in Kraft ist – eine schnelle Status- und Verfügbarkeitsrecherche bietet lhr-markenservice.de. Missbräuchliche Meldungen von Mitbewerbern wehren wir zudem wettbewerbsrechtlich ab.

EU-Vorgaben: der Digital Services Act (DSA)

Als sehr große Online-Plattform unterliegt TikTok dem Digital Services Act (VO (EU) 2022/2065). Bei jeder Sperrung oder Inhaltsentfernung schuldet TikTok eine konkrete, nachvollziehbare Begründung (Statement of Reasons), einen wirksamen internen Beschwerdeweg und Zugang zu außergerichtlichen Streitbeilegungsstellen. Diese Pflichten verstärken die ohnehin bestehenden vertraglichen Ansprüche und die Grundsätze der BGH-Rechtsprechung.

Unsere Leistungen

  • Prüfung der Sperre und Ermittlung des tatsächlichen Sperrgrundes
  • Außergerichtliche Aufforderung zur Wiederherstellung von Konto, Creator-Account, Shop oder Werbekonto
  • Abwehr unberechtigter Urheberrechts-, Marken- und Mitbewerberbeschwerden
  • Freigabe einbehaltener Einnahmen aus Creator Rewards und Shop
  • Einstweilige Verfügung auf Wiederherstellung bei drohendem Schaden
  • Klage auf Wiederherstellung und Unterlassung erneuter Sperren
  • Durchsetzung von Schadensersatz für entgangene Reichweite und Umsätze

Auch bei anderen Plattform-Kontosperren helfen wir – etwa: Amazon-Verkäuferkonto, eBay-Verkäuferkonto, eingefrorenen PayPal-Guthaben, Google-Ads-Sperre und Facebook- oder Instagram-Konto.

Häufige Fragen

Darf TikTok mein Konto einfach sperren?

Nein. Aus dem Nutzungsvertrag folgt ein Anspruch auf Wiederherstellung eines zu Unrecht gesperrten Kontos. Nach den vom BGH für soziale Netzwerke entwickelten Grundsätzen muss der Anbieter zudem über die Maßnahme informieren, den Grund nennen und eine Gegenäußerung ermöglichen.

Mein Creator-Account oder TikTok-Shop wurde gesperrt – gilt das auch dort?

Ja. Auch für Creator-Accounts, Shop- und Werbekonten besteht der vertragliche Wiederherstellungsanspruch. Gerade hier ist der wirtschaftliche Schaden oft besonders hoch, was ein Eilverfahren rechtfertigen kann.

Komme ich an einbehaltene Einnahmen?

Einbehaltene Auszahlungen aus Creator Rewards oder dem Shop sind freizugeben, soweit kein berechtigtes Sicherungsinteresse besteht. Wir setzen die Auszahlung durch.

Wie schnell bekomme ich mein Konto zurück?

Häufig genügt ein bestimmtes anwaltliches Schreiben. Droht ein erheblicher Schaden, lässt sich die Wiederherstellung per einstweiliger Verfügung beschleunigen.

Mein Konto wurde gehackt und dann gesperrt – was kann ich tun?

Auch dann besteht der Wiederherstellungsanspruch. Wir weisen die fehlende Verantwortlichkeit nach und fordern die Reaktivierung sowie die Absicherung des Kontos.

Bekomme ich Schadensersatz?

Bei einer unberechtigten Sperrung kommen Schadensersatzansprüche in Betracht – etwa für entgangene Reichweite, einbehaltene Einnahmen und Umsatzeinbußen. Wir prüfen und beziffern Ihre Ansprüche.

Fazit

Eine TikTok-Sperre ist kein endgültiger Verlust. Der vertragliche Wiederherstellungsanspruch, die vom BGH geforderten Verfahrensrechte und die Begründungspflichten des DSA geben Betroffenen wirksame Hebel – bei gewerblicher Nutzung ergänzt um die P2B-Verordnung. Entscheidend ist schnelles, konsequentes Vorgehen, außergerichtlich und, wenn es eilt, per einstweiliger Verfügung.

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