Übersicht
kununu ist die erste Anlaufstelle für Bewerber – wer dort schlecht dasteht, verliert Bewerbungen, bevor das erste Gespräch stattfindet. Das Tückische: Bewerten kann praktisch jeder, anonym und ohne Nachweis, je im Unternehmen gearbeitet zu haben. Für Arbeitgeber ist das ein Reputationsrisiko – aber zugleich der wirksamste Angriffspunkt, denn genau an diesem fehlenden Nachweis scheitern viele Bewertungen, wenn man sie richtig angreift.
kununu-Bewertung sofort kostenlos prüfen
Kopieren Sie die Arbeitgeberbewertung samt Link in den LHR-Bewertungs-Check – in 30 Sekunden sehen Sie, ob sie angreifbar ist. Ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Adresse. Auch mehrere Bewertungen auf einmal.
Wie kununu funktioniert – und warum das für Arbeitgeber zum Problem wird
Auf kununu bewerten (angebliche) Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter und Bewerber Unternehmen anonym in Kategorien wie Arbeitsatmosphäre, Gehalt, Vorgesetztenverhalten und Work-Life-Balance. Der daraus errechnete Score erscheint prominent in den Google-Treffern zur Arbeitgebersuche – und fließt in die Entscheidung von Bewerbern ein, lange bevor Ihr Recruiting überhaupt eine Chance hatte. Eine Handvoll unfairer Bewertungen kann den Score so weit drücken, dass qualifizierte Kandidaten gar nicht erst anklopfen. Das Problem: kununu prüft bei der Abgabe nicht, ob der Verfasser tatsächlich je für das Unternehmen tätig war.
Wann muss kununu eine Bewertung löschen?
1. Kein echter Bezug zum Unternehmen – der wichtigste Hebel
kununu-Bewertungen setzen voraus, dass der Verfasser tatsächlich Mitarbeiter, ehemaliger Mitarbeiter, Auszubildender oder Bewerber war. Rügen Sie begründet, dass dieser Bezug fehlt, muss die Plattform in ein Prüfverfahren eintreten und sich die Tätigkeit nachweisen lassen (vgl. BGH, Urteil v. 9.8.2022, Az. VI ZR 1244/20). Die Rechtsprechung hat Arbeitgebern hier zuletzt deutlich den Rücken gestärkt: Kann die Arbeitnehmereigenschaft des Bewertenden nicht belegt werden, ist die Bewertung zu entfernen – und eine etwaige Pflicht der Plattform, die Identität des Verfassers geheim zu halten, steht der Löschung nicht entgegen (vgl. OLG Hamburg, Az. 7 W 11/24). Die Plattform kann sich also nicht hinter der Anonymität ihrer Nutzer verstecken.
2. Unwahre Tatsachenbehauptungen
„Überstunden werden grundsätzlich nicht bezahlt“, „Kündigungen kommen ohne Vorwarnung per WhatsApp“, „der Betriebsrat wurde abgeschafft“, „Mobbing wird von der Geschäftsführung gedeckt“ – solche Aussagen sind dem Beweis zugänglich. Sind sie nachweislich falsch, besteht ein Löschungsanspruch. Gerade konkrete Vorwürfe zu Gehalt, Kündigungspraxis oder Arbeitszeiten schrecken Bewerber unmittelbar ab – und sind zugleich am besten angreifbar, weil sie sich anhand von Unterlagen widerlegen lassen.
3. Schmähkritik und Beleidigung
Reine Herabsetzungen der Geschäftsführung oder einzelner Kollegen ohne sachlichen Kern („inkompetenter Chef-Clown“) müssen Sie nicht hinnehmen – die Grenze der Meinungsfreiheit ist überschritten, wenn nicht mehr die Auseinandersetzung in der Sache, sondern die Diffamierung im Vordergrund steht. Werden einzelne Personen erkennbar gemacht, kommen zusätzlich deren eigene Ansprüche in Betracht.
Typische Fehler von HR und Geschäftsführung
- Emotional öffentlich antworten: Die Kommentarfunktion verleitet zu Rechtfertigungen, die interne Details offenlegen oder den Konflikt erst sichtbar machen. Jede Antwort sollte nüchtern bleiben – oder unterbleiben, bis die Löschfrage geklärt ist.
- Ein Beschäftigungsverhältnis wahrheitswidrig bestreiten: Wer im Prüfverfahren bestreitet, dass der Verfasser je im Unternehmen war, obwohl es zutrifft, beschädigt die eigene Glaubwürdigkeit für alle weiteren Fälle. Bestreiten Sie nur, was Sie nach interner Prüfung wirklich nicht zuordnen können.
- Bewertungs-Wellen aussitzen: Mehrere Negativ-Bewertungen in kurzer Zeit – etwa nach einer Kündigungswelle oder von einem einzelnen Ex-Mitarbeiter unter mehreren Profilen – deuten auf koordiniertes Vorgehen. Hier lohnt das gebündelte Vorgehen gegen alle Bewertungen gleichzeitig; der Check nimmt bis zu drei Bewertungen auf einmal an.
So gehen Sie vor – in drei Stufen
- Stufe 1 – Kostenloser Check: Bis zu drei Bewertungen samt Link in den LHR-Bewertungs-Check kopieren – Ampel-Ergebnis in Sekunden, geprüft nach Persönlichkeitsrecht und den kununu-Richtlinien, ohne Anmeldung.
- Stufe 2 – Anwaltliches Aufforderungsschreiben: Bei Erfolgsaussichten machen unsere Fachanwälte den Löschungsanspruch auf LHR-Briefkopf gegenüber kununu geltend – zum Festpreis von 149 € netto je Bewertung (zzgl. USt., nur für Unternehmer i. S. d. § 14 BGB). Sie erhalten eine Kopie. Das Schreiben geht kurzfristig raus; die Plattform reagiert typischerweise binnen Tagen bis wenigen Wochen.
- Stufe 3 – Vollmandat, wenn nötig: Bei hartnäckigen Fällen oder ganzen Bewertungs-Serien übernehmen wir das weitere Vorgehen – von der förmlichen Abmahnung bis zur einstweiligen Verfügung. Die bereits gezahlten 149 € werden vollständig angerechnet.
Was kostet es?
Das anwaltliche Aufforderungsschreiben kostet 149 € netto je Bewertung. Ein Erfolgshonorar dürfen Anwälte nicht vereinbaren (§ 49b BRAO) – durch den kostenlosen Vorab-Check beauftragen Sie aber nur, wenn die Aussichten stimmen. Viele Firmen-Rechtsschutzversicherungen übernehmen solche Kosten ganz oder teilweise.
Häufige Fragen
Der Verfasser ist anonym – bringt ein Vorgehen überhaupt etwas?
Ja. Angegriffen wird über die Plattform, nicht über den Verfasser. Im Prüfverfahren muss der anonyme Bewertende seine Tätigkeit im Unternehmen belegen – genau daran scheitern viele Bewertungen.
Was ist mit Bewertungen von Bewerbern?
Auch Bewerber-Bewertungen setzen einen echten Bewerbungskontakt voraus. Lässt sich der nicht belegen, gilt dasselbe wie bei angeblichen Mitarbeitern. Echte Bewerber dürfen ihren Eindruck vom Bewerbungsprozess allerdings sachlich bewerten.
Können wir gegen mehrere Bewertungen gleichzeitig vorgehen?
Ja – der Check nimmt bis zu drei Bewertungen auf einmal an, das Schreiben wird je Bewertung erstellt und abgerechnet. Bei größeren Serien (etwa nach einer Kündigungswelle) empfiehlt sich die Abstimmung im Vollmandat.
Verschlechtert ein Löschantrag unser kununu-Profil?
Nein. Das Prüfverfahren ist nicht öffentlich; während der Prüfung werden Bewertungen teils sogar vorübergehend ausgeblendet. Jede erfolgreich entfernte Negativ-Bewertung verbessert den Score unmittelbar.
Gilt das Angebot auch für Privatpersonen?
Das Online-Paket richtet sich an Unternehmer (§ 14 BGB) – bei kununu also an die bewerteten Arbeitgeber. Einzelne, in Bewertungen erkennbar herabgesetzte Personen unterstützen wir gern direkt; bitte nehmen Sie Kontakt auf.
Fazit
kununu-Bewertungen ohne echten Unternehmensbezug, mit unwahren Tatsachenbehauptungen oder Schmähkritik sind angreifbar – und die jüngere Rechtsprechung nimmt den Plattformen die Ausrede der Nutzer-Anonymität. Klären Sie zuerst kostenlos die Erfolgsaussichten, bevor Sie reagieren:
Kostenlos, anonym, in 30 Sekunden: