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Nachwuchsfußball trifft eSport: LHR berät GOKIXX-Community auf dem Gebiet des eSports

GOKIXX e-Sports

Photo by Florian Olivo on Unsplash

Fortnite, League of Legends, FIFA – der eSport boomt! Immer mehr Fans strömen in die Hallen und wollen die besten Clans und eSportler gegeneinander antreten sehen.

Aber wie professionell ist der eSport im Hintergrund aufgestellt?

Die Kanzlei Lampmann, Haberkamm & Rosenbaum (LHR) ist bereits ein echter Experte auf dem Gebiet des eSports. Diese Expertise ermöglichte im März einen interessanten Austausch auf fachlicher Ebene mit League of Legends-Profis des Clans Tempered Fate und einem Spieler aus der GOKIXX-Community, der ebenfalls talentierter eSportler ist.

LHR vertritt Tempered Fate in sämtlichen rechtlichen Angelegenheiten und ist zudem auch einer der Sponsoren des Profi-Teams. Vor diesem Hintergrund gab LHR alle wichtigen Antworten rund um die Frage: Wie werde ich eigentlich eSport-Profi?

GOKIXX-User trifft LoL-Clan Tempered Fate

Viele Spieler der GOKIXX-Community hegen neben ihrer Leidenschaft für den Fußballplatz auch die Vorliebe für virtuelle Spiele. Nicht wenige können dabei ihre Begeisterung auch in eine starke Performance am Bildschirm umwandeln. Neben Fortnite und FIFA ist auch League of Legends (LoL) eines der gefragtesten Games.

Im Rahmen eines von LHR gesponserten LoL-Bootcamps des Clans Tempered Fate erhielt ein Spieler der GOKIXX-Community die Möglichkeit, exklusiv hinter die Kulissen des Profi-Clans zu schauen. Dabei wurden neben den professionellen Strukturen rund um das Bootcamp im Gaming-Haus auch viele Sequenzen aus einem Match des Clans in der Electronic Sports League (ESL) betrachtet und fachlich diskutiert. Zwischen den leistungsorientierten Nachwuchsakteuren entstand ein produktiver Austausch rund um das Thema Leistungssport.

Wie wird man eSport-Profi in LoL?

Als eSportler ist man in den meisten Fällen zunächst auf sich alleine gestellt. Man spielt online und erarbeitet sich mit viel Fleiß einen Namen. Durch gute Leistungen, die sich in einem vergleichbaren Spiel-Ranking ausdrücken, fällt man innerhalb der eSport-Community auf. LoL bewertet die Spielstärke eines Spielers auf Grundlage des Elo-Systems. Dieses gewährleistet eine objektive Bewertung der Spielstärke, indem jedem Spieler eine Elo-Zahl zugeordnet wird. Je stärker der Spieler, desto höher die Zahl. Treten mehrere Spieler gegeneinander an, so lässt sich aus den Elo-Zahlen der Spieler die erwartete Punktzahl bestimmen. Nach dem Game wird das Elo-Rating der Spieler an ihren Ergebnissen angepasst. Bei einem Sieg bekommt der Spieler entsprechend dem Rating League Points (LP), bei einer Niederlage werden LP abgezogen. Die Elo-Zahl wird dadurch zu einer ersten Kennzahl für die Scouts oder Teamleiter der professionellen Clans. Aber auch mit guten Leistungen in Turnieren kann man auf sich aufmerksam machen.

 Test-Outs im Team absolvieren

Danach folgt gewöhnlich die Einladung zu einem ersten Probetraining, größeren Castings oder Test-Outs. In den Test-Outs haben die Spieler die Möglichkeit in einem sogenannten „Scrim“ (Testspiel gegen ein anderes Team) mitzuspielen. Bei diesen muss der Gastspieler sein Können auch unter besonderem Druck beweisen. Der Clan bewertet so nicht nur seine Skills im Spiel, sondern kann unter realen Bedingungen testen, ob der Spieler im Team funktioniert, kommunikative Skills besitzt und zudem auch als Teamplayer kollegial ist. Hier gilt es, auf allen Ebenen gute Leistungen zu zeigen, um den jeweiligen Teamleiter zu überzeugen. Professionell geführte Teams achten verstärkt auf die richtige Kommunikation und den Umgang der Mitspieler untereinander. Diese Faktoren sind mitentscheidend für den Erfolg des Clans.

 Gaming Haus und Bootcamps als Erfolgsrezept

Viele Teams setzen daher verstärkt auf den Ansatz in einem sogenannten Gaming Haus ihren Spielern ein ideales Umfeld für den professionellen Leistungssport bieten zu können. Während den bei Teams und Spielleitern beliebten Bootcamps wohnen die Spieler mitsamt Coach in angemieteten Wohnungen oder ganzen Häusern, um sich voll und ganz auf das Spielen zu fokussieren. Vergleichbar mit einem Trainingslager im Fußball versammeln sich alle Spieler eines Teams, übernachten und essen zusammen, während sie über mehrere Tage trainieren. Dies dient in erster Linie dazu, dass die Spieler in der gemeinsamen Zeit zusammen ihre Performance durch die räumliche Nähe steigern und dabei nicht von äußeren Einflüssen abgelenkt werden. Die Inhalte eines Bootcamps variieren je nach Team. Bestandteil eines jeden Bootcamps ist allerdings die genaue Spielanalyse. Falsche Laufwege, Fehlzündungen, überflüssige Aktionen oder schlechte Absprachen sind die klassischen Beispiele. Professionelle eSport-Teams, insbesondere die Teilnehmer der LEC (League of Legend European Championship), nutzen Gaming Häuser sogar nicht nur für Bootcamps sondern durchgehend und ganzjährig.

Fazit: Der eSport ist längst so professionell, dass „nur“ sehr gutes Zocken allein nicht ausreicht. Der Auswahlprozess ist mit einem Sichtungsprozess im Fußball zu vergleichen. Die Bootcamps und das Gaming Haus entsprechen damit im Fußball dem Trainingslager und den Leistungszentren bzw. dem Fußballinternat. 

eSport: Profiverträge und Clan-Wechsel

Kann man das Team mit seinen Skills überzeugen, wird man unter Vertrag genommen. Sobald ein Spieler Geld oder weitere werthaltige Leistungen für sein Gaming erhält, gilt dieser als eSport-Profi.

Im eSport gibt es zwei Arten von Profispielern:

  • Teilnehmer der LEC – Europas führender Spielklasse – oder anderer großer Ligen verdienen hohe Beträge und spielen um hohe Preisgelder.
  • Spieler kleinerer Clans und Organisationen spielen um kleinere Beträge bzw. eine Art „Taschengeld“.

Auch im eSport sind die besten Teams an der Verpflichtung der besten Profispieler interessiert. Die Wechselperioden orientieren sich an den jeweiligen Vertragssituationen der Spieler und dem allgemeinen Saisonverlauf. Die eSport-Saison lässt sich in sogenannte Splits teilen, die jeweils ca. ein Drittel des Jahres einnehmen. Zwischen den einzelnen Splits, sprich den Phasen zwischen den Wettbewerben, ist die Fluktuation der Spieler am höchsten. Spieler sind sehr häufig nur für einen Split an das Team gebunden. Langfristige Verträge sind noch eher selten. Im Vergleich zu anderen Sportarten wechseln die Profis dementsprechend häufig ihr Team. Aus Sicht des Sponsorings, welches im eSport stetig an Bedeutung gewinnt, ist diese Situation der nichtgegebenen Kontinuität bzw. fehlenden Bindung der Spieler an ihren Clans schwierig. Wenn Spieler nur für einen kurzen Zeitraum an Teams gebunden werden, können die Unternehmen, die als Sponsor einsteigen, nur kurzfristig mit ihnen als Werbegesicht planen, zudem fehlt aufgrund der hohen Fluktuation ein entscheidender Indentifikationsfaktor für die Fans und potentiellen Kunden des Sponsors. Langfristige Verträge wie im Fußball sind damit für jedes Team zumindest mittelfristig erstrebenswert. Hierfür muss sich das Business des eSports noch weiter strukturieren.

Bislang ist in der deutschen ESL der Wechsel wie folgt geregelt (nach ESL-Richtlinien):

  • Verlässt ein Spieler das Team, ist ein Hinweis an die Ligaleitung via Email nötig. Ein Referee wird den Spieler dann aus dem Teamsheet entfernen.
  • Soll ein neuer Spieler aufgenommen werden, ist ein Hinweis an die Ligaleitung via Email nötig. In dieser müssen ohne weitere Aufforderung die für das Teamsheet nötigen Daten angegeben werden.
  • Ein Referee wird den Wechsel prüfen und entweder bestätigen, oder bei Problemen ablehnen. Erst nach der Bestätigung wird der Spieler ins Teamsheet eingetragen und darf in den Teamaccount hinzugefügt werden.
  • Teams ohne Auflagen dürfen bis Beginn des neunten Spiels maximal 2 neue Spieler aufnehmen. Ein weiterer Spieler darf zwischen Ende des neunten Spiels und Beginn der Playoffs oder Relegation aufgenommen werden.
  • Wechselmöglichkeiten verfallen nach der jeweiligen Frist, es können also keine Wechsel in spätere Phasen der Saison “mitgenommen” werden.

Was kostet ein professioneller eSport-Clan?

Im Normalfall machen die eSport-Clans hierzu keine öffentlichen Angaben, jedoch lassen sich bestimmte Richtwerte einordnen, an denen man sich orientieren kann. Der stellvertretende Vorsitzende von H2K-Gaming Richard Lippe gab hierzu 2017 in einem Interview mit der eSport-Onlineplattform esportsobserver.com Auskünfte.Das Grundgehalt eines einzelnen LEC-Spielers liegt je nach Skill-Level zwischen 100.000 und 180.000 Euro im Jahr, wobei zu beachten ist, dass ein Team in der Regel fünf Spieler hat.

Dazu kommen zusätzlich auf das Jahresgehalt noch 14% Sozialversicherungskosten. Zu den Spielergehältern kommen Kosten für den Coach des Teams und für weiteres Personal. Die administrativen Kosten inklusive Ausgaben für das Management, Buchhaltung, Rechtsabteilung, Versicherungen und Reisekosten belaufen sich auf ca. 300.000 Euro. Dazu kommen ungefähr 60.000 Euro jährlich für das Gaming-Haus. Zusätzlich gibt es Marketing-Kosten, welche zwischen 10.000 und 20.000 Euro pro Monat variieren können.

Fazit: Die Kostenstrukturen und insbesondere die Gehälter zeigen, dass der eSport bereits eine professionelle Ebene erreicht hat, die echte Expertise in Vertragssituationen erfordert. LHR liefert und vermittelt diese Expertise.

Die Kanzlei Lampmann, Haberkamm & Rosenbaum (LHR) ist ein juristischer Vorreiter auf dem Gebiet des eSports und engagiert sich bereits aktiv als rechtlicher Partner des Kölner eSport Clans Tempered Fate. Zudem übernimmt die Rechtskanzlei neben der allgemeinen Hilfestellung zum Aufbau eines eSport-Clans auch die Beratungen individueller Fragen innerhalb der Vertragsgestaltung und bei der Verwertung der bestehenden Rechte der Spieler, Clans und Berater. GOKIXX, die App für die besten Nachwuchsfußballer Deutschlands, regt dabei stets zum Austausch zwischen den Nachwuchsakteuren der verschiedenen Sportarten an.

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