netzwelt.de vs. Abmahnwahn 2.0

Nicht jedermanns Sache

Auch wenn ich die Meinung der meisten User des normalerweise ziemlich einseitig positionierten Forums nicht teile, will ich hier gestehen, dass ich den Austausch auf der Plattform netzwelt.de zum Thema Abmahnwahn 2.0 sehr lesenswert und interessant finde.

Neben sicherlich überall anzutreffenden Krakeelern zum Thema finden sich dort nämlich auch schlaue Leute, die sich sachlich, nachvollziehbar und vor allem ausgewogen mit dem Thema auseinandersetzen.

Am besten gefällt mir natürlich, dass sogar die “Abmahnopfer” mittlerweile die (kostenpflichtigen) Tipps und Tricks der “guten Seite” zu durchschauen scheinen. Man wundert sich offenbar nämlich immer häufiger, weshalb man jemandem, der nach eigenem Bekunden schon hunderte wenn nicht sogar tausende Abmahnungen (somit massenhaft!) bearbeitet hat, für den Serienbrief einen Betrag zahlen soll, der manchmal sogar das übersteigt, was der verachtenswerte (Massen-)abmahner für sein Schreiben verlangt.

Bemerkenswert ist dazu ein Kommentar zu einem (Werbe-)auftritt des Herrn Dr. Wachs im Fernseh, der fast täglich mit Video- und sonstigen Botschaften im Bereich Abmahnungen auf sich aufmerksam macht und dem bei der ganzen Textbausteinflut auch mal das ein oder andere durcheinander gerät, wie wir unlängst feststellen konnten.

Herr Dr. Wachs hatte als warnenden Schlusssatz nach einem seiner Anti-Abmahnungs-Sprüchlein wohl empfohlen, trotz der offensichtlichen Gemeinheit und Aussichtslosigkeit der sich im Briefkasten befindlichen Abmahnung auf jeden Fall immer einen Anwalt zu beauftragen.

Dass ein solcher Hinweis nicht nur immer Selbstlosigkeit oder anwaltlicher Fürsorge entspringt, erkennen offenbar immer mehr Betroffene, wie der amüsante Kommentar des Users “Revoluzzer” zeigt:

“17.01.2011, 21:50 AW: Abmahnwahn 2.0 – allumfassend

Zitat:
Zitat von Kersare
… immer schön einen AW beauftragen
Zitat:
Zitat von wahn
Trotz Posting vernommen und ganz Deiner Meinung.

Wenn wirklich mal eine Klage kommen sollte, geht`s ja sowieso nach BRAGO.
Das macht uns wohl allen auch kein deutscher Anwalt billiger und ist eventuell sogar angesichts der damit verbundenen Arbeit auch gerechtfertigt.

Allerdings finde ich es von allen diesen sogenannten Abgemahntenanwälten, für den Versand einer modUE (am Ende noch von hier geraubkopiermördert) und danach in vielen Fällen die oft gelesene Empfehlung 50% zu zahlen auszusprechen, nahezu unverschämt 200.- bis 350.-€ zu verlangen.
Den Hauke SCH****R, der das 4-5fache verlangt aber KEINE modUE abgibt lass ich jetzt mal weg.

Da gehört ja wohl nix dazu
(ausser viel Werbung bei Google und Youtube).

__________________”

netzwelt vs. Abmahnwahn 1:0 (la)

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4 Antworten auf „netzwelt.de vs. Abmahnwahn 2.0“

  1. StV sagt:

    “Wenn wirklich mal eine Klage kommen sollte, geht`s ja sowieso nach BRAGO”

    Blöd nur, dass es die BRAGO nicht mehr gibt. Gutes Beispiel, selbst bei (scheinbar) einfachen Fragen zum Profi zu gehen.




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