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Musikdownloads: Tauschbörsen werden noch gefährlicher

Trotz der wohl nur scheinbaren Rückschläge für die Musikindustrie bringt das frisch geltende Urheberrecht in diesem Jahr noch weitere Verschärfungen für Nutzer. War bei Downloads die Rechtslage bisher umstritten, weil § 53 Urheberrechtsgesetz nur den Download von “offensichtlich rechtswidrig hergestellten Vorlagen” verbot und damit in der Regel nur “Uploader” verfolgt wurden, geht es nun auch Downloadern an den Kragen:

Wenn sich jemand eine zulässige Privatkopie seiner nicht kopiergeschützten Musik-CD machte und diese anschließend unzulässigerweise im Internet zum Download anbot, handelte es sich bislang nicht um eine rechtswidrig hergestellte Vorlage, sondern um eine rechtswidrig genutzte Vorlage.

Ab jetzt spricht das Gesetz von “offensichtlich rechtswidrig hergestellten oder öffentlich zugänglich gemachten” Vorlagen. Das heißt, dass auch die Verbreitung von an sich “legal” hergestellten Privatkopien nun eindeutig verboten ist.

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2 Antworten auf „Musikdownloads: Tauschbörsen werden noch gefährlicher“

  1. BigBummi sagt:

    Dass Abmahn-Anwälte sich über die Ausweitung ihrer Gebühren-Einnehmbereiche freuen, kann ich verstehen. Es wäre schön, wenn Anwälte, denen ich natürlich auch ein glückvollen Jahr 2008 wünsche, sich mal zwischen zwei Abmahnungen meinem Problem etwas zuwenden könnten.

    Eine Privatkopie ist also immer noch zulässig. Ich möchte für mich privat ein Mitschnitt einer bestimmten Fernsehsendung haben, besitze aber keinen Videorecorder. Wenn ich einen Bekannten bitte, für mich diese Sendung aufzuzeichnen und mir dann diese Kopie zu geben, ist es dann meine (zulässige) Privatkopie? Bezahlt ist diese Kopie dank des Geräteaufschlags bereits. Er selber ist an der Sendung nicht interessiert, wird sie sich selber nicht ansehen und auch keine Kopie für sich behalten.

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