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Gemein: Richter Volker darf Artikel der Süddeutschen nicht kostenfrei bloggen

Der angebliche aber jedenfalls anonyme Richter Volker fühlt sich von der Süddeutschen Zeitung bedroht und hat nach eigenem Bekunden daraufhin das Abo der Printausgabe gekündigt. Dabei hatte er doch nur gefragt, ob er deren Artikel weiterhin kostenlos veröffentlichen dürfe. Er beschere dadurch ja der Seite der Süddeutschen auch viele Klicks. Die Antwort war selbstverständlich ein klares Nein. So weit so peinlich.

Ob die Süddeutsche Zeitung trauert, darf bezweifelt werden. Der Betreiber eines jeden Ladengeschäfts würde sich jedenfalls freuen, wenn sich Diebe zukünftig selbst Hausverbot erteilen würden.

Eifrig gebloggt wird das ganze völlig schmerzfrei mit der Überschrift “Sueddeutsche droht mir mit Abmahnung”.

Wer jetzt beim Fremdschämen Schmerzen fühlt, sei auf das alte Sprichwort hingewiesen: Ist der Blog erst anonymisiert, schreibt es sich ganz ungeniert. Volker, es ist Zeit für eine kreative Pause oder eine Veränderung! Wie wäre es mit einem Arzt-Blog “Halbvolker in Weiß”? (A. Nonym)

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6 Antworten auf „Gemein: Richter Volker darf Artikel der Süddeutschen nicht kostenfrei bloggen“

  1. Matthias sagt:

    Ach, er soll mal weiter bloggen.
    Norgendwo sonst kann man sich über die Beweg- und moralischen Abgründe und anachronistischen Denkstile eines Berufsstandes informieren, der als letzter seiner Art keine Verantwortung für sein Handeln übernehmen muss.
    Matthias

  2. Kand.in.Sky sagt:

    Vom unpassenden Vergleich Diebstahl/unlizensierte Verwendung von Inhalten abgesehen ist der Blog des Amtsrichters auch sonst für Lacher gut, insbesondere wenn Kommentare gelöscht – als hätte es googlecache nie gegeben – oder brisante Themen aufgegriffen werden. Z.B. bei Todesstrafe, unwichtigen Parteien zur Wahl (deren Irrelevanz durch mehrere Artikel unterstrichen wird), Magda v.d.L. (die aktuell die PR von Rammstein mitmanaged) oder Seitenschüsse auf andere sind auch die Kommentare für manchen Schenkelklopfer gut.
    Im Geiste Amtsrichter ist der Blogger auf jeden Fall, daran besteht, extrapolierend bisheriger gezeigter Verhaltensweisen, kein Zweifel.

    #k.

  3. Geritt sagt:

    Ach, mit der Anonymität ist es vielleicht nicht ganz soweit weit her, wenn man selbst viele Hinweise streut. Nicht nur, daß Herr Richter Ballmann inzwischen Wörter wie “Burschel” und “Schenklengsfeld” anscheinend auf seine “Black List” der im Blog unverwünschten Hinweise gesetzt hat, nein er veröffentlicht mitunter auch im Beck-Blog unter seinen vermutlichen “Klarnamen” Hans-Otto Burschel, seines Zeichens Direktor des Amtsgericht Bad Salzungen, fast wortgleiche Beiträge. Nämlich die zur neuen Düsseldorfer Tabelle 2010 (Beiträge vom 07. bzw. 11.12.2009).

    Gleich am Anfang hat Herr Ballmann sich jedoch möglicherweise unfreiwillig geoutet, indem er auf eine Entscheidung des OLG Jena hinwies, mit der ein Urteil des Amtsgerichts Bad Salzungen aufgehoben wurde (Beitrag vom 19.03.2009: “Sarahs Oma will Unterhalt”).

    Er stritt zwar ab, daß das OLG Jena “sein OLG” sei. Aber die Indizien mehrten sich. Schließlich wies dann noch das Blog ” Die herrschende Meinung” in einem Beitrag vom 02.10.2009 auf einen Versuch Ballmanns hin, sich eine eigene Domain zu reservieren, nicht bedenkend, daß er damit “enttarnt” würde.

    Dem verfremdeten DENIC-Eintrag läßt sich mit etwas Phantasie möglicherweise noch die Anschrift “36277 Schenklengsfeld” entnehmen, wo ein Herr Hans-Otto Burschel für die SPD im Gemeinderat sitzt (vgl. Wikipedia, Homepage der Gemeinde Schenklenksfeld).

    Außerdem verlinkt Ballmanns Blog auf die Seite “familienrechts-ratgeber”, betreut von Hans-Otto Burschel. Es spricht daher einiges dafür, daß sich hinter “Richter Ballmann” der Direktor des Amtsgerichts Bad Salzungen verbergen könnte.

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