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Erneuter Sieg für Musikindustrie: 1,5 Millionen Dollar Strafe wegen Filesharing

Wie Netzwelt berichtet, verliert die Amerikanerin Jammie Thomas-Rasset bereits das Ditte Mal wegen Filsharing vor einem US- Gericht. Dieses Mal wurde sie zu einer Strafe in Höhe von 1,5 Millionen Dollar verurteilt. 24 Lieder soll die Amerikanerin illegal im Internet über Filesharing verbreitet haben.

Das neueste Urteil setzt eine Strafe von 62.500 Dollar pro Lied  an. Die RIAA ist mit dem Urteil sehr zufrieden. Sie sei der Jury dankbar für ihren Einsatz in dem Fall und dass sie die Ernsthaftigkeit des Fehlverhaltens der Angeklagten anerkannt habe. Die RIAA hoffe, dass Thomas-Resset nach dem dritten Urteil endlich die Verantwortung für ihre Handlungen übernehme.

Auch wenn zahlreiche (anonyme) Äußerungen in Internetforen und Blogs, in denen oft sogar Täter und Opferrolle vertauscht wird, nicht gerade für ein hohes Unrechtsbewusstsein sprechen: Ich gebe die Hoffnung in Bezug auf deutsche Internetnutzer nicht auf. (la)

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14 Antworten auf „Erneuter Sieg für Musikindustrie: 1,5 Millionen Dollar Strafe wegen Filesharing“

  1. Axel John sagt:

    “Ich gebe die Hoffnung in Bezug auf deutsche Internetnutzer nicht auf.”

    In der Tat: Es wird Zeit, das die sich darüber schlau machen, wie Anonymisierungsdienste (z.B. TOR) funktionieren und wie man einen Rechner “dicht” macht (TrueCrypt). Das Problem mit der IP sollte inzwischen bis ins letzte Kinderzimmer herumgesprochen haben.

    1. @Axel John: Auch wenn heutzutage offenbar sogar Rentner zu Straftaten aufrufen, lässt mich das die Hoffnung nicht aufgeben… ;-)

  2. Axel John sagt:

    Ooops… Ich dachte immer, die Verwendung von TOR und TrueCrypt seien legal. Aber gut, mit der viel beschworenen “Unschuldsvermutung” ist es ja auch nicht mehr weit her.
    Und irgendwie müssen Sie sich ja auch Ihre Altersversorgung zusammenmahnen und -klagen. ;-)

    1. @Axel John: Jetzt stellen Sie sich aber mal nicht dümmer als Sie sind: Es kommt doch darauf an, wozu man die Dinge verwendet. Gegen anonymes Surfen ist natürlich nichts einzuwenden.

  3. Axel John sagt:

    Ach ja… zu 1,5 Mio. Strafe wollte ich auch noch was sagen (sorry, das Alter): OK, in den USA kann schon ein verschütteter Kaffee Millionen einbringen. Das Urteil ist also nich o.W. auf Deutschland übertragbar.
    Und wäre es das, wie soll man einem Menschen vermitteln, dass man zwar für 2000€ mit dem Auto einen Menschen tot fahren kann, für ein paar schwarz gesaugte Songs aber die wirtschaftliche Existenz vernichtet wird?
    Die Vorstellung, eine 6- oder gar 7-Stellige Summe vollstrecken zu können, dürfte i.d.R. illusorisch sein. Die strecken die Flügel und starten eine Hartz-4-Karriere. Das heißt dann, auch Sie und ich, zahlen dafür letztendlich mit ihren Steuern.

    1. @Axel John: Dass jeder Filsharer auch in D nun Millionen zahlen soll, sagt doch keiner. Nur sollte doch wenigstens Unrechtsbewusstsein da sein. Ihr auf die Hoffung für deutsche Internetnutzer bezogener Hinweis, dass man anonym surfen sollte, bringt aber mE zum Ausdruck, dass das (strafbare) Verhalten schon ok ist, man sich nur nicht erwischen lassen soll. Ist das wirklich Ihre Meinung?

  4. Axel John sagt:

    Nein, natürlich nicht. Das war als Provokation gedacht, was offensichtlich auch funktioniert hat. ;-)
    Dass man allein durch drakonische Strafen Unrechtsbewusstsein wecken kann, glauben bestimmt auch Sie nicht.
    In Sachen Filesharing wird das Unrechtsbewusstsein hauptsächlich durch getrübt, das die “Schadenersatzzahlungen” offensichtlich das fehlen tragfähiger Geschäftsmodelle kompensieren sollen.

    Außerdem: Ein Jugendlicher, dem von einem anderen Jugendlichen das Handy und die Klamotten abgezogen- und nebenbei auch noch ein paar Zähne korrigiert wurden, erlebt in der Verhandlung, wie der Täter, wenn er Pech hat, mit 4 Wochen Arrest davon kommt, während er selbst für ein paar gesaugte Songs zig Tausende blechen soll.
    Erklären Sie dem mal was von Unrechtsbewusstsein…

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