Ende der Abmahnungen durch Udo Vetter: law blog ist keine Marke

Wie der von dem Kollegen Udo Vetter betriebene lawblog in vorauseilendem Gehorsam am 02.02.2010 selbst mitteilt, ist die Marke “law blog” , Nr. 30524784 per Beschluss vom 26.01.2010 wegen mangelnder Unterscheidungskraft gelöscht worden, obgleich das Register die Marke nach wie vor unverändert führt. Man erwäge aber eine Beschwerde gegen die Entscheidung.

Dass die Marke auf wackligen Füßen steht, hätten wir Herrn Vetter bereits vor 1 1/2 Jahren sagen können. Aber uns fragt ja keiner. Damals hatte der selbst ernannte Abmahngegner Herr Vetter sogar noch einen Blog-Konkurrenten unter Verweis auf sein Schutzrecht klammheimlich (mit einer Abmahnung) kaltstellen wollen. Wir berichteten.

Die ersten Kommentare auf die  aktuelle Meldung zeugten zunächst von uneingeschränkter Unterstützung für das Blogger-Idol Herrn Vetter. Mittlerweile scheint aber die (Abmahn-)Revolution ihre Kinder zu fressen. Der selbst gezüchtete Mob lässt nämlich offenbar gerade eine Welle der Häme über Herrn Vetter schwappen. Ob zu Recht oder Unrecht, das mag jeder selbst beurteilen.

An der rechtlichen Vertretung von Herrn Vetter (O-Ton: “meinem Anwalt”), die sich in den Kommentaren ebenfalls zu Wort meldet, liegt es jedenfalls nicht. Den Kollegen Boecker kenne ich persönlich. Der macht immer nur seinen (guten- ohne Ironie) Job und hat muss sich sicherlich nicht rechtfertigen. Der Kunde ist eben König. Dass er es – offensichtlich an Vetters Stelle – trotzdem tut, spricht meines Erachtens für ihn.  Die Tatsache, dass König Udo aber offenbar momentan keine Audienz hält, sondern “seinen Anwalt” dem Pöbel zum Fraß wirft, macht allerdings nicht den besten Eindruck. Oder passt dies einfach nur in das bisherige Verhalten Herrn Vetters? (la)

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10 Antworten auf „Ende der Abmahnungen durch Udo Vetter: law blog ist keine Marke“

  1. Andy M sagt:

    Na ja, so ist das eben. Mal gewinnt man als Anwalt und mal verliert man. Aber eines muss man auch sagen, dass nämlich der Kollege Vetter schon gebloggt hat als die meisten Kollegen noch nicht einmal eine eigene Internetseite hatten.

  2. egal sagt:

    “Der selbst gezüchtete Mob”… “König Udo”

    Finde diesen Unterton unpassend. Dass Dominik Boecker sicherlich noch ein anderes Verhältnis zu Herrn Vetter als ehemaliger Padawan pflegt als hier im Beitrag kolportiert wird, ist für mich offensichtlich.

    Warum sollte RA Udo Vetter denn nicht versuchen sein Markenzeichen (sic!) als Marke zu schützen. Dass es nicht schutzwürdig ist, ist nicht ein Problem des Antragstellers, sondern des Markenamtes. Dass die Marke damals geschützt wurde, lässt zwar einiges über die damalige Kompetenz des Amtes sagen, ist aber doch nicht entscheidend.

    Auch der arme Abgemahnte hätte ja die UE nicht unterschreiben müssen und stattdessen gegen die Marke vorgehen können. Es ist nunmal ein zu allgemeiner Ausdruck und nur weils englisch war und vorher nur selten im deutschen Netz zu finden war, entsteht auch keine Unterscheidungskraft deshalb. Das war RA Udo Vetter sicherlich alles bewusst. Aber versuchen kanns man doch und manchmal siegt man ja im Wege der Rechtsfortbildung vielleicht dann doch.

    Daher ist diese Häme einfach völlig unangebracht und IMHO auch reichlich unkollegial. Oder gibt es dafür spezielle Gründe?

  3. Dominik Boecker sagt:

    Hi egal, wie kommst Du denn auf “ehemaliger Padawan”? UV war nie mein Ausbilder/Arbeitgeber/whatever. Wir kennen uns aus den Diskussionen und Kommentaren bei ihm im Blog. Er hat mir Verfahren aus meinem Bereich angetragen und ich habe ihm Verfahren aus seinem Bereich angetragen. Der eine schätzt des Anderen Sachverstand in jeweils seinem Gebiet. Nicht mehr nicht weniger.

    Und Arno, von “Pöbel zum Fraß” kann IMO nicht die Rede sein. Der Mob teilt mitunter mit in meinen Augen unsinnigen Argumen aus und ich halte ein bisschen dagegen. Aber ich danke Dir für den Anfang des letzten Absatzes.

    MfkG & auf hoffentlich bald mal wieder
    Dominik

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