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Die Bahn macht was sie will

Die Bahn braucht Geld – nicht erst seit Stuttgart 21 – und kommt immer wieder auf kuriose Ideen. Meistens werden die Bahnkunden direkt zur Kasse gebeten. Diesmal hat die Bahn sich etwas ganz besonderes ausgedacht: Sie will die Daten der Bahnkunden verkaufen. Der Datenhandel ist in der heutigen digitalen Zeit ein äußerst lukrativer Markt – diesen hat jetzt also auch die Bahn für sich entdeckt.

Laut eines Berichtes von Spiegel online – der zwischenzeitlich von der Deutschen Bahn dementiert wurde –  plant die Bahn, die Reisedaten ihrer Kunden zu verkaufen. Abnehmer dieser Daten von Vielfahreren, die das bahn.bonus-Programm nutzen, sollen demnach Banken, Versicherungen oder Fast-Food-Ketten sein. Diese sollen Informationen über den Preis der Fahrkarte, den Abgangs- und Zielbahnhof, die Wagenklasse und die Verkaufsstelle erhalten und so unter anderem gezielte Werbung platzieren können.

Datenschutzrechtlich steht dieses Vorhaben auf sehr wackeligen Beinen  – schließlich muss jeder vor der Nutzung seiner Daten zu Marketingzwecken darüber informiert werden und ausdrücklich zustimmen.

Die Deutsche Bahn hat prompt reagiert und entsprechende Berichte zurückgewiesen. Das Unternehmen wolle zukünftig lediglich ihren Kunden noch bessere, auf sie zugeschnittene bahnspezifische Angebote unterbreiten. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Bahn ihre Kunden nicht ernst nimmt. (nh)

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