Urheberrecht leicht gemacht mit der taz

Über die “Abmahnwellen” im urheberrechtlichen Bereich berichtet heute die taz. Natürlich mit Seitenhieben auf Anwälte, die (im Auftrag ihrer Mandanten) mit Urheberrecht Geld verdienen und dem Lieblingsbloggerthema “Brötchenfotoklau“:

“So viel Aufregung, obwohl Schulte das Brötchenfoto auch locker selbst am Frühstückstisch hätte knipsen können. Das denken sich auch viele andere, die derzeit ärgerliche Post bekommen.”

Es bleibt dasselbe Muster: Statt ein Bewusstsein für fremdes geistiges Eigentum zu schaffen heißt es immer wieder: “Das hätte ich auch machen können” und “nicht so schlimm” oder auch “die wollen doch, dass man Bilder klaut”. Warum machen die Leute dann ihre Fotos nicht selbst?

Man darf der Meinung sein, dass das Urheberrecht insgesamt abgeschafft gehört und sich für entsprechende Gesetzesvorhaben einsetzen. Die derzeitige Rechtslage und die nur konsequente Rechtsprechung erlaubt aber weder eine Diskussion über die “Schönheit” geklauter Fotos, noch erfordert sie eine Rechtfertigung dafür, dass der Urheber seine Rechte konsequent verfolgt. Solange dies nicht jedem bekannt ist und die Berichterstattung in die falsche Richtung läuft, wird es “Abmahnwellen” geben. (zie)

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie jetzt:
( Noch keine Bewertungen )

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ihr Kommentar erscheint erst nach einer automatischen Spam-Prüfung anhand Ihrer E-Mail-Adresse sowie einer weiteren manuellen Überprüfung durch unseren Administrator. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.

* Pflichtfelder

2 Antworten auf „Urheberrecht leicht gemacht mit der taz“

  1. Anonymous sagt:

    Nun, wenn man sich vom Gesetzgeber eine Gebührenordnung sanktionieren lassen kann, redet man natürlich auch der Vorstellung, es könne “geistiges Eigentum” geben, das Wort und ist genauso natürlich der Meinung, daß man Gesetze, also papiergewordene Meinungen irgendeines Parlamentes oder sonstigen Herrschers durchsetzen und propagieren “muß”, egal wie fragwürdig diese sind. Ohne staatliche Sanktionierbarkeit käme niemand auf die Idee, von “geistigem Eigentum” zu reden. Denn die Kosten, das Übernehmen von Ideen zu verhindern oder gar zu “bestrafen” (welch’ abstruse Vorstellung!) würde niemand tragen. Aber mit den Milliarden Steuergeldern des kleinen Mannes, können Staatsprofiteure natürlich auch solche Geschäfte machen.

Erfahrungen & Bewertungen zu Lampmann, Haberkamm & Rosenbaum Focus Medienrecht Focus Medienrecht

Sie benötigen weitere Informationen oder möchten mehr über unsere Rechtsgebiete erfahren?

Kontaktieren Sie uns