Ist Bushido jetzt reif für Seppuku?

Anis Mohamed Ferchichi legt mit seinem klangvollen Künstlernamen, der für einen ehrenvollen Verhaltenskodex steht, hohe moralische Maßstäbe an. Die Lebensrichtlinien der japanischen Samurai, die seinem Künstlernamen zugrunde liegen, findet sich ja auch in jedem seiner Lieder wieder. Auf Zitate verzichten wir, um bestimmten Personengruppen nicht zu nahe zu treten. Erst diese Woche ist mal wieder eine Abmahnung der der Kanzlei Bindhardt Fiedler Rixen Zerbe über unseren Schreibtisch gewandert, mit der er sich gegen Urheberrechtsverstöße wegen der öffentlichen Zugänglichmachung der Lieder, deren Urheber oder Miturheber er sei, in Tauschbörsen wehrt.

Wie nun bei Spiegel Online nachzulesen ist, hat der ehrenwerte Krieger laut einem Gerichtsurteil des Landgerichts Hamburg für insgesamt 13 Songs plagiierte Songteile benutzt. Elf Alben und Singles dürfen daher nicht mehr verkauft, die bereits ausgelieferten müssen zurückgerufen und vernichtet werden. 63.000 € Lizenzschadensersatz runden das Ganze ab.

Wir sind gespannt, ob der Künstler konsequent seinem Vorbild folgt und aus Scham wegen des Verstoßes gegen den Weg des Kriegers den rituellen Selbstmord wählt. Oder erst einmal Berufung einlegt (ca).

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4 Antworten auf „Ist Bushido jetzt reif für Seppuku?“

  1. Ernie sagt:

    Und wie ist das nun: Abmahnen darf ja nur der Rechteinaber. Offensichtlich ist Bushido das aber bei vielen Songs nicht, sonst müsste er die Alben nicht vernichten. Wenn er jetzt also Songs abmahnt, bei denen er selbst gegen das Urheberrecht verstoßen hat, müsste man doch locker dagegen vorgehen können? Oder setzt man sich am Ende einer doppelten Abmahngefahr aus – einmal durch Bushido und einmal durch diese andere Band?

  2. dr.no sagt:

    naja, er muß ja nicht auch noch einen ehemaligen münchner abmahnanwalt kopieren in dem er selbstmord begeht.

    es reicht schon das ihn alleine die regressforderungen der zu unrecht erhobenen abamhnungen für ihm nicht gehörende werke an den bettelstab bringen können.

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