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In der Höhle des Löwen

Oft  hört man von Schreiben der so genannten “Gewerbeauskunft-Zentrale”.

Die “Gewerbeauskunft-Zentrale” ist ein Angebot im Internet, bei dem sich Unternehmen eintragen lassen können, um gefunden zu werden. Unternehmen werden dabei u.a. per Post angeschrieben mit einem Formular, mit dem ein Auftrag erteilt werden kann. Im Kern geht es bei den Formularen um den Vorwurf, dass sie jedenfalls den Eindruck eines amtlichen Schreibens erwecken und nicht klar stellen, dass man einen (teuren) Vertrag abschließt. Umstritten ist seit je her, ob hier überhaupt ein Vertrag zu Stande kommt oder ggfs. eine Anfechtung wegen Täuschung in Betracht zu ziehen ist.

Was wir nicht für möglich gehalten hatten, passierte vor ca. 2 Wochen. Unsere Kanzlei erhielt ebenfalls eines der berüchtigten Schreiben.

Adressiert ist das Schreiben an die “(alte) Firma Lampmann, Behn & Rosenbaum”. Uns stellt sich die Frage, ob das Schreiben auch verschickt worden wäre, wenn die Worte Rechtsanwälte oder Rechtsanwaltskanzlei im Datenbestand aufgetaucht wären. Wahrscheinlich nicht. Denn man schreibt vermutlich lieber “Schwächere”, also im Zweifel rechtlich unerfahrenene Adressaten an.

Falls Sie ebenfalls ein solche Schreiben erhalten sollten, tun Sie es uns nach: Unterschreiben Sie nichts! Falls jemand in Ihrem Unternehmen bereits (aus Versehen) eine Unterschrift geleistet haben sollte, sind beim Kollegen Ferner weitergehende Informationen zu finden. (la)

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34 Antworten auf „In der Höhle des Löwen“

  1. Marco Nonnewitz sagt:

    Darüber hat doch letztens RTL in der Sendung RA Posch kämpft für sie berichtet, oder? Das sind ja solche ******* diese Leute, reinste Abzocker.

  2. Thomas sagt:

    Na, dann wartet nochmal zwei Wochen ab, denn rund vier Wochen nach dem ersten Schreiben kam eine “Mahnung”.
    Über der Empfängeradresse steht fett “Schreiben ist Ihnen schon am xx.xx.xxxx per Post zugesandt worden!”
    Es wird also noch zusätzlicher Druck aufgebaut.

  3. RA Claudio Helling sagt:

    Bei uns steht “Anwaltskanzlei” im Adressfeld. Das hat die Gewerbeauskunft-Zentrale nicht gehindert, uns eion “Angebot” zu unterbreiten und an selbiges zu “erinnern”. Wahrscheinlich haben Sie unsere Adresse aus der eigenen Gegnerdatenbank ;-)

  4. Dieses Schreiben haben wir auch bekommen und in unserem Blog davor gewarnt! Die Kunden waren dankbar!

  5. Alex sagt:

    Mahnung abwarten und dann negative Feststellungsklage :-))

  6. Thorsten Kluck sagt:

    Hallo,
    das kommt bei uns auch immer wieder mal an, landet aber von anfang an in der Ablage “rund” bzw. im Streifenfax

  7. Horst sagt:

    Ich habe dieses Schreiben auch bereits zwei Mal erhalten und bisher einfach nicht reagiert. Mal sehen wann die Mahnung kommt.

    @Alex – was ist eine negative Feststellungsklage?

    1. Norbert sagt:

      @ Horst:
      Mit einer negativen Feststellungsklage beantragst Du ein Gerichtsurteil, das bestätigt (=feststellt), dass ein Anspruch NICHT besteht Beispiel: Es wird festgestellt, dass der Kläger V nicht der leibliche Vater des Beklagten S ist…

  8. Eberhard sagt:

    Habe schon den sechsten Brief bekommen !
    wie kann mann sich davor schützen ?
    nützt eine Anzeige wegen teuschung ?

  9. Heike Falke sagt:

    ich habe unterschrieben – im festen Glaube es wäre eine Auskunft des Finanzamtes. Jetzt habe ich die fette Rechnung erhalten und falle aus allen Wolken. Meine Telefonate, (ich habe bereits Widerufen, bzw meine Empörung schriftlich ausgesprochen) waren bisher ohne Erfolg. Was kann ich tun ? Wie kann ich mich wehren ?

    1. Melden Sie sich doch einmal telefonisch bei uns! 0221 / 2716733-0

  10. Marina Westphal sagt:

    Werde mittlerweile , da ich unterschrieben aber nicht bezahlt habe seit 3 ! Jahren mit Mahnungen und Gerichtsurteilen bombadiert. Habe alles immer ignoriert, aber heute kommt eine Vorgefertigte Klageschrieft und ein Vergleichsangebot für 375 Euro. Bin jetzt im Zweifel ob ich nach 3 Jahren Terror bezahlen soll.

    1. Wir würden grundsätzlich davon abraten. Denn genau das ist ja der Plan: Sie außergerichtlich mittels einer Zermürbungstaktik zur Zahlung zu bewegen. Jeder Fall ist allerdings individuell zu prüfen. Daher können wir Ihnen nichts Konkretes raten.

  11. Hajo sagt:

    Beim ersten Schreiben wäre meine Mutter ( 83 J ! )
    beinahe drauf reingefallen – zum Glück war ich anwesend.
    Beim 3ten Schreiben hab ich sie eingetütet und beim örtlichen Polizeirevier Anzeige wegen Nötigung gestellt.
    Denke mal, das ist der beste Weg……
    Ist definitiv nach allen Moralvorstellungen eine Gaunerei und gehört durch unsere Judikative und Exikutive entfernt zu werden – und das jsb – jetzt sehr bald !

  12. Wolf Rosenthal sagt:

    21.7.2013: Die Gewerbezentrale.de verschickt unverdrossen weiterhin ihre “Formulare” mit der Aufforderung, fehlende Daten zu ergänzen und Korrekturen durch eine rechtsverbindliche Unterschrift zu bestätigen. Mit dieser wäre der erwünschte Vertrag mit dem Versender über jährlich 596 Euro zustande gekommen. Also jaaaa nicht reagieren!

  13. Jana Lange sagt:

    Hallo,
    ich bin im Juni, kurz vor dem Urlaub auch drauf rein gefallen. Meine Firma ist noch nicht so alt, daher dachte ich auch, das gehört dazu. Mal schnell noch, vor dem Urlaub, alles erledigen. Und siehe da, nach dem Urlaub kam die Rechnung dann. ich habe gleich widersprochen… keine reaktion, bis heute, da kam plötzlich die letzte Mahnung. Was soll ich tun? Ignorieren. Ich habe keine Lust und Zeit jedes Mal zu antworten.

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