BKA verbietet Verkauf eines Ninja-Kleiderhakens

Im April des letzten Jahres hatten wir uns eher kritisch mit einer Reaktion von getdigital.de auf eine Abmahnung wegen der Buchstabenkombination “STFU” auf einem T-Shirt auseinandergesetzt. Das Unternehmen hatte damals angekündigt, sich mit Hilfe einer Spendensammlung gegen die Abmahnung zur Wehr setzen und sogar einen Löschungsantrag stellen zu wollen.

Wir hatten daraufhin den Verdacht geäußert, dass es sich dabei vor dem Hintergrund der er bescheidenen Erfolgsaussichten um einen reinen Marketing-Gag handeln könnte. der Geschäftsführer des Unternehmens Philipp Stern überraschte uns darauf hin positiv mit einer erklärenden Stellungnahme in unserem Blog.

Gefährlich und lautlos: Ninjas mit Sinn für Ordnung

Ende der letzten Woche informierte uns eine Mitarbeiterin von getdigital.de, dass man aktuell wieder interessante Post zu einem der angebotenen Artikel erhalten hat. Diesmal geht es um einen Kleiderhaken, der einem im Ninja-Wurfstern nachempfunden ist. Aufgrund eines Berichts im Deutsches Waffen-Journal ließ getdigital.de über einen Anwalt beim Bundeskriminalamt vorsichtshalber nachfragen, ob dort eventuell Bedenken gegen den Verkauf des Kleiderhakens bestünden.

Die Frage wurde postwendend bejaht. Das Bundeskriminalamt führt in einem Schreiben vom 11.9.2012 aus:

“Bei dem Ninja Coat Hook  trug handelt es sich um einen vierzackigen Wurfstern, der anstelle des fünften Zackens eine Schraube zur Wandbefestigung hat. Der Wurfstern wird  daher auf der Verpackung als Kleiderhaken bezeichnet. Seitens des Bundeskriminalamts wird die Auffassung vertreten, dass der vorgelegte Wurfstern eindeutig dem Verbot des § 2 Abs. 3 iVm Abschnitt Nr. 1.3.3. WaffG unterliegt. Gemäß dieser Vorschrift sind sternförmige Scheiben, die nach ihrer Beschaffenheit und Handhabung zum Wurf auf ein Ziel bestimmt und geeignet sind verboten.”

Bei getdigital.de fügt man sich zwar dieser Auffassung, findet die Reaktion aber dennoch etwas überzogen. Auch auf Facebook wird aktuell heftig über das Verbot diskutiert.

Gefährlicher: Tiefkühltruhen

Wir sind der Meinung, dass das BKA hier völlig daneben liegt. Jeder, der die Filmreihe “Der rosarote Panther” kennt, weiß nämlich, dass Tiefkühltruhen aufgrund ihrer Eignung,  unerwarteten Angreifern mit Kenntnissen der asiatischen Kampfkunst ein komfortables Versteck zu gewähren, viel gefährlicher sind. (la)

(Bild: © Iryna Dobrovyns’ka – Fotolia.com)

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2 Antworten auf „BKA verbietet Verkauf eines Ninja-Kleiderhakens“

  1. Ronny sagt:

    Huiuiui! Müssen Verkäufer von Fleischwolf-Ersatzmessern nun mit Hausdurchsuchungen rechnen? Oder sind nur fünfzackige Sterne betroffen?
    http://www.ebay.de/itm/INOX-Fleischwolf-Messer-Sichel-Gr-8-Kenwood-Jupiter-/120700335739
    http://www.google.de/search?&hl=de&tbm=isch&q=fleischwolf+ersatzmesser

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