Deutschlandstipendium – Ein Rückblick auf ein Jahr Förderung

Eine gute Ausbildung ist enorm wichtig. Wir bilden daher seit Jahren nicht nur Referendare und Auszubildende aus und gewähren Praktikanten Einblicke in das Berufsfeld.

Zusätzlich haben wir dieses Spektrum mit dem Deutschlandstipendium erweitert und unterstützen das Studium engagierter junger Menschen zusätzlich.

Um Interessierten Kollegen und potentiellen Stipendiaten einen Einblick in die Forderung zu geben, im folgenden ein Erfahrungsbericht von Frau Anne-Kathrin Fischer, die wir aktuell gefördert haben.

Wie funktioniert das Deutschlandstipendium?

Dezember  2015 war es soweit. In einem feierlichen „Get – Together“ in der Aula der Universität zu Köln erhielt ich durch meine Förderer Rechtsanwälte Lampmann, Haberkamm & Rosenbaum die offizielle Urkunde für das Deutschlandstipendium.

Da ein erstes Kennenlernen bereits kurz nach Erhalt der Zusage für das Stipendium in der Kanzlei meiner Förderer stattgefunden hatte, kamen Frau Rosenbaum und ich bei anschließendem Kölsch und Häppchen schnell ins Gespräch.

Der Austausch brachte Einblicke in die tägliche Arbeit in der Kanzlei und die unterschiedlichen Werdegänge der einzelnen Rechtsanwälte. Mit eCommerce-Recht, Markenrecht, Presse-und Medienrecht, Urheberrecht und Wettbewerbsrecht liegen die schwerpunktmäßigen Beratungsfelder der Kanzlei weitestgehend außerhalb des für das erste Staatsexamen relevanten Lehrplans. So war es interessant auch mal einen Blick über den Tellerrand hinauszuwerfen und sich hierüber zu informieren.

Gerade der Austausch mit den Förderern aus der Praxis macht das Deutschlandstipendium neben dem finanziellen Aspekt daher äußerst wertvoll. So wurden wir durch die Universität zu Köln regelmäßig zu verschiedenen Veranstaltungen eingeladen. Hier war der Kontakt auch nicht nur auf den eigenen Förderer begrenzt. Auch andere Partner des Programms boten Veranstaltungen für Stipendiaten an, die sich teilweise auch explizit an Jurastudenten richteten. Durch die Einrichtung eines Lookbook an der Universität und die Möglichkeit der Aufnahme im zum Beispiel Alumniprogramm der Universität wurde das Netzwerk immer weiter vervollständigt. Dabei steht es jedoch jedem Förderer und Stipendiaten frei, welche Angebote von diesen genutzt werden oder wie intensiv die persönliche Förderung der Stipendiaten ausfällt. Ich selbst konnte im Jahr meiner Förderung einzelne Kontakte knüpfen und so gegebenenfalls auch zukünftig noch von dem Stipendium profitieren. Daneben ist es aber auch für die Förderer eine gute Plattform um mit leistungsstarken Studenten in Kontakt zu kommen.

Für mich bedeutet das Deutschlandstipendium aber insbesondere auch ein Stück finanzielle Unabhängigkeit. Eine intensivere Wiederholung und Vorbereitung auf das erste Staatexamen ist mir hierdurch ermöglicht worden, da ich beruflich etwas kürzer treten konnte. Insbesondere die einkommensunabhängige Förderung beim Deutschlandstipendium sehe ich als großen Vorteil des Programms. Die Förderung bemisst sich gerade an der Leistung der Stipendiaten und deren sozialem Engagement. Das heißt, jeder kann diese Faktoren auch selber mitbestimmen und so Einfluss auf die Gewährung des Stipendiums nehmen. Auch die vergleichsweise einfache Bewerbung nimmt den Studenten die Hemmungen sich für ein Stipendium zu bewerben. Ein Ausbau des Programms wäre daher wünschenswert. Gegebenenfalls müssten hierbei aber die fakultätsinternen Kriterien angepasst werden, um auch Studenten in höheren Semestern noch eine Förderung zu ermöglichen.

Abschließend kann ich nur jedem Studenten raten, sich für das Deutschlandstipendium zu bewerben und meinen Förderern herzlich für das Jahr der Unterstützung danken.

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