Sie ist da: Die erste Facebook-Abmahnung wegen eines Vorschaubilds

Von Arno Lampmann, 3. Januar 2013

Facebook ist Facebook ist Facebook ist FacebookThomas Schwenke und Jens Ferner berichten heute über eine weitere Spielart einer Facebook-Abmahnung.

Nachdem wir im April 2012 von der wohl ersten Abmahnung berichtet hatten, die ein fremdes Foto auf der eigenen Pinnwand betraf, geht es nun um eine Inanspruchnahme wegen eines Facebook-Vorschaubilds.

„Schreib etwas!“

Ein wichtiger Bestandteil der Facebook-Plattform sind die so genannten Statusmeldungen, zu denen man mit wechselnden Sprüchlein, wie zum Beispiel „Wie geht es dir?“ Oder „Schreib etwas!“ aufgefordert wird.

Status1

Mithilfe dieser Meldungen kann man der Welt nicht nur mitteilen, wie es einem geht, sondern natürlich auch auf externe Links aufmerksam machen. Integriert man einen solchen Link in die Statusmeldung, erscheint darunter die Überschrift des verlinkten Artikels und ein kurzer Anriss des Inhalts.

Abmahnung wegen Vorschaubild

Das so genannte Vorschaubild wird einer Statusmeldung auf Facebook immer dann hinzugefügt, wenn in dem Artikel, auf den verlinkt wird, ein Bild oder mehrere Bilder zu sehen sind. Facebook liest dann diese Bilder von der Ursprungsseite aus und bietet sie in Form von Miniaturbildern zur Anzeige neben der Statusmeldung an:

Status2

Man hat zwar die Möglichkeit, durch einen Klick das Miniaturbild auszublenden. Von dieser Möglichkeit machen aber die wenigsten Facebook Nutzer Gebrauch. Manche, weil sie sich diesbezüglich schlicht gar keine Gedanken machen. Die meisten werden die Vorschaufunktion allerdings ganz bewusst aktiviert lassen, da ein Bild eine Statusmeldung interessanter macht und damit nicht unerheblich aufwertet.

Unterlassungserklärung und 1.800 €

Jetzt kursieren offenbar die ersten Abmahnungen der Kanzlei Pixel.Law für eine Frau Gabi Schmidt wegen eines solchen Vorschaubilds . Darin werden die Adressaten zur Abgabe einer Unterlassungserklärung und zur Zahlung von Rechtsanwaltskosten sowie Schadensersatz für die unerlaubte Verwendung der Fotografie aufgefordert. Gefordert wird die Summe von knapp 1.800 € für Abmahngebühren und Schadensersatz.

Auch wenn es vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die sozialen Medien, wie insbesondere Facebook ihre Nutzer mit ihren Aufforderungen zu andauernden Urheberrechtsverletzungen geradezu animieren, merkwürdig anmutet:  Die Abmahnung dürfte jedenfalls dem Grunde nach berechtigt sein, wenn in Gestalt des Vorschaubildes ein fremdes Lichtbild unberechtigterweise öffentlich zugänglich gemacht worden ist. Die unberechtigte Übernahme von fremdem Bildmaterial ist unzulässig und kann dementsprechend eben auch abgemahnt werden. Ein solches Verhalten ist gem. §§ 106 ff. UrhG sogar strafbar.

Ob der geforderte Schadensersatzbetrag gerechtfertigt ist, erscheint zumindest fraglich. Das hängt unter anderem davon ab, ob die abgemahnte Facebook Präsenz privater oder gewerblicher Natur ist.

Fazit

Falls auch Sie eine solche Abmahnung erhalten haben sollten, müssen Sie diese ernst nehmen. Der Streitwert bei einer Abmahnung, die einen gewerblichen Verwender betrifft, liegt bei ca. 6000 €, betrifft sie eine Privatperson beläuft sich der Streitwert immerhin noch auf 3000 €, so dass Anwaltskosten zwischen 270 € und 550 € gerechtfertigt sein können. Der Schadensersatz für ein unerlaubt verwendetes Lichtbild liegt, je nachdem welches Gericht zur Entscheidung berufen ist, zwischen 30 € und 450 €.

Wird innerhalb der angegebenen Frist keine Unterlassungserklärung abgegeben, droht eine einstweilige Verfügung, die mit weiteren Kosten verbunden ist.

Praxistipp

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dem bleibt nur, vollständig auf die Einblendung von Vorschaugrafiken zu verzichten oder jedes Mal explizit beim Urheber (der oft gar nicht bekannt ist) um Erlaubnis zu fragen.

Wer auf Vorschaubilder nicht verzichten will, sollte wenigstens darauf achten, dass der entsprechende Artikel zum Beispiel mittels eines Buttons zum Teilen in Social Media auffordert. In diesem Fall kann davon ausgegangen werden, dass der Verfasser des bebilderten Artikels (natürlich nur, soweit er auch Berechtigter der Abbildung ist) so zumindest konkludent in die weitere Nutzung des Bilds einwilligt.

Schließlich ist es generell ratsam, dem Rat des Kollegen Schwenke zu folgen und das Risiko, wegen Urheberrechtsverletzungen abgemahnt zu werden, schlicht einzukalkulieren und diesbezüglich Rücklagen zu bilden. Die Nutzung moderner Kommunikationsmedien ist heutzutage fast nicht mehr möglich, ohne Urheberrechtsverletzungen zu begehen. Die gesetzlichen Regeln sind jedoch eindeutig und müssen beachtet werden.

Als Verteidigungsargument nützt dieser Einwand daher nicht viel. (la)

Update 4.1.2013:

Die Kollegin Nina Diercks macht sich Gedanken darüber, ob die Verwendung von Facebook-Vorschaubildern vor dem Hintergrund der BGH-Rechtsprechung zu thumbnails (Erklärt bei Telemedicus) nicht doch rechtmäßig sein könnte. Wir sind da skeptisch.

Scheitern dürfte die durchaus beachtliche Argumentation letztendlich daran, dass – wie die Kollegin auch einräumt – eine solche Auffassung auf eine Verpflichtung des Urhebers hinausliefe, seine Werke im Internet aktiv gegen fremde Übernahme zu schützen (opt-out). Dies würde aber den zur Zeit geltenden Grundsätzen im Urheberrecht zuwiderlaufen. (la)

Update 16.1.2013:

Lesen Sie auch: Vorschaubilder, Facebook und Abmahnungen – Der Social-Media-Fahrplan

Sie ist da: Die erste Facebook-Abmahnung wegen eines Vorschaubilds

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Diskussion zu diesem Artikel:

44 Kommentare

  1. gisela berger

    sehr geehrte hr.xy das ist doch alles unverstendlich , wenn etwas nicht hierher gehört, machen sie einfach weg ich glaube viele wissen über .. die sache gar nicht .. ratsam machen sie weg was nicht hierher gehört …wegen strafe ..ich bin der meinung ..wenn ich schon meine bilder auf facebook zu ferfügung stelle … dann muß ich wissen ! jede kann runter laden oder weiter senden …oder was weis ich ..jede muss wissen das ist doch öffentlich …erst überlegen was man auf facebook frei gibt .. sie haben hier kein garantie … erst überlegen .. und jetzt kommmen sie .. was meinen sie wieviele lesen dieser seite ehrich ganz wenige … das finde ich lächerlich … was nicht hier gehört soll der facebook manager oder der chef persönlich .. gar nicht instalieren .oder wie soll ich das nennen! unerhört ..als ich jetzt gelesen habe mache meine gedanken das ich facebook für immer verlasse langsam stinkt hier gewaltig! MEINEN SIE NICHT?????JEDESMAL WAS NEUES VON INNEN WAS IST DIE NÄCKSTE KOMMEN WIR NOCH INS GEFÄNGNIS wegen facebook!!!ICH MACHE GLEICH SCHLUSS MIT FACEBOOK!!!

  2. gisela berger

    ALLES BLÖDSINN!

  3. gisela berger

    WASCNICH FACEBOOK GEHÖRT SOLL MAN WEG MACHEN – BEVOR MAN STRAFE BEZAHLEN MUSS ODER WAS WEIS DER TEUFEL –

  4. gisela berger

    STATUSMELDUNGEN WEG MACHEN! FERTIG –

  5. Willem Hoffmanns

    Die beste Möglichkeit, sich solchem Rechtsirrsinn zu entziehen, ist die Löschung sämtlicher Accounts in sozialen Netzwerken. Wer – um alles in der Welt – braucht angesichts solcher Juristen-Erbsenzählerei, angstiftet durch das Internet durchsuchende kleine Scheißerlein Facebook und Co.?

  6. Max

    Hach Gisela, hast du es schon einmal mit vollständigen Sätzen versucht?

  7. JubelJurist

    Schade, dass es Menschen gibt, die eine Zulassung als Anwalt derart missbrauchen.
    “RA”Frank R. aus Dossenheim ist auch so ein Paradebeispiel.
    Solche “Anwälte” sollten auf eine schwarze Liste kommen.

  8. Schlaubi

    Die Frage ist, ob eine solche Abmahnung tatsächlich vor Gericht Bestand hätte.

    1.) das Bild “zieht” sich Facebook, nicht ich. Technisch greift also Facebook(!) auf die Seite zu, durchsucht diese nach Bildern und zeigt Eines davon automatisch bei dem von mir gesetztem Link an. Interessanterweise “zieht” Facebook auch Bilder, die man selbst auf der verlinkten Seite (zumindest der Startseite) nicht sehen kann, Ich habe das gerade mit einem Link zu http://www.fotocommunity.de/ ausprobiert. Facebook bietet hier Vorschaubilder an, die definitiv NICHT auf der Startseite zu finden sind. Auf Grund der geringen Grösse des Vorschaubildes ist es kaum möglich, die Urheberrechte zu prüfen bzw. als Nutzer findet man das Bild auf der verlinkten Seite garnicht um dort zu prüfen, ob das Bild frei verwendet werden darf oder nicht. “Abmahn-Abzocker” haben damit eine Möglichkeit, eindeutig geschützte Bilder auf ihrer Seite für Nutzer unsichtbar, aber für Facebook auffindbar zu hinterlegen.

    2.) ich habe u.U. keine Möglichkeit, realistisch (also z.B. auch noch nach Monaten/Jahren) zu überprüfen, ob auf der verlinkten Seite ein z.B. freies Bild gegen ein geschütztes Bild ausgetauscht wird und Facebook dann dieses “zieht”.

    3.) “Verlinken” ist eine gängige und übliche Praxis, hierbei greift man nicht selbst auf die fremde Webseite zu sondern setzt nur einen Link dorthin. Würde der Eigentümer der Seite nicht wollen, dass sie öffentlich abrufbar ist, dürfte er sie nicht in den öffentlich zugänglichen Bereich stellen (also z.B. mit einem Login etc. versehen)

  9. Sven Baumbart

    Wieso soll hier der § 97a Abmahnung nicht greifen?

  10. Martin

    Wenn überhaupt, dann verletzt Facebook doch das Urheberrecht. Wenn die Seite dann noch einen Sharebutton integriert hat, so muss man als Nutzer davon ausgehen, dass sowas gewollt ist.

  11. sono

    Ich denke, urheberrechtlich geschütztes Material im Web sollte auch als solches gekennzeichnet werden. Das gilt für alle Medien. Wer diese “Markierung” abschneidet, macht sich strafbar.
    Vielleicht wäre das sogar eine vernünftige Idee, dass der Urheber und Einsteller ganz bewusst entscheidet, was frei sein soll und was geschützt. Umgekehrt ist dann alles das frei was unmarkiert ist. Vielleicht ab Stichtag. Umgekehrt erscheint mir das umständlicher.

    • Jens

      Das ist eine, wie ich finde, gute Idee. Ein Wasserzeichen in jedem Bild und die Sache ist für jeden ersichtlich. So kann ich als Urheber selbst entscheiden, ob ich ein Bild freigeben möchte oder nicht. Problematisch wird es dann allerdings, wenn ein dritter (vierter oder tausendster) das um den Urheber beschnittene Bild im Glauben, es sei frei verwendbar, weiter verwendet. Wer ist dann haftbar? Was wenn dasselbe Bild mit unterschiedlichen “Urhebern” auftaucht? Massentauglich ist die Idee noch nicht. Aber zumindest ein vernünftiger Vorschlag

  12. Wolfe

    Die Rechtsanwälte sollten sich eher für die tatsächlich geklauten Bilder (also zum Beispiel die, in denen Signaturen entfernt und eigene eingefügt werden und als eigenes Bild wieder hochgeladen werden,usw) kümmern, da hätten die genug und berechtigt zu tun.
    Ich für meinen Teil freue mich, wenn meine Seite GETEILT wird (wohl gemerkt GETEILT!) und eine kleine Vorschau dessen gezeigt wird, was auf der seite zu erwarten ist. Je mehr dies tun, umsomehr habe ich die Chance, dadurch Aufträge zu erhalten. Also, was soll diese Erbsenzählerei mit den Vorschaubildern?? Neue Rechtsanwaltsbereicherungsmasche? Ich als Urheber hatte bei bisher 2 berechtigten Klagen jedenfalls keinen Gewinn, nur mein RA…!

    Für mich stellt sich hier aber eine noch ganz andere Frage, nämlich die des erlaubten Zitierens. In dem Moment, wo ich einen Link auf FB/G+ teile und eine Vorschau erzeuge, zitiere ich auszugsweise aus der verlinkten Seite und es ist für alle ersichtlich, dass die Inhalte nicht meine sind. Ich denke mit diesem Hintergrund/Argumentation müsste man mit dem richtigen Rechtsanwalt auch gegen solch eine Klage wirksam dagegen halten können.
    Und noch was -gehen die Rechtsverdreher auch gegen die Vorschaufunktion von Google und anderer Suchmaschinen und Webseiten vor -oder wissen diese schon, dass das wohl aussichtslos sein wird? Wie ist das mit Preisvergleichsseiten, die eine Vorschau des Shops/Artikels zeigen?

    Also, ich meine, mit dieser Klage wird ganz schön übertrieben. Bilderklau (den ich definitiv NICHT befürworte) und technisch bedingte (oder sogar gewollte) Vorschaubildchen sind für mich zwei völlig verschiedene Paar Stiefel.

    Zitat: “Willem Hoffmanns
    Die beste Möglichkeit, sich solchem Rechtsirrsinn zu entziehen, ist die Löschung sämtlicher Accounts in sozialen Netzwerken. Wer – um alles in der Welt – braucht angesichts solcher Juristen-Erbsenzählerei, angstiftet durch das Internet durchsuchende kleine Scheißerlein Facebook und Co.?”
    Zitat ende

    Ich nutze Facebook, twitter und google+ erfolgreich zur kostenlosen Werbung für meine Firmen. Würden meine “Teiler” meiner seite nicht eine kleine Vorschau meiner Arbeiten, Bilder, Beiträge zeigen, würde ich wedentlich weniger Besucher auf meinen Seiten haben und mein Ranking wäre schlechter. damit wäre die Frage “wer braucht schon…” wohl auch beantwortet.

    Und gegen den rechtsirrsinn kann man nur was machen, indem man dagegen hält -und nicht klein beigibt -und auch vielleicht hier die verantwortung mitunter (entsprechend oben aufgeführten Fall) an Facebook weitergibt, denn die Veröffentlichung von Disclaimern und AGB schützt auch diese nicht vor Rechtsprechung und entbindet sie auch nicht von ihrer Prüfpflicht

    Grüße, Wolfe

  13. Prema

    Für mich stellt sich hier aber eine noch ganz andere Frage, nämlich die des erlaubten Zitierens. In dem Moment, wo ich einen Link auf FB/G+ teile und eine Vorschau erzeuge, zitiere ich auszugsweise aus der verlinkten Seite und es ist für alle ersichtlich, dass die Inhalte nicht meine sind. Ich denke mit diesem Hintergrund/Argumentation müsste man mit dem richtigen Rechtsanwalt auch gegen solch eine Klage wirksam dagegen halten können.
    Und noch was -gehen die Rechtsverdreher auch gegen die Vorschaufunktion von Google und anderer “Suchmaschinen und Webseiten vor -oder wissen diese schon, dass das wohl aussichtslos sein wird? Wie ist das mit Preisvergleichsseiten, die eine Vorschau des Shops/Artikels zeigen?” (Zitat: Wolfe, den ich jetzt auf meiner Seite verlinkt habe, weil ich sehr an Fotos interessiert bin)

  14. Daniel Weihmann

    Gibt’s solchen Schwachsinn eigentlich nur in Deutschland? Ich hoffe nicht, dass das Schule macht und ab sofort sich niemand mehr traut einen Link bei Facebook zu verbreiten …

  15. Zeelas

    Na wurde aber auch Zeit. Ich kann die Fotografin durchaus verstehen, dass sie den FB-Nutzer abmahnen ließ – und auch die Summe ist sehr wohl gerechtfertigt. Nur weil wir uns im Internet und auf Facebook befinden, hat absolut NIEMAND das Recht, Bilder zu klauen, zu kopieren oder anderweitig zu veröffentlichen, wenn er/sie kein Einverständnis des Fotografen (in Deutschland der Urheber) hat.

  16. mona

    Ich lebe in den Staaten und habe im grossen Ganzen, die Schnauze voll von Deutschland. Zu viele Gesetze oder Rechtsanwaelte die mit aller Gewalt neue Einnamequellen suchen und finden. Die sogenannten Grauzonen sind fast alle erschoepft. Ein trauriges Bild von Solidarität? Irgendwann ist es nicht einmal mehr ok einen Furz in der Offentlichkeit zu lassen.

  17. Tommi

    Man mag es als Unrecht empfinden oder nicht, ich bin ja auch kein Rechtsexperte und es kotzt mich nicht minder an, dass es Anwaltskanzleien gibt, die sich ausschließlich durch Abmahnungen im Netz bereichern. Das Problem ist, auch wenn das Unrechtsempfinden stark angekratzt ist, geht man das Risiko einer Gerichtsverhandlung ein? Recht haben und Recht bekommen sind auch in Deutschland zweierlei Seiten einer Medaille.

  18. Frank Hucke

    Zum Glueck habe ich Deutschland verlassen und muss mich (zumindest grundsaetzlich) mit diesem verkorksten Rechtssystem nicht mehr auseinander setzen.
    Wie krank gerade dieses Urheberrecht ist (und ich bin selbst ein Schaffender, also durchaus froh DASS es ein Urheberrecht gibt) zeigt sich doch daran, dass ich, wenn ich etwas bei FB einstelle, Grundsaetzlich WEISS, dass andere meinen Kommentar teilen und kopieren koennen. Wenn ich dies nicht wuensche (zumal ich nichts mit der Motivation des Gewerblichen einstelle), sollte ich mich von Facebook fern halten.
    In Deutschland ist es verboten, zu einer Straftat aufzufordern (klassisches Beispiel: Die als Prostituierte verkleidete Polizistin, die dem Kunden erst nach dessen definierter Zusage den Beamtenstatus zeigt…) – aber wenn es um das Urheberrecht geht, da darf zum Rechtsbruch animiert werden, was das Zeug haelt.
    Fuer mich gehoren diese auf Abmahnungen spezialisierten Anwaelte vom Berufstand entfernt – denn die Motivation, mit der sie ihr schmieriges Geschaeft betreiben ist ja wohl mehr als eindeutig. Allein die Formulierung ‘Schadenersatz’ in Bezug auf eine Plattform, die einen gemaess ihrer Geschaeftsbedingungen gerade noch die Luft zum atmen laesst (auch DAS weiss ich vorher!), ist mehr als sittenwidrig.
    Das Urheberrecht bedarf -gerade in Deutschland!- einer grundsaetzlichen Ueberarbeitung.

  19. melochiii

    so ein beamten irrsinn… es gibt leider viel zu viele dieser ungerechtigkeiten …zum einen da der staat das internet jahre lang unterschäzt hat und natürlich verdient er selbst noch drann..
    darum sagten vor 20 jahren schon schlaue computer”nerds ”
    RICHTIGE NAMEN haben im INTERNET NICHTS zu suchen! kaum einen ist bewusst wie sie aus spioniert werden und nicht alle haben gutes im sinn 1 NICHT MAL DER STAAT

  20. Primessnig Horst

    Die Leute die meinen ein Bild einzustellen in Facebook und meinen es sei Urheberrechtlich geschützt der sollte es auch schützen denn es gibt Programme wo ich das Bild mittels eines Programm so schützen kann das es keiner Kopieren kann.Dann würde ich auch noch im Bild darauf hinweisen das es Urherberrechtlich geschützt ist weil das geht auch.Jeder der ein Bild einstellt ohne diesen Schutz muß sich dessen klar sein,daß es veröffentlicht werden kann.Und nicht nachher mit den Rechtsanwalt kommen und drohen man ist dann selber Schuld.

  21. Klaus

    Bischen übertrieben? also echt 1800€ zahlen *vogel zeig*. Da schreibt man denjenigen an und sagt “Bitte entfernen Sie den Status” 😉

  22. Gerhard Riebold

    Diejenigen dessen Bilder geschützt sind, sollten es so machen wie die Profis, man kann es nicht runterladen oder Kopieren. Oder gar nicht erst reinstellen.Sie sollen es sonstwo hintun und Ihren Verwandten und Bekannten als Diaschau zeigen.

  23. Katy Erdbeermond

    Am Schlimmsten finde ich, dass nun quasi eine “Hexenjagd” auf Fotografen eröffnet wird, und Pro Sieben öffentlich rät, alle Fotografen von der Freundesliste zu verbannen.. herzlichen Dank ProSieben! als wenn man nicht auch Gefahr liefe, abgemahnt zu werden, wenn man das Bild von Gewerbetreibendem XY teilt… ich erinnere nur mal, an diese Kochportalautorin und ihren abmahnwütigen Rechtsanwalt-Ehemann…

  24. Knox G. Stallbauer

    Es ist schon entsetzlich wie manche Menschen das Recht dehen und mißbrauchen, um damit abzusahen.
    Ein Skandal ist das.

  25. Knox G. Stallbauer

    Danke schön für diese Information will ich noch schreiben.

  26. Bibi

    Ich glaube Frau Berger hat den eigentlichen Sinn gar nicht verstanden.
    Hier geht es nicht um irgendwelche Bilder von irgendwelchen Leuten.
    Hier geht es um Links, die, wenn man sie in sein Status veröffentlicht, auf der Pinnwand ein Vorschaubild hinterlassen. Und dieses Vorschaubild verletzt angeblich das Urheberrecht…

    Wobei ich selber auch schon zweifel, ob so ein link dann nicht auch schon Urheberrechtsverletzung ist… ^^

  27. Heidi

    Erst einmal: Es ist nicht in Ordnung, dass hier die Unwissenheit der User ausgenutzt wird, die davon ausgehen müssen, dass das Teilen der Links gewollt ist und natürlich mit Bild, weil das ja die Aufmerksamkeit für den beworbenen Link erhöhen. Man könnte glauben, man tue dem Verfasser des geteilten Links sogar noch einen Gefallen.
    Das ist die eine Seite, mal aus Sicht des Fotografen bzw. Bildjournalisten eines Verlages. Diese werden als “Freie” meist pro Bild bezahlt, wobei sich das Honorar üblicherweise nach der Auflage richtet. Verständlich. Ein Musiker kassiert ja auch nicht einmal für seinen Song, sondern für jedes Mal wo er gespielt oder heruntergeladen wird. In den Verträgen der Journalisten ist meist geregelt, dass eine Veröffentlichung auf der Online-Ausgabe der Zeitung erlaubt ist: Entweder schon im Honorar enthalten oder als Zuschlag. Die Verlage bieten aber durch entsprechende Buttons das Teilen an, was ja in ihrem Sinne ist. Damit wird dann aber automatisch auch das Bild verbreitet, erreicht möglicherweise durch den Link eine riesige Verbreitung – OHNE dass der Fotograf für diese Erhöhung der “Auflage” honoriert wird, wie es eigentlich sein müsste. Es ist nicht korrekt, dass die Arbeit viel mehr und breiter genutzt wird, ohne dass der Urheber dafür entsprechend entlohnt wird. Aus Sicht einer Fotografin ist es mir eigentlich ziemlich egal, ob sich einer ein Bild von mir kopiert und hochlädt, also als sein eigenes darstellt und “richtig klaut” – oder ob mein Bild ungefragt auf zig Pinwänden ohne entsprechenden (C)-Hinweis steht, natürlich auch ohne Bezahlung. Ich lebe schließlich davon, Bilder zu verkaufen oder möglichst viel zu verbreiten…

    Es ist nur die Frage, wie man die Kuh vom Eis bekommt. Nach meinem Empfinden sollte der “Teiler” nicht bluten, andererseits sollte dem Fotograf aber auch sein Geld zustehen. Da wäre es möglicherweise sinnvoll, die Verlage heranzuziehen (nicht im Abmahnverfahren, sondern offiziell geregelt und vorab). Nach dem Motto: Wer durch Buttons zum Teilen auffordert, sollte etwa das Abgreifen der Bilder verhindern – oder aber die Urheber für diese Möglichkeit in irgendeiner ausgehandelten Form entlohnen. Sie profitieren ja hier von deren Arbeit.

  28. jan

    handelt es sich hier nicht eigentlich um User Generated Content, was dann ja wieder eine Ausnahme darstellt

  29. Claudia

    Also wäre es doch auch keine schlechte Idee, in der Schule noch ein Fach einzuführen: “Nutzung, Gesetze, Rechte und Pflichten im sozialen Netzwerk. Was darf ich und was darf ich nicht”.

  30. Roland

    Man sollte sich generell damit beschäftigen, was erlaubt ist und was nicht. Ist man sich der entsprechenden Erlaubnis sicher, steht einer Verwendung nichts im Wege. Ist man sich unsicher, sollte man eine Verwendung tunlichst und vor allem überall vermeiden; es findet sich immer jemand, der versucht, Nachlässigkeiten finanziell auszuschlachten. Die Spezialisten dieser Vorgehensweise nennen sich selbstgefällig Rechtsanwälte. Aber die haben ja nichts Besseres gelernt – das muss man Ihnen gütigst und mit idealerweise wohlwollendem Bedauern nachsehen…

  31. Knox G.Stallbauer

    Die Bilderabmahnungen sind zweischneidig zu betrachten. Als Fotograf, welcher sein Material veröffentlicht, hat sein Bildrecht. Wenn er dafür Geld will, ist das o.k. Ich für meinen Teil, bin hyperaktiv und ich freue mich, wenn jemand beispielsweise für seine facebook-seite ein bild von mir nimmt. Allerdings… muß er einen hinweis machen, als kleine Belohnung. Wenn er ein Bild nimmt für ein cover etc., dann sind natürlich für die rechte Zahlungen nach Vereinbarungen nötig.

  32. Andreas

    In einem Netzwerk das zu verbieten was das Netzwerk im Ursprung ausmacht, gibt es nur in Deutschland. Kein Wunder das hier Bilderdienste eine 2 Firmensitz aufmachen. Hier macht das Abmahnen doch richtig Spaß. Ich spüre aber auch ein zunehmende Aggression gegen diese Art von Anwälten. Ich hoffe auf Nachbesserung der AGB von Facebook. Wenn sie schlau sind machen sie das.

  33. Marijo

    Hallo,
    das es auch sowas gibt verstehe ich nicht. Ich kann ja verstehen wenn jemand ein Foto hochlädt und er es kopiert das es nicht darf, aber man sollte den Besitzer dieser Seite Fragen ob man die in eine Webseite einfügen darf. Das ist doch ok. Oder? Meiner Meinung ist das Übertrieben. ABer gut! Interessanter Artikel!

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