{"id":51970,"date":"2020-03-04T19:29:49","date_gmt":"2020-03-04T18:29:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=51970"},"modified":"2020-11-06T21:02:19","modified_gmt":"2020-11-06T19:02:19","slug":"krypto-unternehmen-geht-gegen-bafin-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/zh-hans\/magazin\/pressemitteilungen\/krypto-unternehmen-geht-gegen-bafin-vor\/","title":{"rendered":"Krypto-Unternehmen geht mit LHR erfolgreich gegen BaFin-Meldung vor"},"content":{"rendered":"<p><i><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-51985\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Krypto-Bafin-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"512\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Krypto-Bafin-1.jpg 1024w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Krypto-Bafin-1-708x354.jpg 708w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Krypto-Bafin-1-620x310.jpg 620w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Krypto-Bafin-1-354x177.jpg 354w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Krypto-Bafin-1-768x384.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><br \/>\nDie Bundesanstalt f\u00fcr\u00a0Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine zun\u00e4chst unter der Rubrik \u201cUnerlaubte Gesch\u00e4fte\u201d\u00a0ver\u00f6ffentlichte, rechtswidrige\u00a0Meldung \u00fcber ein\u00a0Krypto-Unternehmen auf Betreiben von LHR gel\u00f6scht. Schadensersatzanspr\u00fcche\u00a0werden zurzeit\u00a0gepr\u00fcft.<\/i><\/p>\n<h2>Gleich hinter Bitcoin f\u00e4ngt der Wilde Westen an<\/h2>\n<p>Aus unserer anwaltlichen Beratungspraxis wissen wir, dass Beteiligte an Kryptogesch\u00e4ftsmodellen h\u00e4ufig zu Unrecht ins Visier von mehr oder weniger seri\u00f6sen Journalisten oder sonstigen \u201eMahnern\u201c mit eigenen,\u00a0dubiosen Interessen\u00a0geraten.\u00a0Manchmal gelingt es diesen dubiosen Akteuren sogar, die zust\u00e4ndigen Aufsichtsbeh\u00f6rden, wie zum\u00a0Beispiel\u00a0die\u00a0Bundesanstalt f\u00fcr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit unzutreffenden Informationen zu f\u00fcttern und damit zu ihrerseits rechtswidrigen Ma\u00dfnahmen oder Meldungen zu bewegen.<\/p>\n<p>Genau so erging es einem Unternehmen, das zu dem Zweck gegr\u00fcndet worden war, den Betrieb bzw. das Angebot bestimmter Krypto-Dienstleistungen und -produkte ins Leben zu rufen und unter ihrem Dach international zu organisieren. Kurze Zeit, nachdem das Unternehmen seinen Markteintrtitt angek\u00fcndigt hatte, begannen ein Konkurrent, einige kryptoaffine Newsportale und ein selbst ernannter &#8220;Fachjournalist&#8221; damit, das Vorhaben \u00f6ffentlich zu diskreditieren. Zus\u00e4tzlich wurden es bei den entsprechenden Aufsichtsbeh\u00f6rden, insbesondere bei der BaFin mit \u2013 wie sich sp\u00e4ter herausstellte \u2013 Falschbehauptungen angeschw\u00e4rzt.<\/p>\n<h2>BaFin ver\u00f6ffentlicht rechtswidrige Meldung<\/h2>\n<p>Die Beh\u00f6rde hatte auf ihrer Internetseite daraufhin \u00f6ffentlich behauptet, dass das besagte Unternehmen kein nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/KWG\/32.html\" title=\"&sect; 32 KWG: Erlaubnis\">\u00a7 32 KWG<\/a> und \u00a7 10 ZAG zugelassenes Institut sei und keine Erlaubnis zum Betreiben dieser Gesch\u00e4fte in der Bundesrepublik Deutschland habe. Die BaFin hatte daf\u00fcr jedoch keine Rechtsgrundlage. Sie hatte das Unternehmen auch nicht, wozu sie verpflichtet gewesen w\u00e4re, vorher ordnungsgem\u00e4\u00df angeh\u00f6rt. Die auf den ersten Blick unscheinbare Meldung war Wasser auf die M\u00fchlen der oben erw\u00e4hnten &#8220;Kritiker&#8221;, deren perfider Plan damit aufging. Die Meldung konnten sie n\u00e4mlich als Aufh\u00e4nger f\u00fcr weitere klicktr\u00e4chtige &#8220;Berichterstattung&#8221; nutzen: Man hatte ja immer schon davor gewarnt. Jetzt also auch die BaFin!<\/p>\n<h2>BaFin kommt gerichtlicher Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt durch L\u00f6schung zuvor<\/h2>\n<p>Das betroffene Unternehmen hat daher mit Unterst\u00fctzung von LHR beim Verwaltungsgericht Frankfurt gegen die BaFin Klage auf Entfernung der Meldung eingereicht und einen Antrag auf einstweilige Anordnung gestellt (VG Frankfurt, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=7%20L%20452\/20\" title=\"VG Frankfurt\/Main, 11.05.2020 - 7 L 452\/20: Krypto-Unternehmen geht erfolgreich gegen BaFin-Mel...\">7 L 452\/20<\/a>. F). Die BaFin hat die Meldung unter dem Druck der gerichtlichen Schritte daraufhin umgehend gel\u00f6scht. Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts in der Sache, die die Verantwortlichen der Unternehmeung aufgrund ihrer klarstellenden Wirkung sehr begr\u00fc\u00dft h\u00e4tten, hat die BaFin mit ihrem Schritt damit voraussichtlich leider verhindert.<\/p>\n<p>Der Verfahrensakte ist zu entnehmen, dass die rechtswidrige BaFin-Meldung auf bewusst unwahre Behauptungen der oben genannten &#8220;Kritiker&#8221; zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<div class=\"box \"><div class=\"box__content\">\n<h3><strong>LHR hat Banken, Emissionsh\u00e4user und Produktentwickler des Kapitalmarkts bereits in \u00fcber 300 F\u00e4llen erfolgreich vertreten<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/lhr-erwirkt-einstweilige-verfuegung-gegen-anlegerschutzkanzlei-wegen-falscher-pressemitteilung\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Westentasche.jpg\" alt=\"Anwalt Reputationsmanagement\" width=\"193\" height=\"128\" \/><\/a>Wir haben in den letzten Jahren f\u00fcr unsere Mandanten weit \u00fcber 300 Verfahren gegen Initiatoren rechtswidriger\u00a0Berichterstattung, unter denen sich nicht nur unseri\u00f6se Medien, sondern unter anderem auch die Stiftung Warentest, die Suchmaschine Google sowie auch zahlreiche Kollegen befanden, gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/lhr-erwirkt-einstweilige-verfuegung-gegen-anlegerschutzkanzlei-wegen-falscher-pressemitteilung\">Details dazu hier<\/a>.\u00a0<\/div><\/div>\n<p>Neben den Unterlassungsanspr\u00fcchen bestehen umfangreiche Schadensersatzanspr\u00fcche, deren H\u00f6he das Unternehmen naturgem\u00e4\u00df noch nicht genau bestimmen kann, die aufgrund der Schwere der Vorw\u00fcrfe jedoch erheblich sein werden.<\/p>\n<p>Rechtsanwalt Arno Lampmann von der Kanzlei LHR:<\/p>\n<blockquote><p>Was viele nicht wissen und von den zust\u00e4ndigen Beamten offenbar oft \u00fcbersehen wird: Die BaFin ist als Beh\u00f6rde an Recht und Gesetz gebunden. Sie darf nur das tun, was ihr vom Gesetz explizit erlaubt wird. Diffuse \u00f6ffentliche \u00a0(&#8220;Warn&#8221;-)Meldungen \u2013 insbesondere ohne Einhaltung des Verwaltunsgrechtswegs geh\u00f6ren \u2013 grunds\u00e4tzlich nicht dazu.<\/p><\/blockquote>\n<h2>UPDATE 20.5.2020<\/h2>\n<ul>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/pressemitteilungen\/bafin-muss-meldung-loeschen\/\">Verwaltungsgericht Frankfurt: BaFin muss \u201eWarnmeldung\u201c l\u00f6schen<\/a><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<h2>UPDATE 27.10.2020<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/pressemitteilungen\/rechtswidrige-meldung-bafin-muss-kosten-tragen\/\"><strong>VG Frankfurt entscheidet in der Hauptsache: BaFin-Meldung war rechtswidrig<\/strong><\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesanstalt f\u00fcr\u00a0Finanzdienstleistungsaufsicht (Ba [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":51985,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_yoast_wpseo_focuskw":"","_yoast_wpseo_title":"","_yoast_wpseo_metadesc":"","footnotes":""},"categories":[13,1156],"tags":[1083,1884],"class_list":["post-51970","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht","category-pressemitteilungen","tag-verdachtsberichterstattung","tag-spiegel","topic_category-medienrecht-persoenlichkeitsrecht","topic_category-reputationsmanagement"],"acf":[],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51970","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=51970"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51970\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/media\/51985"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=51970"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=51970"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/zh-hans\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=51970"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}