{"id":18076,"date":"2013-06-05T14:09:31","date_gmt":"2013-06-05T13:09:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=18076"},"modified":"2017-04-07T11:17:01","modified_gmt":"2017-04-07T10:17:01","slug":"lhr-erwirkt-gerichtliches-verbot-gewerbeauskunft-zentrale-gwe-darf-mandanten-nicht-mehr-anschreiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/zh-hans\/magazin\/lhr-erwirkt-gerichtliches-verbot-gewerbeauskunft-zentrale-gwe-darf-mandanten-nicht-mehr-anschreiben\/","title":{"rendered":"LHR erwirkt gerichtliches Verbot: Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE) darf Mandanten nicht mehr anschreiben"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-18092\" title=\"Hier werden keine Briefe mehr versendet!\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Stopschild.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Stopschild.jpg 150w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Stopschild-44x44.jpg 44w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Stopschild-90x90.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Die Probleme rund um die GWE-Wirtschaftsinformations GmbH sind den meisten Unternehmern bekannt. Die GWE Wirtschaftsinformations GmbH, besser bekannt unter \u201eGewerbeauskunft-Zentrale\u201c, versendet Anschreiben an Unternehmen und bittet um Erg\u00e4nzung bzw. Korrektur der angegebenen Daten und um eine best\u00e4tigende Unterschrift.<\/p>\n<p><strong>Gewerbeauskunft-Zentrale \u2260 Gewerberegister<\/strong><\/p>\n<p>Das Schreiben unter der Kopfzeile \u201eGewerbeauskunft-Zentrale\u201c erweckt den Eindruck, es sei von einer im \u00f6ffentlichen Interesse t\u00e4tigen Stelle versendet worden. Der Ausdruck \u201eGewerbeauskunft-Zentrale\u201c wird von einem durchschnittlicher aufmerksamen Leser falsch wahrgenommen. Er assoziiert den Begriff \u201eGewerbeauskunft-Zentrale\u201c mit \u201eGewerberegister\u201c und f\u00e4llt aufgrund dieser Fehlvorstellung h\u00e4ufig auf ein teures kostenpflichtiges Angebot herein.<\/p>\n<p><strong>Versenden von Erfassungsb\u00f6gen ist mehr als eine blo\u00dfe L\u00e4stigkeit<\/strong><\/p>\n<p>So ist es auch unserer Mandantschaft ergangen. Unsere Mandantin betreibt neben einer Unternehmenszentrale zahlreiche Filialen im ganzen Bundesgebiet. Die Gewerbeauskunft-Zentrale hat nicht nur die Unternehmenszentrale angeschrieben sondern auch die einzelnen Filialen. Und genau in den Filialen passierten die Fehler. Die zust\u00e4ndigen Mitarbeiter erkannten den wahren Charakter der \u201eGewerbeauskunft-Zentrale\u201c nicht, f\u00fcllten den Bogen aus und steckten prompt in der Falle. Nachdem die Gewerbeauskunft-Zentrale in mehreren F\u00e4llen Geldbetr\u00e4ge forderte wandten sich die verunsicherten Filialmitarbeiter an die Unternehmenszentrale und fragten um Rat.<\/p>\n<p>Damit der ganze Spuk dauerhaft ein Ende hat wurde die Gewerbeauskunft-Zentrale in Form der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH kurzerhand aufgefordert, es zu unterlassen, die \u201eErfassungsb\u00f6gen\u201c an unsere Mandantschaft zu versenden. Au\u00dfergerichtlich war die Gewerbeauskunft-Zentrale hierzu nicht bereit, so dass die Angelegenheit vor dem Landgericht D\u00fcsseldorf ausgefochten wurde. Wir haben mit unserer Auffassung Recht bekommen, dass bereits die Zusendung der Schreiben unzul\u00e4ssig und zu verbieten ist.<\/p>\n<p><strong>LG D\u00fcsseldorf schiebt der Gewerbeauskunft-Zentrale einen Riegel vor<\/strong><\/p>\n<p>Das LG D\u00fcsseldorf (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=16%20O%20176\/12\" title=\"LG D&uuml;sseldorf, 20.09.2012 - 16 O 176\/12: Unterlassungsanspruch gegen ein Anschreiben f&uuml;r eine I...\">16 O 176\/12<\/a>) hat in dem Verfahren gegen die GWE-Wirtschaftsinformations GmbH am 20.09.2012 entschieden, dass diese es<\/p>\n<blockquote><p>bei Meidung eines f\u00fcr jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes bis zu 250.000,00 \u20ac, ersatzweise Ordnungshaft, oder Ordnungshaft bis zu 6 Monaten zu unterlassen (habe), die Kl\u00e4gerin an ihrem Hauptsitzt und\/oder ihren Filialen beziehungsweise Niederlassungen gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfig anzuschreiben, um Informationen zum Zwecke der Verwendung in einer Registerdatenbank abzufragen und\/oder abzugleichen, sie best\u00e4tigen zu lassen, diesbez\u00fcglich Angebote zu unterbreiten und\/oder die aufgef\u00fchrten Handlungen einzeln und\/oder miteinander verbunden durch Dritte vornehmen zu lassen, soweit keine Einwilligung der Kl\u00e4gerin vorliegt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Urteil ist rechtskr\u00e4ftig. Wir freuen uns, unsere Mandantschaft in diesem Fall von einer echten Plage befreit zu haben. (ro)<\/p>\n<p><strong>Nachtrag:<\/strong><\/p>\n<p>Am 06.06.2013 erreichte uns der Anruf eines r\u00fcstigen 82-j\u00e4hrigen Herrn der berichtete, bereits zwei Schreiben der Gewerbeauskunft-Zentrale erhalten zu haben. Er ist erbost, dass sich die Schreiben nicht nur an Unternehmer sondern anscheinend auch an \u00e4ltere Personen richten, die mit den &#8220;Erfassungsb\u00f6gen&#8221; schlicht und ergreifend \u00fcberfordert sind. Wir bedanken uns f\u00fcr diesen Hinweis und k\u00f6nnen seinen Zorn sehr gut nachvollziehen.<\/p>\n<p>(Bild: \u00a9 WoGi &#8211; Fotolia.com)<!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Probleme rund um die GWE-Wirtschaftsinformations Gm [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":18092,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_yoast_wpseo_focuskw":"","_yoast_wpseo_title":"Gewerbeauskunft-Zentrale wird Versenden von Briefen verboten","_yoast_wpseo_metadesc":"Sie m\u00f6chten keine Briefe mehr von der Gewerbeauskunft-Zentrale erhalten. 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