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Aus Teilen von Reisswolf wird Documentus

© Eisenhans – Fotolia.com

Notwendiges und ärgerliches Übel oder Chance? Die Marke „Reisswolf“ stand und steht in Deutschland für den Marktführer in Sachen Aktenvernichtung.

Teile der Unternehmenskette wagen aus gutem Grund die Neufirmierung unter „Documentus“ mit neuem Logo und moderner Corporate Identity. Nicht nur weil der alte Name nicht mehr gefällt oder in neuen Konzeptionen stört sondern auch weil die Marke „Reisswolf“ lediglich lizenziert war.

Lizenzverträge liefen aus und nach Angaben des Geschäftsführers ist das Unternehmen längst über die analoge Welt des Reisswolfs hinaus- und in die digitale Datenschutzorganisation mit datenschutzkonformer Aktenvernichtung hineingewachsen.

Beispiel für eine sprechende Marke

Birgt Rosenbaum, Fachanwältin für gewerblichen Rechtsschutz und Partnerin bei LHR – Kanzlei für Marken, Medien, Reputation: „Reisswolf ist ein wunderbares Beispiel für eine sprechende Marke. Jeder hat eine Vorstellung, welche Leistungen „Reisswolf“ anbietet.

Symbolik aus analoger Zeit

Dieser Vorteil der Marke ist gleichzeitig ihr größter Nachteil. Reisswolf impliziert tatsächlich ein Leistungsangebot ausschließlich im analogen Bereich. Vor diesem Hintergrund ist der Namenswechsel sinnvoll und nachvollziehbar. An diesem Beispiel kann man jedoch auch erkennen, dass Lizenznehmer unwägbaren Risiken ausgesetzt sind, wenn sie bei der Nutzung von Marken vom Wohl und Wehe des Markeninhaber abhängig sind. “

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