Wenn Strafrechtler Rechtsprechung nicht mehr erklären können…

…ist das eigentlich nicht bemerkenswert und auch gar nicht schlimm, wenn es sich dabei um solche handelt, die sich nicht mit Strafrecht befasst.

Ich würde nie auf die Idee kommen, mich bei meiner Spezialisierung zum gewerblichen Rechtsschutz zu einem Kommentar einer strafrechtlichen Entscheidung hinreissen zu lassen oder gar der Vorstellung zu verfallen, ich müsste alle Juristen für unzurechnungsfähig erklären, wenn ich einmal nicht alles verstehe. Dies sogar dann, wenn zum Beispiel der dem strafrechtlichen Urteil zugrunde liegende Diebstahl an einem Apple-iPod begangen wurde. Obwohl ich auch selbst einen habe und mich damit total gut auskenne!

Anders denkt darüber offenbar der Kollege Nebgen, wenn es um eine markenrechtliche Entscheidung (EiPott gegen iPod) geht.

Die “Fassungslosigkeit” der Strafrechtler mit MP3-Player Laien ob der Entscheidung des Spezialsenats des OLG Hamburg können wir vielleicht mit diesem Beitrag lindern.

Update: Der Volltext der Entscheidung ist hier abrufbar.

Update 2: Die Grundpfeiler des Rechtsstaats wanken: Der Kollege Nebgen versteht eine weitere Entscheidung aus dem gewerblichen Rechtsschutz  nicht! ;-) (la)

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12 Antworten auf „Wenn Strafrechtler Rechtsprechung nicht mehr erklären können…“

  1. Die Selbstgefälligkeit, mit der Sie anderen Volljuristen das Recht absprechen, sich zu bestimmten Rechtsgebieten zu äußern, ist bemerkenswert.

    P.S.: Ihr Beitrag bringt da leider auch keinerlei Milderung.

  2. Lampmann, Haberkamm & Rosenbaum sagt:

    @Nebgen:
    Aus Ihren unterhaltsamen Blogbeiträgen hätte ich eigentlich gefolgert, dass Sie das Ganze mit mehr Gelassenheit nehmen. Sie müssen zugeben, dass Sie sich da mit “nicht mehr erklären”, “plem plem”, “lacht einfach nur” und so weiter ganz schön weit rauslehnen. Mache ich in meinen Beiträgen ja auch manchmal. Aber dann wundere ich mich auch nicht über gleichstarken Gegenwind. Also bitte: Nicht falsch verstehen und weiter so bloggen!

  3. cledrera sagt:

    soso, Ottonormalverbraucher könnte also denken, der EiPott käme von Apple und würde Musik machen. Bluetooth ist ja auch die schärfste Konkurrenz des weißen Hais.
    Abgesehen davon: Spezialsenat des OLG Hamburg?
    Die haben einen Senat für Spezialrecht?

    Ich bin tief beeindruckt.

  4. Dr. Holger Hugo sagt:

    Herr Nebgen ist eine Lachnummer und das nach eigener Angabe mit Prädikatsexamen. Naja, wer’s glaubt!

  5. Schmitz sagt:

    Abgesehen davon, dass die Selbstgefälligkeit mit der Hr. Nebgen die Entscheidung eines fachfremden Oberlandesgerichtes, also mehrerer Volljuristen, beschämend und plemplem findet auch bemerkenswert ist.

    Wie schon gesagt, dann muss man das Spiel auch komplett mitspielen.

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