{"id":99,"date":"2007-01-26T10:52:00","date_gmt":"2007-01-26T08:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/wordpress\/?p=99"},"modified":"2007-01-26T10:52:00","modified_gmt":"2007-01-26T08:52:00","slug":"lg-mannheim-w-lan-betreiber-haftet-nicht-fur-eigene-volljahrige-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/lg-mannheim-w-lan-betreiber-haftet-nicht-fur-eigene-volljahrige-kinder\/","title":{"rendered":"LG Mannheim: W-LAN-Betreiber haftet nicht f\u00fcr eigene vollj\u00e4hrige Kinder"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify\">Das Urteil des <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/urheberrecht\/91\/5\/3\"><span style=\"font-weight: bold\">LG Hamburg<\/span><\/a> zur St\u00f6rerhaftung von Betreibern von offenen W-LAN hat in der Internet- und Blogger-Szene f\u00fcr kr\u00e4ftigen Wirbel gesorgt. Viele sahen die &#8220;<a href=\"http:\/\/www.law-blog.de\/323\/wlan-ungesichert-stoererhaftung\/\"><span style=\"font-weight: bold\">B\u00fcchse der Pandora<\/span><\/a>&#8221; ge\u00f6ffnet oder hatten den drahtlosen Weltuntergang vor Augen.<\/div>\n<p>Jetzt stellte das <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/urheberrecht\/129\/5\/3\"><span style=\"font-weight: bold\">LG Mannheim<\/span><\/a> an einem \u00e4hnlichen Sachverhalt klar, dass eine St\u00f6rerhaftung dort ihre Grenze findet, wor ein Dritter als T\u00e4ter feststeht und dem Betreiber eines Internetanschlusses kein Versto\u00df gegen Pr\u00fcfungspflichten vorzuwerfen ist.<\/p>\n<p>Im Fall des <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/urheberrecht\/91\/5\/3\"><span style=\"font-weight: bold\">LG Hamburg<\/span><\/a> hatte die beklagte Partei in vermeintlich geschickter Weise (aber letztendlich \u00e4usserst d\u00e4mlich) vorgetragen, sie wisse nicht, wer f\u00fcr die Rechtsverletzungen in Frage komme, da es faktisch jeder gewesen sein k\u00f6nne, da das W-LAN v\u00f6llig ungesichert betrtieben werde.<\/p>\n<p>Im hier vorliegenden Fall stand der T\u00e4ter der Urhebrrechtsverletzung in Person des Sohns des Anschlussinhabers fest. Da dieser vollj\u00e4hrig war und \u00fcber Computerkenntnisse verf\u00fcgte, sah das Gericht keine Verpflichtung der Eltern, den Sohn st\u00e4ndig im Hinblick auf die Internetnutzung hin zu kontrollieren:<\/p>\n<blockquote style=\"font-style: italic\"><p>Soweit &#8211; wie im Streitfall &#8211; ein Anschlussinhaber den Anschluss Familienangeh\u00f6rigen und insbesondere seinen Kindern zur Verf\u00fcgung stellt, beruht die Er\u00f6ffnung des Zugangs zum Internet auf dem famili\u00e4ren Verbund. Pr\u00fcfungs- und \u00dcberwachungspflichten sind nur insoweit anzunehmen, als diese im Rahmen der Erziehung von Kindern in Abh\u00e4ngigkeit von deren Alter auch auf anderen Bet\u00e4tigungsfeldern notwendig ist.<\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Fazit:<\/span><br \/>\nDie Mahner und Warner k\u00f6nnen die Pandorab\u00fcchse im Regal lassen und auch die Internet-Apokalypse abblasen. Die St\u00f6rerhaftung ist und bleibt &#8211; ordnungsgem\u00e4\u00df angewandt &#8211; ein taugliches Mittel, um f\u00fcr Recht und Ordnung zu sorgen. Denn nur, wer sich jeglicher Verantwortung entzieht, kann sich nicht darauf berufen, er habe von nichts gewusst. Geht es allerdings um einen eingrenzbaren Kreis von Presonen, wie der eigenen Familie, besteht kein Grund f\u00fcr eine &#8220;Sippenhaft&#8221;(la) <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/urheberrecht\/129\/5\/3\"><span style=\"font-weight: bold\">zum Urteil<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Urteil des LG Hamburg zur St\u00f6rerhaftung von Betreibern von offenen W-LAN hat in der Internet- und Blogger-Szene f\u00fcr kr\u00e4ftigen Wirbel gesorgt. Viele sahen die &#8220;B\u00fcchse der Pandora&#8221; ge\u00f6ffnet oder hatten den drahtlosen Weltuntergang vor Augen. 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