{"id":9419,"date":"2012-01-03T07:20:24","date_gmt":"2012-01-03T05:20:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=9419"},"modified":"2017-04-07T12:13:53","modified_gmt":"2017-04-07T11:13:53","slug":"ab-mai-2012-gilt-neue-eu-verordnung-zur-textil-kennzeichnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/ab-mai-2012-gilt-neue-eu-verordnung-zur-textil-kennzeichnung\/","title":{"rendered":"Ab Mai 2012 gilt neue EU-Verordnung zur Textil-Kennzeichnung"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"echte Baumwolle oder Polyester?\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/bikini.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Online-H\u00e4ndler m\u00fcssen bereits jetzt bei Kleidungsst\u00fccken, die aus Textilien hergestellt sind, die Vorgaben des <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/textilkennzg\/BJNR002790969.html\">Textilkennzeichnungsgesetzes<\/a> beachten: Sie d\u00fcrfen Textilerzeugnisse nur dann \u00fcber das\u00a0 Internet anbieten, wenn sie diese mit einer detailliert gehaltenen Angabe \u00fcber Art und Gewichtsanteile der verwendeten textilen Rohstoffe versehen haben, z.B. \u201e100 % Baumwolle\u201c, vgl. \u00a7 1 Abs. 1 TextilKG.<\/p>\n<p>Diese Kennzeichungspflichten sind also nichts neues, die Rechtslage \u00e4ndert sich jedoch bald. Ab dem 08.05.2012 gilt die \u201e<a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:272:0001:0064:DE:PDF\" target=\"_blank\">Verordnung (EU) Nr. 1007\/2011<\/a> vom 27. September 2011 \u00fcber die Bezeichnungen von Textilfasern und die damit zusammenh\u00e4ngende Etikettierung und Kennzeichnung der Faserzusammensetzung von Textilerzeugnissen\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr welche Textilerzeugnisse dieser Verordnung gilt, ergibt sich aus ihrem Art. 2. Die Verordnung gilt demnach f\u00fcr Textilerzeugnisse, aber auch f\u00fcr Erzeugnisse, die wie Textilerzeugnisse behandlet werden, z. B.\u00a0 Erzeugnisse mit einem Gewichtsanteil an Textilfasern von mindestens 80 %.\u00a0 Nach Art. 16 der Verordnung sind deren Vorgaben auch bei der Werbung im Internet zu beachten:<\/p>\n<blockquote><p>\u00a0&#8220;Wird ein Textilerzeugnis auf dem Markt bereitgestellt, so \u00a0werden die in den Artikeln 5, 7, 8 und 9 genannten Beschreibungen der Textilfaserzusammensetzung in Katalogen, in Prospekten, auf Verpackungen, Etiketten und Kennzeichnungen in einer Weise angegeben, dass sie leicht lesbar, sichtbar und deutlich erkennbar sind, sowie in einem Schriftbild, das in Bezug auf Schriftgr\u00f6\u00dfe, Stil und Schriftart einheitlich ist. Diese Informationen m\u00fcssen f\u00fcr Verbraucher vor dem Kauf deutlich sichtbar sein;<\/p>\n<p>dies gilt auch f\u00fcr F\u00e4lle, in denen der Kauf auf elektronischem Wege erfolgt.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Wer Textilien bewirbt, muss die in Artikeln 5, 7, 8 und 9 genannten Beschreibungen verwenden. Wie das dem\u00e4chst veraltete deutsche Textilkennzeichnungsgesetz hat auch die neue EU-Verordnung eine &#8220;Anlage I&#8221;, die die Beschreibungen auflistet.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Vorschriften des heutigen Textilkennzeichnungsgesetzes gelten nach verschiedenen Gerichtsurteilen auch als verbrauchersch\u00fctze Normen, deren Verletzung wettbewerbswidrig sein kann. Nach Art. 28 der Verordnung gilt diese ab dem 8. Mai 2012. Noch bleibt genug Zeit, die eigenen Angebote der neuen Rechtslage anzupassen. (ca)<\/p>\n<p align=\"left\">(Bild: \u00a9 Khorzhevska &#8211; Fotolia.com)<\/p>\n<p><!--:--><!--:en--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"echte Baumwolle oder Polyester?\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/bikini.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p> Online-H\u00e4ndler m\u00fcssen bereits jetzt bei Kleidungsst\u00fccken, die aus Textilien hergestellt sind, die Vorgaben des <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/textilkennzg\/BJNR002790969.html\">Textilkennzeichnungsgesetzes<\/a> beachten: Sie d\u00fcrfen Textilerzeugnisse nur dann \u00fcber das  Internet anbieten, wenn sie diese mit einer detailliert gehaltenen Angabe \u00fcber Art und Gewichtsanteile der verwendeten textilen Rohstoffe versehen haben, z.B. \u201e100 % Baumwolle\u201c, vgl. \u00a7 1 Abs. 1 TextilKG.<\/p>\n<p>Diese Kennzeichungspflichten sind also nichts neues, die Rechtslage \u00e4ndert sich jedoch bald. Ab dem 08.05.2012 gilt die \u201e<a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:272:0001:0064:DE:PDF\" target=\"_blank\">Verordnung (EU) Nr. 1007\/2011<\/a> vom 27. September 2011 \u00fcber die Bezeichnungen von Textilfasern und die damit zusammenh\u00e4ngende Etikettierung und Kennzeichnung der Faserzusammensetzung von Textilerzeugnissen\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr welche Textilerzeugnisse dieser Verordnung gilt, ergibt sich aus ihrem Art. 2. Die Verordnung gilt demnach f\u00fcr Textilerzeugnisse, aber auch f\u00fcr Erzeugnisse, die wie Textilerzeugnisse behandlet werden, z. B.  Erzeugnisse mit einem Gewichtsanteil an Textilfasern von mindestens 80 %.  Nach Art. 16 der Verordnung sind deren Vorgaben auch bei der Werbung im Internet zu beachten:<\/p>\n<blockquote>\n<p> &#8220;Wird ein Textilerzeugnis auf dem Markt bereitgestellt, so  werden die in den Artikeln 5, 7, 8 und 9 genannten Beschreibungen der Textilfaserzusammensetzung in Katalogen, in Prospekten, auf Verpackungen, Etiketten und Kennzeichnungen in einer Weise angegeben, dass sie leicht lesbar, sichtbar und deutlich erkennbar sind, sowie in einem Schriftbild, das in Bezug auf Schriftgr\u00f6\u00dfe, Stil und Schriftart einheitlich ist. Diese Informationen m\u00fcssen f\u00fcr Verbraucher vor dem Kauf deutlich sichtbar sein;<\/p>\n<p>dies gilt auch f\u00fcr F\u00e4lle, in denen der Kauf auf elektronischem Wege erfolgt.&#8221;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Wer Textilien bewirbt, muss die in Artikeln 5, 7, 8 und 9 genannten Beschreibungen verwenden. Wie das dem\u00e4chst veraltete deutsche Textilkennzeichnungsgesetz hat auch die neue EU-Verordnung eine &#8220;Anlage I&#8221;, die die Beschreibungen auflistet.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Vorschriften des heutigen Textilkennzeichnungsgesetzes gelten nach verschiedenen Gerichtsurteilen auch als verbrauchersch\u00fctze Normen, deren Verletzung wettbewerbswidrig sein kann. Nach Art. 28 der Verordnung gilt diese ab dem 8. Mai 2012. Noch bleibt genug Zeit, die eigenen Angebote der neuen Rechtslage anzupassen. 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