{"id":9374,"date":"2011-12-29T07:43:54","date_gmt":"2011-12-29T05:43:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=9374"},"modified":"2017-04-07T12:14:24","modified_gmt":"2017-04-07T11:14:24","slug":"da-staunt-so-mancher-blogger-auch-streaming-kann-strafbar-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/da-staunt-so-mancher-blogger-auch-streaming-kann-strafbar-sein\/","title":{"rendered":"Da staunt so mancher Blogger: Auch Streaming kann strafbar sein"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"Leisten verschiedener Gr\u00f6\u00dfen und Formen\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/gallery\/vpv\/leisten_0.jpg\" alt=\"Leisten verschiedener Gr\u00f6\u00dfen und Formen\" \/>Zurzeit sorgt die \u00c4u\u00dferung eines Richters am Amtsgericht Leipzig f\u00fcr Aufregung in der Blogosph\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Stein des Ansto\u00dfes ist eine Bemerkung in der m\u00fcndlichen Begr\u00fcndung des Urteils, mit dem ein Mann zu drei Jahren und f\u00fcnf Monaten Haft\u00a0 in Bezug mit dem Betrieb des ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Portals Kino.to verurteilt wurde. <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/urheberrecht\/haftstrafe-fur-kino-to-streamer-%E2%80%93-kein-hartes-urteil\" target=\"_blank\">Wir berichteten.<\/a><\/p>\n<p>Wie die S\u00fcddeutsche Zeitung <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/richter-im-kinoto-verfahren-nutzen-illegaler-streams-ist-strafbar-1.1244518\" target=\"_blank\">berichtet<\/a>, vertritt Amtsrichter Mathias Winderlich die Auffassung, dass jemand, der illegale Streamings nutze, sich strafbar mache.<\/p>\n<p>An einigen Stellen im Netz wird zum Beispiel <a href=\"http:\/\/www.lawblog.de\/index.php\/archives\/2011\/12\/27\/die-strafbarkeit-der-nutzer-von-kino-to\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.kanzlei-hoenig.de\/2011\/4-millionen-neue-mandanten-taeglich\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> &#8211; kurioserweise ausgerechnet durch Strafrechtler &#8211; fast schon h\u00f6hnisch wie zum Beispiel unter der \u00dcberschrift <a href=\"http:\/\/www.kanzlei-hoenig.de\/2011\/4-millionen-neue-mandanten-taeglich\/\" target=\"_blank\">&#8220;4 Millionen neue Mandanten t\u00e4glich&#8221;<\/a> vertreten, dass diese Behauptung abwegig sei bzw. eine eigenwillige Interpretation der Rechtslage darstelle.<\/p>\n<p>Dankenswerterweise haben bereits einige Autoren in den entsprechenden Kommentaren zu den Artikeln zurecht ihr Unverst\u00e4ndnis dar\u00fcber zum Ausdruck gebracht, weshalb es so fern liegend sein soll, dass das Streamen von rechtswidrig bereitgehaltenen Inhalten nicht auch (urheberrechts-)rechtswidrig bzw. strafbar ist.<\/p>\n<p>Entgegen dem erweckten Eindruck befindet sich der Richter am Amtsgericht Leipzig mit seiner Aussage, die zwar im Detail die urheberrechtliche Rechtslage nicht ganz zutreffend wiedergibt, n\u00e4mlich in bester Gesellschaft mit seiner Meinung. <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/urheberrecht\/noch-einmal-kino-to-und-urherberrechtsverletzungen\" target=\"_blank\">Bereits im Juni 2011 hatten wir darauf hingewiesen<\/a>, das unter Juristen heftiger Streit herrscht, ob das Betrachten von Werken im Wege des Streamings strafbar sein kann oder nicht. V\u00f6llig abwegig ist die Annahme einer Strafbarkeit daher jedenfalls nicht.<\/p>\n<p>Umso \u00e4rgerlicher ist es daher , dass sich bloggende Juristen zu der Aussage versteigen, dies sei &#8211; sinngem\u00e4\u00df &#8211; alles Quatsch. Nicht zuletzt, weil solche \u00c4u\u00dferungen die Beratungst\u00e4tigkeit von auf das Rechtsgebiet spezialisierten Anw\u00e4lten nicht unerheblich erschwert.<\/p>\n<p>Da sind mir Strafrechtler, die zugeben, dass sie <a href=\"..\/lbr-blog\/2010\/08\/wenn-strafrechtler-rechtsprechung-nicht-mehr-erklaren-konnen\/\" target=\"_blank\">Rechtsprechung nicht mehr erkl\u00e4ren k\u00f6nnen<\/a> deutlich lieber. (la)<!--:--><!--:en--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"Leisten verschiedener Gr\u00f6\u00dfen und Formen\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/gallery\/vpv\/leisten_0.jpg\" alt=\"Leisten verschiedener Gr\u00f6\u00dfen und Formen\" \/>Zurzeit sorgt die \u00c4u\u00dferung eines Richters am Amtsgericht Leipzig f\u00fcr Aufregung in der Blogosph\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Stein des Ansto\u00dfes ist eine Bemerkung in der m\u00fcndlichen Begr\u00fcndung des Urteils, mit dem ein Mann zu drei Jahren und f\u00fcnf Monaten Haft  in Bezug mit dem Betrieb des ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Portals Kino.to verurteilt wurde. <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/urheberrecht\/haftstrafe-fur-kino-to-streamer-%E2%80%93-kein-hartes-urteil\" target=\"_blank\">Wir berichteten.<\/a><\/p>\n<p>Wie die S\u00fcddeutsche Zeitung <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/richter-im-kinoto-verfahren-nutzen-illegaler-streams-ist-strafbar-1.1244518\" target=\"_blank\">berichtet<\/a>, vertritt Amtsrichter Mathias Winderlich die Auffassung, dass jemand, der illegale Streamings nutze, sich strafbar mache.<\/p>\n<p>An einigen Stellen im Netz wird zum Beispiel <a href=\"http:\/\/www.lawblog.de\/index.php\/archives\/2011\/12\/27\/die-strafbarkeit-der-nutzer-von-kino-to\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.kanzlei-hoenig.de\/2011\/4-millionen-neue-mandanten-taeglich\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> &#8211; kurioserweise ausgerechnet durch Strafrechtler &#8211; fast schon h\u00f6hnisch wie zum Beispiel unter der \u00dcberschrift <a href=\"http:\/\/www.kanzlei-hoenig.de\/2011\/4-millionen-neue-mandanten-taeglich\/\" target=\"_blank\">&#8220;4 Millionen neue Mandanten t\u00e4glich&#8221;<\/a> vertreten, dass diese Behauptung abwegig sei bzw. eine eigenwillige Interpretation der Rechtslage darstelle.<\/p>\n<p>Dankenswerterweise haben bereits einige Autoren in den entsprechenden Kommentaren zu den Artikeln zurecht ihr Unverst\u00e4ndnis dar\u00fcber zum Ausdruck gebracht, weshalb es so fern liegend sein soll, dass das Streamen von rechtswidrig bereitgehaltenen Inhalten nicht auch (urheberrechts-)rechtswidrig bzw. strafbar ist.<\/p>\n<p>Entgegen dem erweckten Eindruck befindet sich der Richter am Amtsgericht Leipzig mit seiner Aussage, die zwar im Detail die urheberrechtliche Rechtslage nicht ganz zutreffend wiedergibt, n\u00e4mlich in bester Gesellschaft mit seiner Meinung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/urheberrecht\/noch-einmal-kino-to-und-urherberrechtsverletzungen\" target=\"_blank\">Bereits im Juni 2011 hatten wir darauf hingewiesen<\/a>, das unter Juristen heftiger Streit herrscht, ob das Betrachten von Werken im Wege des Streamings strafbar sein kann oder nicht. V\u00f6llig abwegig ist die Annahme einer Strafbarkeit daher jedenfalls nicht.<\/p>\n<p>Umso \u00e4rgerlicher ist es daher , dass sich bloggende Juristen zu der Aussage versteigen, dies sei &#8211; sinngem\u00e4\u00df &#8211; alles Quatsch. Nicht zuletzt, weil solche \u00c4u\u00dferungen die Beratungst\u00e4tigkeit von auf das Rechtsgebiet spezialisierten Anw\u00e4lten nicht unerheblich erschwert.<\/p>\n<p>Da sind mir Strafrechtler, die zugeben, dass sie <a href=\"..\/lbr-blog\/2010\/08\/wenn-strafrechtler-rechtsprechung-nicht-mehr-erklaren-konnen\/\" target=\"_blank\">Rechtsprechung nicht mehr erkl\u00e4ren k\u00f6nnen<\/a> deutlich lieber. (la)<\/p>\n<p><!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zurzeit sorgt die \u00c4u\u00dferung eines Richters am Amtsgericht Leipzig f\u00fcr Aufregung in der Blogosph\u00e4re. 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