{"id":9281,"date":"2011-12-23T08:30:12","date_gmt":"2011-12-23T06:30:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=9281"},"modified":"2017-04-07T12:15:04","modified_gmt":"2017-04-07T11:15:04","slug":"der-urheber-des-weihnachtsmanns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/der-urheber-des-weihnachtsmanns\/","title":{"rendered":"Der Urheber des Weihnachtsmanns"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"hoffentlich sieht er nicht so aus\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Fotolia_28397695_XS-Weihnachtsmann-e1324539202867.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als weihnachtliches Schmankerl m\u00f6chte ich kurz einen juristischen Blick auf die Urheberschaft des Weihnachtsmanns werfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Viele denken dabei direkt an Coca Cola. Angeblich soll dieses Unternehmen als erstes den Weihnachtsmann in der uns heute bekannten Gestalt &#8211; dick mit wei\u00dfem Bart und roter Kleidung &#8211; beworben haben. Maler des Coca-Cola-Weihnachtsmanns von 1931 war ein Cartoonist namens Haddon Sandblom, ein Sohn skandinavischer Auswanderer. Zugegeben, er hat die Gestalt des Weihnachtsmanns gepr\u00e4gt. Doch war schon l\u00e4ngst vorher in Skandinavien die Vorstellung von einem alten Mann mit Bart bekannt, der mit einem Rentierschlitten und dicken Fellmantel inklusive Kapuze den Menschen N\u00fcsse schenkte, um sie auf die Winterzeit vorzubereiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Also ist der Weihnachtsmann von Coca-Cola gar nicht so neu, wie viele denken. Fragt sich, ob das Anziehen eines roten Mantels und die Darstellung als dicker Mann ausreicht, um eine eigene geistige Sch\u00f6pfung mit einem Ma\u00df an Sch\u00f6pfungsh\u00f6he anzunehmen oder ob es sich hierbei nur um eine Nachbildung handelt. Aber auch die Vorstellung, dass er ein dicker Mann mit roter Knubbelnase, wei\u00dfem Bart und rosigen Wangen ist, war 1931 schon in der Welt. Denn bereits 1823 wurde ein Gedicht ver\u00f6ffentlicht (Twas the Night before Christmas) in dem es hie\u00df:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">His cheeks were like roses, his nose like a cherry;<br \/>\nHis droll little mouth was drawn up like a bow,<br \/>\nAnd the beard of his chin was as white as the snow<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Gedicht nennt auch weitere Merkmale des Weihnachtsmanns, wie die Namen seiner Rentiere, seinen fliegenden Schlitten und die Art und Weise Geschenke durch den Kamin zu verteilen. Aber sogar bei diesem Gedicht ist die Urheberschaft umstritten, was auf den Umstand zur\u00fcck zu f\u00fchren ist, dass es zun\u00e4chst anonym ver\u00f6ffentlicht wurde. Einige Stimmen streiten daf\u00fcr, dass es von Clement Clarke Moore ist. Immerhin hat er es 1964 in seine Anthologie aufgenommen. Andere meinen, es stamme von Major Henry Livingston jr. Moore soll n\u00e4mlich nicht so fr\u00f6hliche Gedichte geschrieben haben. Auch die Versform soll daf\u00fcr sprechen. Insbesondere soll Moore absolut gegen das Rauchen gewesen sein und so scheint es f\u00fcr einige unlogisch, dass er den Weihnachtsmann Pfeife rauchend beschrieb. Zudem soll die Namensgebung zweier Rentiere \u201eDunder and Blixem\u201c sp\u00e4ter \u201eDonder and Blitzen\u201c darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, dass Livingston niederl\u00e4ndische Vorfahren hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Ergebnis scheitere ich daran einen Urheber feststellen zu k\u00f6nnen, gl\u00fccklicherweise ist das aber auch nicht n\u00f6tig. (jr)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Quellen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weihnachtsmann\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weihnachtsmann<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/A_Visit_from_St._Nicholas\" target=\"_blank\">http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/A_Visit_from_St._Nicholas<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">(Bild: \u00a9 oriartiste &#8211; Fotolia.com)<\/p>\n<p><!--:--><!--:en--><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"hoffentlich sieht er nicht so aus\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Fotolia_28397695_XS-Weihnachtsmann-e1324539202867.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als weihnachtlichen Schmankerl m\u00f6chte ich kurz einen juristischen Blick auf die Urheberschaft des Weihnachtsmanns werfen. Viele denken dabei direkt an Coca Cola. Angeblich soll dieses Unternehmen als erstes den Weihnachtsmann in der uns heute bekannten Gestalt -dick mit wei\u00dfem Bart und roter Kleidung- beworben haben. Maler des Coca-Cola-Weihnachtsmanns von 1931 war ein Cartoonist namens Haddon Sandblom, ein Sohn skandinavischer Auswanderer. Zugegeben, er hat die Gestalt des Weihnachtsmanns gepr\u00e4gt. Doch war schon l\u00e4ngst vorher in Skandinavien die Vorstellung von einem alten Mann mit Bart bekannt, der mit einem Rentierschlitten und dicken Fellmantel inklusive Kapuze den Menschen N\u00fcsse schenkte, um sie auf die Winterzeit vorzubereiten. Also ist der Weihnachtsmann von Coca-Cola gar nicht so neu, wie viele denken. Fragt sich, ob das Anziehen eines roten Mantels und die Darstellung als dicker Mann ausreicht, um eine eigene geistige Sch\u00f6pfung mit einem Ma\u00df an Sch\u00f6pfungsh\u00f6he anzunehmen oder ob es sich hierbei nur um eine Nachbildung handelt. Aber auch die Vorstellung, dass er ein dicker Mann mit roter Knubbelnase, wei\u00dfem Bart und rosigen Wangen ist, war 1931 schon in der Welt. Denn bereits 1823 wurde ein Gedicht ver\u00f6ffentlicht (Twas the Night before Christmas) in dem es hie\u00df:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">His cheeks were like roses, his nose like a cherry;<br \/>\nHis droll little mouth was drawn up like a bow,<br \/>\nAnd the beard of his chin was as white as the snow;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Gedicht nennt auch weitere Merkmale des Weihnachtsmanns, wie die Namen seiner Rentiere, seinen fliegenden Schlitten und die Art und Weise Geschenke durch den Kamin zu verteilen. Aber sogar bei diesem Gedicht ist die Urheberschaft umstritten, was auf den Umstand zur\u00fcck zu f\u00fchren ist, dass es zun\u00e4chst anonym ver\u00f6ffentlicht wurde. Einige Stimmen streiten daf\u00fcr, dass es von Clement Clarke Moore ist. Immerhin hat er es 1964 in seine Anthologie aufgenommen. Andere meinen, es stamme von Major Henry Livingston jr. Moore soll n\u00e4mlich nicht so fr\u00f6hliche Gedichte geschrieben haben. Auch die Versform soll daf\u00fcr sprechen. Insbesondere soll Moore absolut gegen das Rauchen gewesen sein und so scheint es f\u00fcr einige unlogisch, dass er den Weihnachtsmann Pfeife rauchend beschrieb. Zudem soll die Namensgebung zweier Rentiere \u201eDunder and Blixem\u201c sp\u00e4ter \u201eDonder and Blitzen\u201c darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, dass Livingston niederl\u00e4ndische Vorfahren hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Ergebnis scheitere ich daran einen Urheber feststellen zu k\u00f6nnen, gl\u00fccklicherweise ist das aber auch nicht n\u00f6tig. (jr)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a0Quellen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weihnachtsmann\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weihnachtsmann<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/A_Visit_from_St._Nicholas<\/p>\n<p><!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als weihnachtliches Schmankerl m\u00f6chte ich kurz einen juristischen Blick auf die Urheberschaft des Weihnachtsmanns werfen. Viele denken dabei direkt an Coca Cola. Angeblich soll dieses Unternehmen als erstes den Weihnachtsmann in der uns heute bekannten Gestalt &#8211; dick mit wei\u00dfem Bart und roter Kleidung &#8211; beworben haben. 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