{"id":9279,"date":"2011-12-22T09:57:16","date_gmt":"2011-12-22T07:57:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=9279"},"modified":"2017-04-07T12:15:19","modified_gmt":"2017-04-07T11:15:19","slug":"olg-koln-widerruft-eigene-pressemitteilung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/olg-koln-widerruft-eigene-pressemitteilung\/","title":{"rendered":"OLG K\u00f6ln widerruft eigene Pressemitteilung"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"RECHTzeitig korrigiert\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Fotolia_34143336_XSRechtzeitig-e1324540518493.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das OLG K\u00f6ln nimmt den Widerruf einer eigenen Pressemitteilung vor und zeigt damit vorbildlich, wie die Medien bei falschen Pressemitteilungen vorgehen sollte. Es geht hierbei um eine Pressemitteilung, die das OLG am 22. November 2011 herausgab. Grundlage der Mitteilung war ein Verfahren (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=15%20U%2061\/11\" title=\"OLG K&ouml;ln, 15.11.2011 - 15 U 61\/11: Grenzen der zul&auml;ssigen Berichterstattung in Strafverfahren\">15 U 61\/11<\/a>) in dem das Gericht die Grenzen der zul\u00e4ssigen Berichterstattung in Ermittlungs- und Strafverfahren festlegte. Geklagt hatte ein wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer Ex-Freundin angeklagter, im Strafverfahren freigesprochener Fernsehmoderator. Die falsche Pressemitteilung enthielt die Aussage:<\/p>\n<blockquote><p>\u00a0<em>\u201edass an dem gefundenen Messer die DNA des Kl\u00e4gers festgestellt worden ist\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Das OLG korrigiert sich insoweit selbst:<\/p>\n<blockquote><p>\u00a0<em>\u201eEine solche Aussage enth\u00e4lt das Urteil des Oberlandesgerichts K\u00f6ln vom 15. November 2011 <\/em><em>\u2013 <\/em><em><a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=15%20U%2061\/11\" title=\"OLG K&ouml;ln, 15.11.2011 - 15 U 61\/11: Grenzen der zul&auml;ssigen Berichterstattung in Strafverfahren\">15 U 61\/11<\/a> &#8211; jedoch nicht. Gegenstand des Verfahrens war vielmehr nur der Bericht der Beklagten, wonach sich an dem Messer nach damaliger Darstellung DNA-Spuren des Kl\u00e4gers befunden haben sollen. Das Oberlandesgericht K\u00f6ln hat in seinem Urteil vom 15.11.2011 <\/em><em>\u2013 <\/em><em><a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=15%20U%2061\/11\" title=\"OLG K&ouml;ln, 15.11.2011 - 15 U 61\/11: Grenzen der zul&auml;ssigen Berichterstattung in Strafverfahren\">15 U 61\/11<\/a> <\/em><em>\u2013 <\/em><em>keine Feststellungen dazu getroffen, ob diese Darstellung der Wahrheit entsprach.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">und f\u00fcgt nachfolgend eine korrigierte <a href=\"http:\/\/www.olg-koeln.nrw.de\/presse\/archiv\/archiv_2011\/index.php\">Pressemitteilung <\/a>an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Weiterhin bittet das das OLG die Medien, ihre Berichterstattungen zu korrigieren, soweit sie auf\u00a0 der falschen Mitteilung des OLG fu\u00dften. Das OLG zeigt damit, dass Fehler bei Pressemitteilungen jedem, sogar einem Gericht unterlaufen k\u00f6nnen und reagiert vorbildlich mit dem sofortigen Widerruf. (jr)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">(Bild: \u00a9 beermedia &#8211; Fotolia.com)<\/p>\n<p><!--:--><!--:en--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"RECHTzeitig korrigiert\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Fotolia_34143336_XSRechtzeitig-e1324540518493.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das OLG K\u00f6ln nimmt den Widerruf einer eigenen Pressemitteilung vor und zeigt damit vorbildlich, wie die Medien bei falschen Pressemitteilungen vorgehen sollte. Es geht hierbei um eine Pressemitteilung, die das OLG am 22. November 2011 herausgab. Grundlage der Mitteilung war ein Verfahren (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=15%20U%2061\/11\" title=\"OLG K&ouml;ln, 15.11.2011 - 15 U 61\/11: Grenzen der zul&auml;ssigen Berichterstattung in Strafverfahren\">15 U 61\/11<\/a>) in dem das Gericht die Grenzen der zul\u00e4ssigen Berichterstattung in Ermittlungs- und Strafverfahren festlegte. Geklagt hatte ein wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer Ex-Freundin angeklagter, im Strafverfahren freigesprochener Fernsehmoderator. Die falsche Pressemitteilung enthielt die Aussage:<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u00a0<em>\u201edass an dem gefundenen Messer die DNA des Kl\u00e4gers festgestellt worden ist\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Das OLG korrigiert sich insoweit selbst:<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u00a0<em>\u201eEine solche Aussage enth\u00e4lt das Urteil des Oberlandesgerichts K\u00f6ln vom 15. November 2011 <\/em><em>\u2013 <\/em><em><a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=15%20U%2061\/11\" title=\"OLG K&ouml;ln, 15.11.2011 - 15 U 61\/11: Grenzen der zul&auml;ssigen Berichterstattung in Strafverfahren\">15 U 61\/11<\/a> &#8211; jedoch nicht. Gegenstand des Verfahrens war vielmehr nur der Bericht der Beklagten, wonach sich an dem Messer nach damaliger Darstellung DNA-Spuren des Kl\u00e4gers befunden haben sollen. Das Oberlandesgericht K\u00f6ln hat in seinem Urteil vom 15.11.2011 <\/em><em>\u2013 <\/em><em><a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=15%20U%2061\/11\" title=\"OLG K&ouml;ln, 15.11.2011 - 15 U 61\/11: Grenzen der zul&auml;ssigen Berichterstattung in Strafverfahren\">15 U 61\/11<\/a> <\/em><em>\u2013 <\/em><em>keine Feststellungen dazu getroffen, ob diese Darstellung der Wahrheit entsprach.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">und f\u00fcgt nachfolgend eine korrigierte <a href=\"http:\/\/www.olg-koeln.nrw.de\/presse\/archiv\/archiv_2011\/index.php\">Pressemitteilung <\/a>an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Weiterhin bittet das das OLG die Medien, ihre Berichterstattungen zu korrigieren, soweit sie auf\u00a0 der falschen Mitteilung des OLG fu\u00dften. Das OLG zeigt damit, dass Fehler bei Pressemitteilungen jedem, sogar einem Gericht unterlaufen k\u00f6nnen und reagiert vorbildlich mit dem sofortigen Widerruf. 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