{"id":915,"date":"2009-10-01T04:21:26","date_gmt":"2009-10-01T02:21:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=915"},"modified":"2009-10-01T04:21:26","modified_gmt":"2009-10-01T02:21:26","slug":"jetzt-auch-mit-begrundung-alle-angebote-auf-der-ebay-wap-plattform-wettbewerbsrechtswidrig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/jetzt-auch-mit-begrundung-alle-angebote-auf-der-ebay-wap-plattform-wettbewerbsrechtswidrig\/","title":{"rendered":"Jetzt auch mit Begr\u00fcndung: Alle Angebote auf der eBay-WAP-Plattform wettbewerbsrechtswidrig"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Wir hatten im Febraur 2009 \u00fcber einen Beschluss des Landgerichts K\u00f6lns <a href=\"\/lbr-blog\/2009\/02\/alle-angebote-auf-der-ebay-plattform-wettbewerbswidrig\/\" target=\"_blank\">berichtet<\/a>, der es einem eBay-H\u00e4ndler verbot, seine Angebote in der damaligen Form auf der WAP-Plattform zu ver\u00f6ffentlichen. Da jedes eBay-Angebot zwangsl\u00e4ufig von eBay auch als WAP-f\u00e4higes Angebote bereitgehalten wird, brachte das Verbot den H\u00e4ndler ganz sch\u00f6n ins Schwitzen, musste er doch alle ebay-Angebote l\u00f6schen, wollte er nicht gegen das richterliche Verbot versto\u00dfen, welches immerhin mit einem Ordnungsgeld von bis zu 250.000,00 EUR belegt war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W\u00e4hrend das Gericht im einstweiligen Verf\u00fcgungssverfahren die Begr\u00fcndung nicht aufschreibt, (seine Entscheidung entgegen einer landl\u00e4ufigen Meinung aber nat\u00fcrlich gr\u00fcndlich pr\u00fcft), musste das Landgericht K\u00f6ln in einem Hauptsacheverfahren <a href=\"\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/369\/5\/2\" target=\"_blank\">(LG K\u00f6ln, Urteil v. 06.08.2009. Az. 31 O 33\/09, nicht rechtskraftig)<\/a> nun ausformulieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dabei liess das Gericht vor allem das Argument nicht gelten, dass der eBay-Verk\u00e4ufer keinen Einfluss auf die Gestaltung der eBay-Plattform habe und daher f\u00fcr die Wettbewerbsverst\u00f6\u00dfe nicht verantwortlich sei:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>&#8220;Ebenso wenig kann sich die Beklagte damit entlasten, sie sei zu einer wettbewerbskonformen Pr\u00e4sentation ihres ins Internet eingestellten Angebots wegen dessen automatischer Weiterleitung ins WAP-Portal nicht in der Lage gewesen. Ob der Unternehmer pers\u00f6nlich in der Lage ist, den an eine gesch\u00e4ftliche Handlung zu stellenden Erfordernissen nachzukommen, ist f\u00fcr die Unlauterkeit einer gesch\u00e4ftlichen Handlung unerheblich (vgl. K\u00f6hler a. a. O. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/3.html\" title=\"&sect; 3 UWG: Verbot unlauterer gesch&auml;ftlicher Handlungen\">\u00a7 3 UWG<\/a> Rn. 38). Im \u00dcbrigen konnte die Beklagte Wettbewerbsverst\u00f6\u00dfe im \u201eeBay\u201c-WAP-Portal ohne Weiteres vermeiden, indem sie in die dortige Handelsplattform keine Produkte mehr einstellte.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Interessant ist auch neben den immer wieder gern genommenen Ausf\u00fchrungen zum angeblichen Rechtsmissbrauch, dass eBay auf seiten des Beklagten als Nebenintervenient beigetreten ist. (la) <a href=\"\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/24\/5\/2\" target=\"_blank\">Zum Urteil<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir hatten im Febraur 2009 \u00fcber einen Beschluss des Landgerichts K\u00f6lns berichtet, der es einem eBay-H\u00e4ndler verbot, seine Angebote in der damaligen Form auf der WAP-Plattform zu ver\u00f6ffentlichen. 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