{"id":899,"date":"2009-09-18T15:25:07","date_gmt":"2009-09-18T13:25:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=899"},"modified":"2009-09-18T15:25:07","modified_gmt":"2009-09-18T13:25:07","slug":"olg-hamm-wie-muss-ein-impressum-gestaltet-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/olg-hamm-wie-muss-ein-impressum-gestaltet-sein\/","title":{"rendered":"OLG Hamm: Wie muss ein Impressum gestaltet sein?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Das OLG Hamm hat in einer Entscheidung vom 04.08.2009 (<a href=\"\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/366\/5\/2\" target=\"_blank\">OLG Hamm, Urteil vom 04.08.2009, Az. 4 U 11\/09)<\/a> klargestellt wie ein Impressum nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/TMG\/5.html\" title=\"&sect; 5 TMG: Allgemeine Informationspflichten\">\u00a7 5 TMG<\/a> zu gestalten ist. Die konkrete Frage in dem Rechtsstreit war, ob es bei dem Internetauktionshaus F ausreicht, das vollst\u00e4ndige Impressum auf der &#8220;Mich-Seite&#8221; zu platzieren, die von den Angebotsseiten mit einem &#8211; doppelten &#8211; Link zu erreichen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/312c.html\" title=\"&sect; 312c BGB: Fernabsatzvertr&auml;ge\">\u00a7 312 c Abs. 1 BGB<\/a> muss der Unternehmer diese Informationen dem Kunden rechtzeitig vor Abgabe seiner Vertragserkl\u00e4rung, klar und verst\u00e4ndlich zur Verf\u00fcgung stellen. Das sah die Kl\u00e4gerin, die wegen einer Abmahnung negative Feststellungsklage erhoben hat, in ihrem Internetangebot als erf\u00fcllt an. Sie hatte zum einen in den &#8220;rechtlichen Informationen des Verk\u00e4ufers&#8221; Angaben gemacht &#8211; die jedoch unvollst\u00e4ndig waren &#8211; und zum anderen hatte sie auf der &#8220;Mich-Seite&#8221; die vollst\u00e4ndigen Informationen hinterlegt. Diese Mich-Seite ist allerdings nur \u00fcber zwei Links zu erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das OLG Hamm hat nun festgestellt, dass zum einen die Angaben im Impressum klar und verst\u00e4ndlich wiedergegeben sein m\u00fcssen. Schon Schreibfehler, wodurch der Handelsname unrichtig dargestellt ist, k\u00f6nnen wettbewerbswidrig sein. Denn Sinn und Zweck des Impressums ist die klare Erkennbarkeit des Verk\u00e4ufers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zum anderen entschied das OLG Hamm, dass<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">&#8220;<em>eine \u00fcber zwei Links erreichbare zutreffende Information jedenfalls dann nicht mehr gen\u00fcgt, wenn auf den Angebotsseiten tats\u00e4chlich auch die erforderlichen Informationen vorhanden sind und dabei unrichtig oder jedenfalls unklar sind<\/em>&#8220;.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Ein solcher Versto\u00df gegen <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/312c.html\" title=\"&sect; 312c BGB: Fernabsatzvertr&auml;ge\">\u00a7 312 c BGB<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/TMG\/5.html\" title=\"&sect; 5 TMG: Allgemeine Informationspflichten\">\u00a7 5 TMG<\/a> stellt auch keine Bagatelle im Sinne des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/3.html\" title=\"&sect; 3 UWG: Verbot unlauterer gesch&auml;ftlicher Handlungen\">\u00a7 3 UWG<\/a> dar. H\u00e4ndler sollten somit unbedingt ihr Impressum \u00fcberpr\u00fcfen und sicherstellen &#8211; auch trotz mancher Stolpersteine und H\u00fcrden, die von Internetauktionsh\u00e4usern gelegt werden -, dass ihr Impressum vollst\u00e4ndig, deutlich und schnell erreichbar ist (nh). <a href=\"\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/366\/5\/2\">Zum Urteil<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das OLG Hamm hat in einer Entscheidung vom 04.08.2009 (OLG Hamm, Urteil vom 04.08.2009, Az. 4 U 11\/09) klargestellt wie ein Impressum nach \u00a7 5 TMG zu gestalten ist. 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