{"id":813,"date":"2009-02-09T00:36:51","date_gmt":"2009-02-08T22:36:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=668"},"modified":"2009-02-09T00:36:51","modified_gmt":"2009-02-08T22:36:51","slug":"lg-dusseldorf-zulassige-weiterverauserung-einer-datentragerkopie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/lg-dusseldorf-zulassige-weiterverauserung-einer-datentragerkopie\/","title":{"rendered":"LG D\u00fcsseldorf: Zul\u00e4ssige Weiterver\u00e4u\u00dferung einer Datentr\u00e4gerkopie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Darf man Software weiterver\u00e4u\u00dfern? Das Landgericht D\u00fcsseldorf hat mit Urteil vom 26.11.2008 (LG D\u00fcsseldorf, Uv. 26.11.2008, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=12%20O%20431\/08\" title=\"LG D&uuml;sseldorf, 26.11.2008 - 12 O 431\/08: Der Weitervertrieb von vorinstallierter Software von e...\">12 O 431\/08<\/a>) entschieden, dass Software auf einem Datentr\u00e4ger, die auf einer Hardware vorinstalliert war, auch ohne die Hardware weiterverkauft werden darf. Wichtig dabei ist, dass die Software auf der Festplatte gel\u00f6scht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ein Software-Hersteller forderte im Wege des einstweiligen Verf\u00fcgungsverfahrens einen Internetanbieter zur Unterlassung auf, die vom Hersteller in den Verkehr gebrachte Software \u00fcber seine Website weiterzuverkaufen. Der Antragsgegner kaufte die Software von Endkunden und lie\u00df sich hierbei jeweils versichern, dass diese die Soft- auf der Hardware l\u00f6schen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wenn eine Software erstmals &#8211; mit Zustimmung des Rechteinhabers &#8211; in den Verkehr gebracht wurde, wie in diesem Fall installiert auf einer Festplatte, tritt Ersch\u00f6pfung im Sinne des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UrhG\/69c.html\" title=\"&sect; 69c UrhG: Zustimmungsbed&uuml;rftige Handlungen\">\u00a7 69c Nr. 3 Satz 2 UrhG<\/a> ein, so dass die Software weiterverkauft werden kann ohne Urheberrechte zu verletzen. Dies gilt selbst dann, wenn die Weiterver\u00e4u\u00dferung nicht mit einer urspr\u00fcnglichen Begrenzung des Nutzungsrechts in Einklang steht (z.B. Verkauf nur im &#8220;Bundle&#8221;).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Eine einmal erteilte Zustimmung des Rechteinhabers in die Verbreitung der Daten, und damit die Ersch\u00f6pfung, kann nicht r\u00fcckwirkend wieder entfallen. Die Ersch\u00f6pfung bezieht sich hierbei auf den konkreten Datenbestand, der auf ein verkehrsf\u00e4higes Speichermedium \u00fcbertragen werden darf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Entscheidende in dieser Konstellation ist also zum Einen, dass die Software auf der Festplatte gel\u00f6scht wird, und zum Anderen dass der Weiterver\u00e4u\u00dferer sich dies schriflich best\u00e4tigen l\u00e4sst; andernfalls h\u00e4tte der Softwareh\u00e4ndler im Zweifelsfall ein Beweisproblem. Bei der Pr\u00fcfung einer Urheberrechtsverletzung durch Weiterverkauf von Software ist also immer die Verkaufskette als Ganzes zu betrachten (nh).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darf man Software weiterver\u00e4u\u00dfern? Das Landgericht D\u00fcsseldorf hat mit Urteil vom 26.11.2008 (LG D\u00fcsseldorf, Uv. 26.11.2008, 12 O 431\/08) entschieden, dass Software auf einem Datentr\u00e4ger, die auf einer Hardware vorinstalliert war, auch ohne die Hardware weiterverkauft werden darf. Wichtig dabei ist, dass die Software auf der Festplatte gel\u00f6scht wird. Ein Software-Hersteller forderte im Wege des [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-813","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-magazin"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/813","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=813"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/813\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=813"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=813"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=813"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}