{"id":796,"date":"2008-09-05T15:58:33","date_gmt":"2008-09-05T13:58:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=363"},"modified":"2008-09-05T15:58:33","modified_gmt":"2008-09-05T13:58:33","slug":"wenn-das-faxgerat-streikt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/wenn-das-faxgerat-streikt\/","title":{"rendered":"Wenn das Faxger\u00e4t streikt&#8230;."},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify\">&#8230;und ein Schriftsatz fristwahrend bei Gericht eingereicht werden muss, kommt man schon mal ins Schwitzen. Der Bundesgerichtshof hat nun aber per Beschluss vom 15.07.2008, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=X%20ZB%208\/08\" title=\"BGH, 15.07.2008 - X ZB 8\/08: Berufungsbegr&uuml;ndung per E-Mail\">X ZB 8\/08<\/a>, klargestellt, dass auch eine \u00dcbermittlung per Email wirksam sein kann, und zwar unter den folgenden Voraussetzungen:<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Ein Schriftsatz ist dann in schriftlicher Form eingereicht, wenn dem Gericht ein Ausdruck des als Anhang einer elektronischen Nachricht \u00fcbermittelten, vollst\u00e4ndigen Schriftsatzes (hier: per pdf-Datei) vorliegt. Bei einem eingescannten, mit einer Unterschrift versehenen Schreiben, ist das Unterschriftserfordernis im Sinne des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/ZPO\/130.html\" title=\"&sect; 130 ZPO: Inhalt der Schrifts&auml;tze\">\u00a7 130 Nr. 6 ZPO<\/a> gewahrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Berufungsgericht war davon ausgegangen, dass dieser \u00dcbermittlungsweg per Email wegen <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/ZPO\/130a.html\" title=\"&sect; 130a ZPO: Elektronisches Dokument; Verordnungserm&auml;chtigung\">\u00a7 130 a Abs. 2 ZPO<\/a> nicht wirksam sei, da eine entsprechende Verordnung f\u00fcr die Einreichung elektronischer Dokumente von der Landesregierung nicht erlassen worden war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Bundesgerichtshof machte deutlich, dass nicht die \u00dcbermittlung eines elektronischen Dokumentes hierbei ma\u00dfgeblich sei, sondern dass es allein darauf ankomme, dass dem Gericht die Stellungnahme fristgem\u00e4\u00df in Schriftform, n\u00e4mlich als ausgedruckter Schriftssatz mit Unterschrift, vorgelegen hat. Wenn &#8220;Schriftform&#8221; gesetzlich vorgeschrieben ist, gen\u00fcge die elektronische \u00dcbermittlung mit Unterschrift, denn entscheidend f\u00fcr die Wirksamkeit sei allein die auf Veranlassung des Absenders am Empfangsort erstellte k\u00f6rperliche Urkunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Diese Entscheidung des Bundesgerichtshofes war \u00fcbrigens f\u00fcr die Beschwerdef\u00fchrerin nicht gerade unbedeutsam &#8211; der Wert des Rechtsbeschwerdeverfahrens wurde auf 1 Million Euro festgesetzt. (nh)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;und ein Schriftsatz fristwahrend bei Gericht eingereicht werden muss, kommt man schon mal ins Schwitzen. Der Bundesgerichtshof hat nun aber per Beschluss vom 15.07.2008, Az. X ZB 8\/08, klargestellt, dass auch eine \u00dcbermittlung per Email wirksam sein kann, und zwar unter den folgenden Voraussetzungen: Ein Schriftsatz ist dann in schriftlicher Form eingereicht, wenn dem Gericht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-796","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-magazin"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/796","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=796"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/796\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}