{"id":750,"date":"2007-09-04T09:55:00","date_gmt":"2007-09-04T07:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/wordpress\/?p=225"},"modified":"2007-09-04T09:55:00","modified_gmt":"2007-09-04T07:55:00","slug":"vorsicht-verbiegen-kann-verboten-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/vorsicht-verbiegen-kann-verboten-sein\/","title":{"rendered":"Vorsicht: Verbiegen kann verboten sein"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-style: italic\"><\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Kontorsionistische, also solche t\u00e4nzerischen Darbietungen, bei denen die T\u00e4nzerinnen ihre K\u00f6rper extrem und so verbiegen, dass es den Anschein hat, als handele es sich um Menschen ohne Knochen, k\u00f6nnen als Werke der Tanzkunst gem. <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/urhg\/__2.html\">\u00a7 2 I Nr. 3 UrhG<\/a> urheberrechtlichen Schutz genie\u00dfen.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p><\/span>Also: Wenn Verbiegen verboten werden soll an den k\u00fcnstlerischen \u00dcberbau denken! (zie)<\/p>\n<p><em><span style=\"font-style: italic\"><br \/>\n<\/span><\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>Das sagt das OLG K\u00f6ln (Urteil vom 2. 2. 2007 &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=6%20U%20117\/06\" title=\"6 U 117\/06 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">6 U 117\/06<\/a> &#8211; &#8220;Arabeske&#8221;). Im konkreten Fall untersagte das Gericht allerdings nicht die Auff\u00fchrung des St\u00fccks, f\u00fcr das die Kl\u00e4gerin Urheberrechte reklamierte. Das reine Verbiegen gen\u00fcgt n\u00e4mlich noch nicht, damit ein Urheberrechtsschutz entsteht:<em><\/em><br \/>\n<em><\/em><em><\/em><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-style: italic\">&#8220;Die hierzu vorgelegte DVD-Aufzeichnung zeigt einzelne kontorsionistische Darbietungen, die einen atemberaubenden Eindruck h\u00f6chster Schwierigkeit vermitteln. Den damaligen Auftritten fehlte aber der aus den vorstehenden Gr\u00fcnden zu fordernde k\u00fcnstlerische \u00dcberbau. Die Darbietung ersch\u00f6pft sich in der Pr\u00e4sentation dieser artistischen F\u00e4higkeiten von \u201eMenschen ohne Knochen\u201c, ohne dar\u00fcber hinaus k\u00fcnstlerische Ambitionen zu vermitteln. So finden sich in jener Auff\u00fchrung &#8211; ganz anders als bei derjenigen sp\u00e4ter im Berliner Friedrichstadtpalast &#8211; keinerlei Ankl\u00e4nge an die hinduistische Gottheit <\/span><em style=\"font-style: italic\">Vishnu<\/em><span style=\"font-style: italic\"> und stellt sich \u00fcberhaupt die Gesamtdarbietung lediglich als eine \u201eblo\u00dfe\u201c Aneinanderreihung einzelner akrobatischer H\u00f6chstleistungen auf dem Gebiet der Kontorsionistik dar.&#8221;<\/span><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Kontorsionistische, also solche t\u00e4nzerischen Darbietungen, bei denen die T\u00e4nzerinnen ihre K\u00f6rper extrem und so verbiegen, dass es den Anschein hat, als handele es sich um Menschen ohne Knochen, k\u00f6nnen als Werke der Tanzkunst gem. \u00a7 2 I Nr. 3 UrhG urheberrechtlichen Schutz genie\u00dfen.&#8221; Also: Wenn Verbiegen verboten werden soll an den k\u00fcnstlerischen \u00dcberbau denken! (zie) [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1,5],"tags":[],"class_list":["post-750","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-magazin","category-urheber-designrecht"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/750","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=750"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/750\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=750"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=750"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=750"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}