{"id":70984,"date":"2026-09-10T02:28:38","date_gmt":"2026-09-10T00:28:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=70984"},"modified":"2026-09-10T02:28:38","modified_gmt":"2026-09-10T00:28:38","slug":"fernusg-abschaffung-referentenentwurf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/wettbewerbsrecht-kartellrecht\/fernusg-abschaffung-referentenentwurf\/","title":{"rendered":"FernUSG-Abschaffung: Was der Referentenentwurf f\u00fcr Coaches \u00e4ndert \u2013 und was nicht"},"content":{"rendered":"<p><em><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-70987 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fernusg-abschaffung-referentenentwurf-1240x652-1-708x372.png\" alt=\"\" width=\"579\" height=\"304\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fernusg-abschaffung-referentenentwurf-1240x652-1-708x372.png 708w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fernusg-abschaffung-referentenentwurf-1240x652-1-620x326.png 620w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fernusg-abschaffung-referentenentwurf-1240x652-1-354x186.png 354w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fernusg-abschaffung-referentenentwurf-1240x652-1-768x404.png 768w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/fernusg-abschaffung-referentenentwurf-1240x652-1.png 1240w\" sizes=\"(max-width: 579px) 100vw, 579px\" \/>Der Referentenentwurf vom 17. August 2026 streicht die <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/1.html\" title=\"&sect; 1 FernUSG: Anwendungsbereich\">\u00a7\u00a7 1<\/a> bis <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/26.html\" title=\"&sect; 26 FernUSG: Gerichtsstand\">26 FernUSG<\/a>. Was f\u00fcr Coaching-Anbieter nach einem Befreiungsschlag klingt, gilt fr\u00fchestens ab dem 1. Juli 2027 und nur f\u00fcr Vertr\u00e4ge, die danach geschlossen werden. <\/em><\/p>\n<p><em>Bis dahin bleibt jeder Vertrag ohne ZFU-Zulassung so angreifbar wie heute.<\/em><\/p>\n<p>Seit Anfang September kursiert der Entwurf in der Branche. Drei Fehlschl\u00fcsse liegen nahe:<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Anbieter stoppt sein laufendes Zulassungsverfahren bei der ZFU, weil die Zulassung \u201eohnehin bald wegf\u00e4llt\u201c.<\/li>\n<li>Ein anderer beantwortet ein R\u00fcckforderungsschreiben mit dem Hinweis, das Gesetz sei \u201eabgeschafft\u201c.<\/li>\n<li>Ein dritter geht davon aus, dass sich sein Prozess vor dem Landgericht nun von selbst erledigt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Ergebnis: In allen drei F\u00e4llen verschlechtert der Anbieter seine Position. Der Entwurf \u00e4ndert an der heutigen Rechtslage nichts. Und er sieht auch f\u00fcr die Zeit nach dem Inkrafttreten keine Heilung nichtiger Altvertr\u00e4ge vor.<\/p>\n<h2>Was regelt der Referentenentwurf zur FernUSG-Abschaffung?<\/h2>\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hat am 17. August 2026 den <a href=\"https:\/\/www.bmbfsfj.bund.de\/resource\/blob\/293608\/e8225cb64f73a15e50603a234651d42d\/referentenentwurf-data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Referentenentwurf eines \u201eGesetzes zur Modernisierung und Entb\u00fcrokratisierung des Fernunterrichts\u201c<\/a> vorgelegt. Artikel 1 streicht die <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/1.html\" title=\"&sect; 1 FernUSG: Anwendungsbereich\">\u00a7\u00a7 1<\/a> bis <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/26.html\" title=\"&sect; 26 FernUSG: Gerichtsstand\">26<\/a> des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG) vollst\u00e4ndig: das Zulassungsverfahren bei der Staatlichen Zentralstelle f\u00fcr Fernunterricht (ZFU), die Nichtigkeitsfolge des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/7.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 7 Abs. 1 FernUSG<\/a> und s\u00e4mtliche zivilrechtlichen Sondervorschriften. Das Gesetz soll am 1. Juli 2027 in Kraft treten. Das FernUSG selbst tritt nach einer \u00dcbergangsphase mit Ablauf des 30. Juni 2028 au\u00dfer Kraft.<\/p>\n<p>Der Entwurf setzt einen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag um und begr\u00fcndet die Aufhebung ungew\u00f6hnlich deutlich. Das Gesetz von 1977 sei f\u00fcr Papierfernkurse geschrieben, seine Tatbestandsmerkmale \u201eFernunterricht\u201c und \u201eLernerfolgskontrolle\u201c seien unbestimmt, und das Zulassungsverfahren habe ein erhebliches Vollzugsdefizit aufgebaut. Der Entwurf nennt auch die wirtschaftliche Konsequenz beim Namen: Vertr\u00e4ge ohne Zulassung sind nichtig, Teilnehmer fordern ihr Geld zur\u00fcck, f\u00fcr kleinere Anbieter kann das existenzbedrohend sein. Die Entlastung der Wirtschaft beziffert das Ministerium auf 4,8 Millionen Euro j\u00e4hrlich, bei rund 1.600 Zulassungsverfahren pro Jahr.<\/p>\n<h3>1. Zulassungspflicht und Nichtigkeit entfallen<\/h3>\n<p>Mit <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/12.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 12 FernUSG<\/a> f\u00e4llt die Pflicht, zulassungspflichtige Fernlehrg\u00e4nge vor Vertrieb bei der ZFU zuzulassen. Mit <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/7.html\" title=\"&sect; 7 FernUSG: Nichtigkeit; Recht zur fristlosen K&uuml;ndigung\">\u00a7 7 Abs. 1 FernUSG<\/a> f\u00e4llt die Sanktion, die aus dieser Pflicht ein Haftungsrisiko machte: die Nichtigkeit des Vertrags. Die Begr\u00fcndung spricht ausdr\u00fccklich davon, dass die ZFU-Zulassung als \u201eunabdingbare Wirksamkeitsvoraussetzung f\u00fcr den zivilrechtlichen Vertrag aufgegeben\u201c wird.<\/p>\n<h3>2. Auch die zivilrechtlichen Sondervorschriften fallen<\/h3>\n<p>Der Entwurf bel\u00e4sst es nicht bei der Zulassung. Gestrichen werden auch das Textformerfordernis mit Pflichtangaben (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/3.html\" title=\"&sect; 3 FernUSG: Form und Inhalt des Fernunterrichtsvertrags\">\u00a7 3 FernUSG<\/a>), das Widerrufsrecht auch f\u00fcr in Gesch\u00e4ftsr\u00e4umen geschlossene Vertr\u00e4ge (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/4.html\" title=\"&sect; 4 FernUSG: Widerrufsrecht des Teilnehmers\">\u00a7 4 FernUSG<\/a>), das ordentliche K\u00fcndigungsrecht nach sechs Monaten (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/5.html\" title=\"&sect; 5 FernUSG: K&uuml;ndigung\">\u00a7 5 FernUSG<\/a>) und die fernunterrichtsspezifischen Werbevorschriften (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/16.html\" title=\"&sect; 16 FernUSG: Werbung mit Informationsmaterial\">\u00a7\u00a7 16<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/17.html\" title=\"&sect; 17 FernUSG: Vertreter, Berater\">17 FernUSG<\/a>). Die Begr\u00fcndung h\u00e4lt ein \u201egesteigertes Schutzbed\u00fcrfnis\u201c f\u00fcr Distanzlehrg\u00e4nge nicht mehr f\u00fcr feststellbar und verweist auf das Verbraucherrecht des BGB.<\/p>\n<h3>3. \u00dcbergangsregelung: Bescheinigung statt Zulassung<\/h3>\n<p>Der neue \u00a7 27 FernUSG-E schafft ein \u00dcbergangsregime bis zum 30. Juni 2028. Bereits erteilte Zulassungen gelten fort. Wer den Nachweis einer Zulassung nach anderen Vorschriften braucht, etwa f\u00fcr die Anerkennung in Pr\u00fcfungsordnungen der L\u00e4nder oder f\u00fcr die F\u00f6rderung nach dem Aufstiegsfortbildungsf\u00f6rderungsgesetz (AFBG), kann auf Antrag eine Bescheinigung erhalten, dass sein Lehrgang die fr\u00fcheren Zulassungsvoraussetzungen erf\u00fcllt. F\u00fcr den typischen Online-Coach ohne F\u00f6rderbezug ist diese Bescheinigung ohne praktische Bedeutung.<\/p>\n<h2>Gilt das FernUSG nach dem Referentenentwurf jetzt schon nicht mehr?<\/h2>\n<p>Nein. Ein Referentenentwurf ist ein Arbeitsstand des Ministeriums, kein Gesetz. Bis zur Verk\u00fcndung muss der Entwurf die Verb\u00e4ndeanh\u00f6rung, den Kabinettsbeschluss, das parlamentarische Verfahren im Bundestag und die Zustimmung des Bundesrates durchlaufen. Bis mindestens zum 30. Juni 2027 gelten die <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/1.html\" title=\"&sect; 1 FernUSG: Anwendungsbereich\">\u00a7\u00a7 1<\/a> bis <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/26.html\" title=\"&sect; 26 FernUSG: Gerichtsstand\">26 FernUSG<\/a> unver\u00e4ndert, und mit ihnen die gesamte Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) zu Coaching-Vertr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Der Zeitplan kann sich verschieben, der Inhalt kann sich \u00e4ndern. Beides ist bei Gesetzgebungsverfahren eher Regel als Ausnahme. F\u00fcr Anbieter z\u00e4hlt deshalb nicht die politische Ank\u00fcndigung, sondern das geltende Recht. Und das hat der BGH in den vergangenen f\u00fcnfzehn Monaten in einer Weise konkretisiert, die Anbietern wenig Spielraum l\u00e4sst:<\/p>\n<ul>\n<li>Das FernUSG gilt auch f\u00fcr Vertr\u00e4ge mit Unternehmern (BGH, Urteil vom 12.06.2025, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20109\/24\" title=\"BGH, 12.06.2025 - III ZR 109\/24: Zum R&uuml;ckzahlungsanspruch bei Coaching- oder Mentoring-Vertr&auml;ge...\">III ZR 109\/24<\/a>; best\u00e4tigt durch Urteil vom 02.10.2025, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20173\/24\" title=\"BGH, 02.10.2025 - III ZR 173\/24: E-Commerce Master Club - Zur Anwendung des FernUSG auf einen s...\">III ZR 173\/24<\/a>). Unsere Analyse des Leiturteils finden Sie <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/vertragsrecht\/coachingvertrag-bgh-nichtig\/\">hier<\/a>.<\/li>\n<li>Ob ein Coaching Fernunterricht ist, entscheidet der Schwerpunkt des Leistungsspektrums: Wissensvermittlung oder individuelle Beratung und Begleitung (BGH, Urteil vom 15.01.2026, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=III%20ZR%2080\/25\" title=\"BGH, 15.01.2026 - III ZR 80\/25: Vertriebsgenie Ausbildung - Zu Frage, wann sogenannte (Business...\">III ZR 80\/25<\/a>; Vers\u00e4umnisurteil vom 12.02.2026, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=III%20ZR%2073\/25\" title=\"BGH, 12.02.2026 - III ZR 73\/25: Voraussetzungen eines Fernunterrichtsvertrags\">III ZR 73\/25<\/a>).<\/li>\n<li>R\u00e4umlich getrennt im Sinne des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/1.html\" title=\"&sect; 1 FernUSG: Anwendungsbereich\">\u00a7 1 Abs. 1 Nr. 1 FernUSG<\/a> sind Lehrender und Lernender nur bei asynchroner Wissensvermittlung; Live-Formate mit unmittelbarer R\u00fcckfragem\u00f6glichkeit z\u00e4hlen nicht dazu (BGH, Urteil vom 05.02.2026, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20137\/25\" title=\"BGH, 05.02.2026 - III ZR 137\/25: Fernunterrichtsvertrag, Online-Unterricht\">III ZR 137\/25<\/a>).<\/li>\n<li>Verfassungsrechtliche Bedenken gegen Zulassungspflicht und Nichtigkeitsfolge teilt der BGH nicht; eine Vorlage an das Bundesverfassungsgericht lehnte er ab (BGH, Urteil vom 05.02.2026, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=III%20ZR%2074\/25\" title=\"BGH, 05.02.2026 - III ZR 74\/25: Fernunterrichtsschutzgesetz\">III ZR 74\/25<\/a>).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer auf Karlsruhe gehofft hatte, verlor diese Hoffnung im Februar 2026. Wer jetzt auf Berlin hofft, muss bis Mitte 2027 warten. Und bekommt auch dann nur Hilfe f\u00fcr Neuvertr\u00e4ge.<\/p>\n<h2>Werden nichtige Coaching-Vertr\u00e4ge durch die FernUSG-Abschaffung geheilt?<\/h2>\n<p>Nach dem aktuellen Entwurf nicht. Ob ein Vertrag wirksam ist, richtet sich nach dem Recht zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Ein Coaching-Vertrag, der 2024, 2025, 2026 oder im ersten Halbjahr 2027 ohne erforderliche ZFU-Zulassung geschlossen wurde, bleibt nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/7.html\" title=\"&sect; 7 FernUSG: Nichtigkeit; Recht zur fristlosen K&uuml;ndigung\">\u00a7 7 Abs. 1 FernUSG<\/a> nichtig, auch nach dem 1. Juli 2027. Der Entwurf enth\u00e4lt keine Vorschrift, die diese Vertr\u00e4ge nachtr\u00e4glich wirksam werden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckzahlungsanspruch des Teilnehmers aus <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/812.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 812 Abs. 1 Satz 1 BGB<\/a> entsteht mit der Zahlung. Dass die Norm, die den Rechtsgrund entfallen lie\u00df, sp\u00e4ter selbst entf\u00e4llt, ber\u00fchrt den einmal entstandenen Anspruch nicht. Er verj\u00e4hrt nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/195.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7\u00a7 195, 199 BGB<\/a> regelm\u00e4\u00dfig drei Jahre nach dem Ende des Jahres, in dem der Teilnehmer die anspruchsbegr\u00fcndenden Umst\u00e4nde kannte oder kennen musste. R\u00fcckforderungen aus Vertr\u00e4gen des Jahres 2026 k\u00f6nnen also bis Ende 2029 geltend gemacht werden. Das Gesetz ist dann seit anderthalb Jahren au\u00dfer Kraft.<\/p>\n<p>F\u00fcr laufende Gerichtsverfahren gilt dasselbe. Das Gericht pr\u00fcft, welches Recht beim Vertragsschluss galt, und wendet es an. Eine Aussetzung nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/ZPO\/148.html\" title=\"&sect; 148 ZPO: Aussetzung bei Vorgreiflichkeit\">\u00a7 148 ZPO<\/a> setzt ein anderes anh\u00e4ngiges Verfahren voraus, kein Gesetzgebungsvorhaben. Kein Anbieter sollte damit rechnen, dass ein Landgericht mit seinem Urteil auf den Bundestag wartet.<\/p>\n<p>Eine \u00dcbergangsregel f\u00fcr Altvertr\u00e4ge k\u00f6nnte im weiteren Verfahren noch kommen. Die Branchenverb\u00e4nde d\u00fcrften sie fordern, und der Entwurf selbst beschreibt die R\u00fcckforderungswelle als Problem, das er l\u00f6sen will. Planen l\u00e4sst sich damit nicht. Wer heute entscheidet, muss davon ausgehen, dass Altvertr\u00e4ge dauerhaft dem alten Recht unterliegen.<\/p>\n<div style=\"background: #EFF3F9; border-left: 5px solid #263E96; padding: 24px 28px; margin: 32px 0;\">\n<p style=\"margin: 0 0 10px; font-weight: bold; color: #0a2c52;\">Aus der LHR-Praxis<\/p>\n<p style=\"margin: 0;\">Wir vertreten ausschlie\u00dflich Anbieter von Coaching-Leistungen. Seit dem BGH-Urteil vom Juni 2025 rufen Legal-Tech-Kanzleien Teilnehmer gezielt zu R\u00fcckforderungen auf, auch bei vollst\u00e4ndig erbrachten und erfolgreich absolvierten Programmen. Der Referentenentwurf wird dieses Gesch\u00e4ftsmodell bis 2027 nicht bremsen, sondern eher befeuern: Die Gesetzesbegr\u00fcndung best\u00e4tigt schwarz auf wei\u00df, dass \u201eunz\u00e4hlige Angebote\u201c nach den Kriterien der Rechtsprechung eine Zulassung br\u00e4uchten und keine haben. Diesen Satz werden R\u00fcckforderer zitieren.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Was \u00e4ndert sich f\u00fcr neue Coaching-Vertr\u00e4ge ab dem 1. Juli 2027?<\/h2>\n<p>F\u00fcr Vertr\u00e4ge, die ab dem 1. Juli 2027 geschlossen werden, ist die fehlende ZFU-Zulassung nach dem Entwurf kein Nichtigkeitsgrund mehr. Mit den <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/3.html\" title=\"&sect; 3 FernUSG: Form und Inhalt des Fernunterrichtsvertrags\">\u00a7\u00a7 3<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/4.html\" title=\"&sect; 4 FernUSG: Widerrufsrecht des Teilnehmers\">4<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/5.html\" title=\"&sect; 5 FernUSG: K&uuml;ndigung\">5<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/16.html\" title=\"&sect; 16 FernUSG: Werbung mit Informationsmaterial\">16<\/a> und <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/17.html\" title=\"&sect; 17 FernUSG: Vertreter, Berater\">17 FernUSG<\/a> entfallen au\u00dferdem die Textformpflicht, das zus\u00e4tzliche Widerrufsrecht, das Sonderk\u00fcndigungsrecht nach sechs Monaten und die fernunterrichtsspezifischen Werbevorschriften. Was bleibt, ist das allgemeine Zivil- und Wettbewerbsrecht. F\u00fcr hochpreisige Coachings ist das alles andere als zahnlos.<\/p>\n<p>Verbraucher behalten ihr Widerrufsrecht bei Fernabsatzvertr\u00e4gen aus <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/312g.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 312g BGB<\/a> samt den Informationspflichten des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/312d.html\" title=\"&sect; 312d BGB: Informationspflichten; Gestaltungspflichten bez&uuml;glich Online-Benutzeroberfl&auml;chen\">\u00a7 312d BGB<\/a>. Die AGB-Kontrolle der <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/305.html\" title=\"&sect; 305 BGB: Einbeziehung Allgemeiner Gesch&auml;ftsbedingungen in den Vertrag\">\u00a7\u00a7 305 ff. BGB<\/a> erfasst Vorauszahlungsklauseln, Laufzeiten und K\u00fcndigungsausschl\u00fcsse, und zwar auch gegen\u00fcber Unternehmern \u00fcber <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/307.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 307 BGB<\/a>. Die Sittenwidrigkeit nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/138.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 138 BGB<\/a> bleibt der zweite Standardangriff auf teure Programme; das OLG Schleswig-Holstein hat die Ma\u00dfst\u00e4be daf\u00fcr in einem Mentoring-Fall <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/vertragsrecht\/coachingvertrag\/\">ausf\u00fchrlich entwickelt<\/a>. Die K\u00fcndigung bei Diensten h\u00f6herer Art nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/627.html\" title=\"&sect; 627 BGB: Fristlose K&uuml;ndigung bei Vertrauensstellung\">\u00a7 627 BGB<\/a> wird im Coaching-Kontext regelm\u00e4\u00dfig diskutiert. Und Werbung mit Erfolgsversprechen misst sich weiterhin an <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/5.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 5 UWG<\/a>.<\/p>\n<p>Die Abschaffung nimmt Anbietern den einen Angriffspunkt, der jede weitere Diskussion \u00fcberfl\u00fcssig machte. Die \u00fcbrigen bleiben. Ein sauber strukturierter Vertrag ist deshalb 2027 genauso wichtig wie heute, nur aus anderen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<h2>Strategische Vorgehensweise: Was Coaching-Anbieter bis zum 1. Juli 2027 tun sollten<\/h2>\n<p>Die \u00dcbergangszeit bis zum Inkrafttreten ist kein Wartezimmer, sondern die Phase mit dem h\u00f6chsten Risiko: Jeder Vertrag, der bis dahin geschlossen wird, unterliegt dauerhaft dem alten Recht. Anbieter sollten ihre Programme weiterhin so strukturieren, dass sie nach der BGH-Rechtsprechung nicht als Fernunterricht einzuordnen sind, ihre Altvertr\u00e4ge nach Risiko sortieren und R\u00fcckforderungen einzeln pr\u00fcfen, statt sie mit dem Entwurf zu beantworten.<\/p>\n<h3>1. Neue Vertr\u00e4ge nach der BGH-Linie gestalten<\/h3>\n<p>Die Entscheidungen vom Januar und Februar 2026 geben den Rahmen vor. Ein Programm, dessen vertraglicher Schwerpunkt auf individueller Beratung und Begleitung liegt, ist kein Fernunterricht. Live-Formate mit unmittelbarer R\u00fcckfragem\u00f6glichkeit begr\u00fcnden keine r\u00e4umliche Trennung. Eine vertraglich geschuldete Kontrolle des Lernerfolgs sollte fehlen, und zwar im Vertragstext ebenso wie in der Realit\u00e4t des Programms. Das Vers\u00e4umnisurteil vom 12.02.2026 zeigt, wie sehr es auf den Vortrag zum konkreten Leistungsspektrum ankommt: Dort scheiterte die Abweisung der R\u00fcckforderung daran, dass das Berufungsgericht den Charakter des Vertrags nicht hinreichend aufgekl\u00e4rt hatte. Was im Vertrag steht, muss sich im Prozess beweisen lassen.<\/p>\n<h3>2. Altvertr\u00e4ge inventarisieren<\/h3>\n<p>Anbieter sollten jeden Vertrag seit 2023 erfassen: Abschlussdatum, Zahlungsstand, Leistungsstand, Format. Daraus ergeben sich drei Gruppen. Vertr\u00e4ge mit klarem Beratungsschwerpunkt und synchronen Formaten sind kaum angreifbar. Vertr\u00e4ge \u00fcber modulare Videokurse mit Aufgaben, Feedback und aufgezeichneten Calls sind nach der BGH-Linie typischer Fernunterricht. Dazwischen liegt der Graubereich, der die eigentliche Arbeit macht. F\u00fcr jede Gruppe geh\u00f6rt die Verj\u00e4hrung auf den Kalender und, in Abstimmung mit dem Steuerberater, eine Einsch\u00e4tzung, ob R\u00fcckstellungen zu bilden sind. Wie eine solche Bestandsaufnahme in der Praxis aussieht, zeigt <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/vertragsrecht\/praxisfall-coaches-fernusg-bgh\/\">dieser Fall aus unserer Beratung<\/a>.<\/p>\n<h3>3. R\u00fcckforderungen nicht mit dem Referentenentwurf beantworten<\/h3>\n<p>Der Hinweis auf die geplante Abschaffung ist rechtlich wertlos und signalisiert der Gegenseite, dass der Anbieter seine Position nicht kennt. Ein R\u00fcckforderungsschreiben verlangt stattdessen eine Einzelfallpr\u00fcfung: Liegt \u00fcberhaupt Fernunterricht vor? Wurde der Vertrag vor oder nach einer m\u00f6glichen Zulassung geschlossen? Welche Leistungen hat der Teilnehmer in Anspruch genommen, und l\u00e4sst sich daraus ein Wertersatz begr\u00fcnden? Ist der Anspruch verj\u00e4hrt? Erst nach diesen Fragen sollte eine Antwort das Haus verlassen. Ungepr\u00fcfte Antworten schaffen Beweisprobleme, die sich sp\u00e4ter nicht mehr einfangen lassen. Die h\u00e4ufigsten Fragen unserer Mandanten dazu beantworten wir in unseren <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/vertragsrecht\/coaches-fernusg-bgh\/\">FAQ zum FernUSG nach dem BGH-Urteil<\/a>.<\/p>\n<h3>4. ZFU-Verfahren abbrechen oder durchziehen?<\/h3>\n<p>Eine jetzt erteilte Zulassung wirkt nicht zur\u00fcck. Sie sch\u00fctzt aber jeden Vertrag, der zwischen Erteilung und dem 30. Juni 2027 geschlossen wird, und gilt nach dem Entwurf bis zum 30. Juni 2028 fort. Ob sich der Abschluss eines laufenden Verfahrens lohnt, ist eine Rechenaufgabe: Wie viele Neuabschl\u00fcsse mit welchem Volumen fallen bis Mitte 2027 an, und wie sicher ist die Einordnung des Programms ohne Zulassung? Wer sein Angebot bereits konsequent auf Beratung und synchrone Formate umgestellt hat, braucht die Zulassung kaum noch. Wer weiter modulare Kurse mit hohen Ticketpreisen verkauft, sollte das Verfahren zu Ende bringen.<\/p>\n<h3>5. Laufende Prozesse weiterf\u00fchren<\/h3>\n<p>Anh\u00e4ngige Verfahren laufen unver\u00e4ndert weiter. Der Entwurf liefert kein neues Argument zur Sache, aber er ver\u00e4ndert die Vergleichslandschaft: Teilnehmerseite und Gericht wissen jetzt, dass der Gesetzgeber die Nichtigkeitsfolge selbst f\u00fcr unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig h\u00e4lt. Das kann Vergleichsverhandlungen erleichtern, ersetzt aber keine Verteidigung in der Sache.<\/p>\n<h3>6. Das Gesetzgebungsverfahren beobachten<\/h3>\n<p>Drei Punkte verdienen Aufmerksamkeit: eine m\u00f6gliche Verschiebung des Stichtags, eine m\u00f6gliche \u00dcbergangsregel f\u00fcr Altvertr\u00e4ge und \u00c4nderungen am Umfang der Streichung. Sobald der Regierungsentwurf vorliegt, ordnen wir die \u00c4nderungen an dieser Stelle ein.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: Der Referentenentwurf ist die richtige Nachricht f\u00fcr die Zukunft der Branche und die falsche Botschaft f\u00fcr die Gegenwart. Er beseitigt ein Risiko, das Anbieter seit 2023 begleitet, aber erst f\u00fcr Vertr\u00e4ge ab Mitte 2027. Bis dahin gilt: Wer sein Programm heute nicht FernUSG-fest aufstellt, tr\u00e4gt dieses Risiko bis in die drei\u00dfiger Jahre.<\/p>\n<div style=\"background: #EFF3F9; padding: 36px 40px 28px; margin: 0 0 48px;\">\n<h2 style=\"margin: 0 0 14px;\">H\u00e4ufige Fragen zur FernUSG-Abschaffung<\/h2>\n<details style=\"border-bottom: 1px solid #C9D6E6;\">\n<summary style=\"display: flex; justify-content: space-between; align-items: center; gap: 16px; padding: 20px 0; cursor: pointer; font-weight: bold; color: #0a2c52;\">Ab wann gilt die FernUSG-Abschaffung?<span class=\"lhr-faq-toggle\" style=\"display: inline-flex; align-items: center; justify-content: center; width: 28px; height: 28px; border: 1px solid #263E96; color: #263e96; font-size: 19px; line-height: 1; flex: 0 0 28px; transition: transform .2s;\">+<\/span><\/summary>\n<div style=\"padding: 0 0 22px;\">Nach dem Referentenentwurf vom 17. August 2026 soll die Streichung der <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/1.html\" title=\"&sect; 1 FernUSG: Anwendungsbereich\">\u00a7\u00a7 1<\/a> bis <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/FernUSG\/26.html\" title=\"&sect; 26 FernUSG: Gerichtsstand\">26 FernUSG<\/a> am 1. Juli 2027 in Kraft treten. Bis dahin gilt das Gesetz unver\u00e4ndert, einschlie\u00dflich Zulassungspflicht und Nichtigkeitsfolge. Der Termin steht unter dem Vorbehalt des parlamentarischen Verfahrens und kann sich verschieben.<\/div>\n<\/details>\n<details style=\"border-bottom: 1px solid #C9D6E6;\">\n<summary style=\"display: flex; justify-content: space-between; align-items: center; gap: 16px; padding: 20px 0; cursor: pointer; font-weight: bold; color: #0a2c52;\">Kann ich eine R\u00fcckforderung mit dem Hinweis auf die geplante Abschaffung abwehren?<span class=\"lhr-faq-toggle\" style=\"display: inline-flex; align-items: center; justify-content: center; width: 28px; height: 28px; border: 1px solid #263E96; color: #263e96; font-size: 19px; line-height: 1; flex: 0 0 28px; transition: transform .2s;\">+<\/span><\/summary>\n<div style=\"padding: 0 0 22px;\">Nein. F\u00fcr die Wirksamkeit eines Vertrags ist das Recht zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses ma\u00dfgeblich, und ein Referentenentwurf ist noch kein Recht. Ein bereits entstandener R\u00fcckzahlungsanspruch bleibt auch nach dem Inkrafttreten bestehen. Verteidigen l\u00e4sst sich eine R\u00fcckforderung nur mit Argumenten zum konkreten Vertrag: fehlender Fernunterrichtscharakter, Wertersatz oder Verj\u00e4hrung.<\/div>\n<\/details>\n<details style=\"border-bottom: 1px solid #C9D6E6;\">\n<summary style=\"display: flex; justify-content: space-between; align-items: center; gap: 16px; padding: 20px 0; cursor: pointer; font-weight: bold; color: #0a2c52;\">Brauche ich bis 2027 noch eine ZFU-Zulassung?<span class=\"lhr-faq-toggle\" style=\"display: inline-flex; align-items: center; justify-content: center; width: 28px; height: 28px; border: 1px solid #263E96; color: #263e96; font-size: 19px; line-height: 1; flex: 0 0 28px; transition: transform .2s;\">+<\/span><\/summary>\n<div style=\"padding: 0 0 22px;\">Wenn Ihr Programm nach den Kriterien des BGH Fernunterricht ist, ja. Jeder Vertrag, den Sie bis zum 30. Juni 2027 ohne Zulassung schlie\u00dfen, bleibt dauerhaft nichtig. Ob sich ein Zulassungsverfahren noch lohnt, h\u00e4ngt vom Volumen Ihrer Neuabschl\u00fcsse bis dahin und davon ab, ob sich Ihr Programm alternativ so umgestalten l\u00e4sst, dass es nicht mehr unter das Gesetz f\u00e4llt.<\/div>\n<\/details>\n<details style=\"border-bottom: 1px solid #C9D6E6;\">\n<summary style=\"display: flex; justify-content: space-between; align-items: center; gap: 16px; padding: 20px 0; cursor: pointer; font-weight: bold; color: #0a2c52;\">Was passiert mit einer bestehenden ZFU-Zulassung?<span class=\"lhr-faq-toggle\" style=\"display: inline-flex; align-items: center; justify-content: center; width: 28px; height: 28px; border: 1px solid #263E96; color: #263e96; font-size: 19px; line-height: 1; flex: 0 0 28px; transition: transform .2s;\">+<\/span><\/summary>\n<div style=\"padding: 0 0 22px;\">Sie gilt nach \u00a7 27 des Entwurfs bis zum 30. Juni 2028 fort. Danach ist sie gegenstandslos, weil das Gesetz insgesamt au\u00dfer Kraft tritt. Wer den Nachweis einer Zulassung nach anderen Vorschriften ben\u00f6tigt, etwa f\u00fcr Pr\u00fcfungsordnungen der L\u00e4nder oder f\u00fcr F\u00f6rdermittel, kann in der \u00dcbergangszeit eine Bescheinigung beantragen. F\u00fcr die Wirksamkeit von Coaching-Vertr\u00e4gen spielt sie ab Juli 2027 keine Rolle mehr.<\/div>\n<\/details>\n<details>\n<summary style=\"display: flex; justify-content: space-between; align-items: center; gap: 16px; padding: 20px 0; cursor: pointer; font-weight: bold; color: #0a2c52;\">Gilt f\u00fcr Coaching-Vertr\u00e4ge nach 2027 gar kein Verbraucherschutz mehr?<span class=\"lhr-faq-toggle\" style=\"display: inline-flex; align-items: center; justify-content: center; width: 28px; height: 28px; border: 1px solid #263E96; color: #263e96; font-size: 19px; line-height: 1; flex: 0 0 28px; transition: transform .2s;\">+<\/span><\/summary>\n<div style=\"padding: 0 0 22px;\">Doch. Es entf\u00e4llt nur das Sonderrecht des FernUSG. Das Widerrufsrecht bei Fernabsatzvertr\u00e4gen, die AGB-Kontrolle, die Sittenwidrigkeitspr\u00fcfung nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/138.html\" title=\"&sect; 138 BGB: Sittenwidriges Rechtsgesch&auml;ft; Wucher\">\u00a7 138 BGB<\/a> und das Wettbewerbsrecht gelten weiter. Gerade bei hochpreisigen Programmen bleiben Klauselkontrolle und Wucher\u00e4hnlichkeit die Angriffspunkte, mit denen Anbieter rechnen m\u00fcssen.<\/div>\n<\/details>\n<\/div>\n<div style=\"background: #0A2C52; padding: 32px 36px; margin: 0 0 40px;\">\n<p style=\"margin: 0 0 12px; color: #ffffff; font-weight: bold; font-size: 1.25em; line-height: 1.35;\">R\u00fcckforderung erhalten oder unsicher, ob Ihr Coaching bis Mitte 2027 unter das FernUSG f\u00e4llt?<\/p>\n<p style=\"margin: 0 0 24px; color: #d7e3f4;\">Wir vertreten ausschlie\u00dflich Coaching-Anbieter. Schicken Sie uns den Vertrag, das R\u00fcckforderungsschreiben oder Ihr Programmkonzept. Sie erhalten binnen 24 Stunden eine erste Einsch\u00e4tzung, ob Ihr Angebot nach der aktuellen BGH-Rechtsprechung als Fernunterricht einzuordnen ist und welche Gegenargumente bestehen.<\/p>\n<p><a style=\"display: inline-block; background: #FFFFFF; color: #0a2c52; font-weight: bold; padding: 14px 28px; text-decoration: none;\" href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/kontakt\/\">Jetzt Kontakt aufnehmen<\/a><!-- [PR\u00dcFEN] Kontakt-URL --><\/p>\n<\/div>\n<h2>Weiterf\u00fchrende Informationen<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/thema\/coachingvertraege-fernusg\/\">Themenseite: Coachingvertr\u00e4ge und das FernUSG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/thema\/online-coaching-und-das-fernusg\/\">Themenseite: Online-Coaching und das FernUSG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/vertragsrecht\/coachingvertrag-bgh-nichtig\/\">BGH: Online-Coachings ohne ZFU-Zulassung nichtig \u2013 Was Coaches jetzt tun m\u00fcssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/vertragsrecht\/coaches-fernusg-bgh\/\">Was Coaches jetzt wissen m\u00fcssen: FAQ zum FernUSG nach dem BGH-Urteil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/vertragsrecht\/coachingvertrag-fernusg\/\">OLG N\u00fcrnberg: Was das Urteil f\u00fcr Coaching-Anbieter bedeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/vertragsrecht\/online-coaching-und-fernunterricht\/\">OLG K\u00f6ln: Online-Coaching und Fernunterricht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/unsere-erfolge\/\">Unsere Erfolge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bmbfsfj.bund.de\/resource\/blob\/293608\/e8225cb64f73a15e50603a234651d42d\/referentenentwurf-data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Referentenentwurf des BMBFSFJ vom 17.08.2026 (PDF)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&lt;!&#8211; FAQPage JSON-LD \u00b7 nur FAQ-Node, Organization\/WebPage\/Article via Yoast\/Schema Pro \u00b7 falls KSES <script> entfernt: Code Snippets \/ Schema Pro -->\n<\/script><script type=\"application\/ld+json\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"FAQPage\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/vertragsrecht\/fernusg-abschaffung-referentenentwurf\/#webpage\"},\"mainEntity\":[{\"@type\":\"Question\",\"name\":\"Ab wann gilt die FernUSG-Abschaffung?\",\"acceptedAnswer\":{\"@type\":\"Answer\",\"text\":\"Nach dem Referentenentwurf vom 17. 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