{"id":70840,"date":"2026-08-24T20:18:42","date_gmt":"2026-08-24T18:18:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=70840"},"modified":"2026-08-24T20:18:42","modified_gmt":"2026-08-24T18:18:42","slug":"fake-dmca-meldungen-black-hat-seo-deindexierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht\/fake-dmca-meldungen-black-hat-seo-deindexierung\/","title":{"rendered":"Fake-DMCA-Meldungen als SEO-Waffe: So wehren Sie sich gegen die Deindexierung bei Google"},"content":{"rendered":"<p><em><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-70843 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/featured-fake-dmca-google-1200x630-1-708x372.png\" alt=\"\" width=\"542\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/featured-fake-dmca-google-1200x630-1-708x372.png 708w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/featured-fake-dmca-google-1200x630-1-620x326.png 620w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/featured-fake-dmca-google-1200x630-1-354x186.png 354w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/featured-fake-dmca-google-1200x630-1-768x403.png 768w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/featured-fake-dmca-google-1200x630-1.png 1200w\" sizes=\"(max-width: 542px) 100vw, 542px\" \/>Eine Diskussion auf LinkedIn hat es j\u00fcngst wieder ins Bewusstsein ger\u00fcckt: Gut rankende Webseiten verschwinden \u00fcber Nacht aus dem Google-Index \u2013 aufgrund von Urheberrechtsbeschwerden, die frei erfunden sind. <\/em><\/p>\n<p><em>Was wie ein Einzelfall klingt, ist ein professionell betriebenes Gesch\u00e4ftsmodell. <\/em><\/p>\n<p><em>Wir erkl\u00e4ren, wie die Masche funktioniert, warum Google so schnell l\u00f6scht \u2013 und warum Betroffene keineswegs wehrlos sind.<\/em><\/p>\n<h2>Das Ph\u00e4nomen: Deindexierung als Black-Hat-SEO<\/h2>\n<p>Der Ablauf ist immer derselbe: Eine Einzelseite, die zu einem umk\u00e4mpften Keyword gut rankt, wird bei Google wegen eines angeblichen <strong>Urheberrechtsversto\u00dfes<\/strong> gemeldet. Google entfernt die Seite daraufhin \u2013 h\u00e4ufig <strong>binnen Stunden und ohne inhaltliche Pr\u00fcfung<\/strong> \u2013 aus den Suchergebnissen. Der Vorwurf ist erfunden. Der Effekt ist real: Die Seite des Konkurrenten ist weg, der Angreifer r\u00fcckt in den Rankings nach.<\/p>\n<p>Besonders auff\u00e4llig ist das Muster derzeit im Umfeld von <strong>Casino- und Gl\u00fccksspiel-Keywords<\/strong>: Gemeldet werden Seiten, deren Themen wortgleich oder wort\u00e4hnlich mit Casino-Games oder Casino-Marken sind, inhaltlich aber nichts damit zu tun haben. Weder liegt eine Urheberrechtsverletzung vor noch eine Markenverletzung. Es geht allein darum, <strong>Rankings zu \u00fcbernehmen<\/strong>.<\/p>\n<h2>So funktioniert die Masche im Detail<\/h2>\n<p>Nach unserer Erfahrung werden derartige \u201eDienstleistungen&#8221; <strong>kommerziell von internationalen, sorgf\u00e4ltig verschleierten Anbietern<\/strong> angeboten. Das System ist ebenso simpel wie perfide:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Schritt 1 \u2013 Die Kopie:<\/strong> Der Angreifer legt eine neue Webseite an und kopiert dort den vollst\u00e4ndigen Inhalt der Seite, die aus dem Index entfernt werden soll.<\/li>\n<li><strong>Schritt 2 \u2013 Die R\u00fcckdatierung:<\/strong> Diese Kopie wird technisch und formal so pr\u00e4pariert, dass sie \u00e4lter erscheint als das Original \u2013 etwa durch manipulierte Ver\u00f6ffentlichungsdaten. So entsteht der Anschein, das echte Original sei die Kopie.<\/li>\n<li><strong>Schritt 3 \u2013 Die Meldung:<\/strong> Auf Basis dieser fingierten \u201eBeweise&#8221; wird bei Google eine Urheberrechtsbeschwerde nach dem US-amerikanischen <strong>Digital Millennium Copyright Act (DMCA)<\/strong> eingereicht. Google deindexiert die gemeldete Seite \u2013 die Verantwortung f\u00fcr die Richtigkeit der Angaben liegt allein beim Meldenden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00dcber die Grundz\u00fcge dieser Manipulationstechnik und die Risiken zweifelhafter \u201eReputationsdienste&#8221; haben wir bereits im LHR-Magazin berichtet: <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht\/fake-dmca-manipulation\/\">Gef\u00e4lschte DMCA-Meldungen und fingierte Webseiten<\/a>. Neu ist die Sto\u00dfrichtung: Die Masche wird nicht mehr nur zur \u201eReputationsbereinigung&#8221; eingesetzt, sondern gezielt als <strong>Angriffswaffe gegen Wettbewerber<\/strong> \u2013 als das, was man im SEO-Jargon Black-Hat-SEO nennt.<\/p>\n<h2>Warum Google so schnell l\u00f6scht \u2013 und die Wiederherstellung so m\u00fchsam ist<\/h2>\n<p>Das DMCA-Verfahren ist bewusst niedrigschwellig ausgestaltet: Eine formgerechte Meldung mit der Versicherung \u201eunder penalty of perjury&#8221; gen\u00fcgt in der Regel, damit Inhalte deindexiert werden. Eine inhaltliche Pr\u00fcfung durch Google findet praktisch nicht statt. Die Asymmetrie ist eklatant: <strong>Die L\u00f6schung dauert Stunden, die Wiederherstellung Wochen<\/strong> \u2013 denn daf\u00fcr verlangt das Verfahren eine f\u00f6rmliche Gegendarstellung, mit der sich der Betroffene der Gerichtsbarkeit eines US-Bundesgerichts unterwirft. Viele Betroffene schrecken davor zur\u00fcck und nehmen den Schaden hin.<\/p>\n<p>Das ist verst\u00e4ndlich \u2013 aber in den meisten F\u00e4llen die falsche Entscheidung. Denn wer sich die Rechtslage genau ansieht, stellt fest: <strong>Das Risiko liegt beim Angreifer, nicht beim Betroffenen.<\/strong><\/p>\n<div style=\"background: #0b2c52; color: #fff; padding: 28px 30px; margin: 30px 0; font-family: 'Archivo',Arial,sans-serif;\">\n<p style=\"color: #8fb3e8; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; font-size: 13px; margin: 0 0 10px 0;\">LHR-Erfolge gegen Google &amp; Co.<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold; font-size: 20px; margin: 0 0 12px 0; color: #fff;\">Wir setzen Anspr\u00fcche gegen Suchmaschinen und Plattformen durch \u2013 notfalls durch alle Instanzen<\/p>\n<p style=\"color: #dce4f5; margin: 0;\">LHR hat wiederholt gerichtliche Entscheidungen gegen gro\u00dfe Plattformen erstritten \u2013 zuletzt etwa vor dem <strong style=\"color: #fff;\">OLG Frankfurt a.\u00a0M. (Beschl. v. 2026, Az. 11 W 12\/26 Kart)<\/strong> die Freischaltung eines gesperrten Instagram-Accounts sowie vor dem <strong style=\"color: #fff;\">LG D\u00fcsseldorf (Az. 36 O 80\/26 Kart)<\/strong> eine einstweilige Verf\u00fcgung gegen eine Sperrung durch Google\/YouTube. Auch die L\u00f6schung rechtswidriger Google-Eintr\u00e4ge haben wir mehrfach im Eilverfahren durchgesetzt \u2013 mehr dazu in unserem Beitrag <a style=\"color: #fff; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht\/google-eintrag-loeschen\/\">\u201eGoogle-Eintrag l\u00f6schen&#8221;<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<h2>Die Rechtslage in den USA: Counter-Notification und \u00a7 512(f) DMCA<\/h2>\n<p>Das DMCA-Verfahren sieht ein f\u00f6rmliches Gegenmittel vor: die <strong>Counter-Notification nach \u00a7 512(g) DMCA<\/strong>. Mit ihr kann der Betroffene die Wiederherstellung des Inhalts verlangen. H\u00e4lt der Meldende seine Beschwerde aufrecht, muss er binnen kurzer Frist Klage erheben \u2013 was bei erfundenen Vorw\u00fcrfen naturgem\u00e4\u00df nicht geschieht.<\/p>\n<p>Noch wichtiger: <strong>\u00a7 512(f) DMCA<\/strong> begr\u00fcndet eine <strong>Schadensersatzhaftung<\/strong> desjenigen, der wissentlich falsche Angaben in einer Takedown-Meldung macht \u2013 einschlie\u00dflich der Anwaltskosten des Betroffenen. Der bekannteste Fall ist <strong>Lenz v. Universal Music<\/strong>, der sogenannte \u201eDancing-Baby&#8221;-Fall: Eine Mutter hatte ein 29-Sekunden-Video ihres tanzenden Kleinkinds auf YouTube gestellt, im Hintergrund lief \u201eLet&#8217;s Go Crazy&#8221; von Prince. Universal lie\u00df das Video per DMCA-Meldung l\u00f6schen \u2013 und unterlag: Der U.S. Court of Appeals for the Ninth Circuit stellte 2015 klar, dass Rechteinhaber <strong>vor<\/strong> einer Takedown-Meldung pr\u00fcfen m\u00fcssen, ob die Nutzung \u00fcberhaupt rechtswidrig ist. Wer das unterl\u00e4sst oder \u2013 schlimmer \u2013 Vorw\u00fcrfe frei erfindet, haftet.<\/p>\n<p>Hinzu kommt: DMCA-Meldungen werden \u201eunder penalty of perjury&#8221; abgegeben. Bewusst falsche Angaben k\u00f6nnen daher auch <strong>strafrechtliche Relevanz<\/strong> entfalten.<\/p>\n<h2>Die Rechtslage in Deutschland: UWG, BGB \u2013 und der Zivilrechtsweg<\/h2>\n<p>Richtet sich der Angriff gegen ein deutsches Unternehmen, ist der Angreifer aber ein Wettbewerber, greift deutsches Recht \u2013 unabh\u00e4ngig davon, dass die Meldung bei Google nach US-Recht erfolgt:<\/p>\n<ul>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/4.html\" title=\"&sect; 4 UWG: Mitbewerberschutz\">\u00a7 4 Nr. 4 UWG<\/a> (gezielte Behinderung):<\/strong> Die Deindexierung eines Mitbewerbers durch bewusst falsche Rechtsbehauptungen ist ein Paradefall der gezielten Behinderung. Sie begr\u00fcndet Unterlassungs-, Auskunfts- und Schadensersatzanspr\u00fcche.<\/li>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/823.html\" title=\"&sect; 823 BGB: Schadensersatzpflicht\">\u00a7\u00a7 823<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/826.html\" title=\"&sect; 826 BGB: Sittenwidrige vors&auml;tzliche Sch&auml;digung\">826 BGB<\/a>:<\/strong> Daneben kommen Anspr\u00fcche wegen Eingriffs in den eingerichteten und ausge\u00fcbten Gewerbebetrieb sowie wegen vors\u00e4tzlicher sittenwidriger Sch\u00e4digung in Betracht \u2013 auch gegen Auftraggeber, die dubiose \u201eDeindexierungs-Dienstleister&#8221; einschalten.<\/li>\n<li><strong>Auskunft und Ermittlung:<\/strong> \u00dcber die Transparenzdatenbank Lumen, in der Google eingegangene Beschwerden dokumentiert, lassen sich Meldungen h\u00e4ufig nachvollziehen und Angreifer identifizieren \u2013 ein wichtiger erster Ermittlungsschritt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Betrifft die Masche zugleich <strong>Markennamen<\/strong> \u2013 etwa weil der Angreifer sich auf angebliche Markenrechte st\u00fctzt oder eigene Zeichen vorschiebt \u2013 lohnt zudem ein Blick auf die markenrechtliche Seite. Wie Sie Ihre eigenen Kennzeichen absichern und verteidigen, erfahren Sie auf <a href=\"https:\/\/www.lhr-markenservice.de\">www.lhr-markenservice.de<\/a>.<\/p>\n<h2>Was Betroffene jetzt tun sollten<\/h2>\n<h3>1. Beweise sichern<\/h3>\n<p>Screenshot der Google-Benachrichtigung, Lumen-Eintrag, Wayback-Machine-Archivierungen der eigenen Seite und der fingierten \u201eOriginalquelle&#8221;. Gerade die R\u00fcckdatierung l\u00e4sst sich h\u00e4ufig technisch entlarven \u2013 etwa \u00fcber Archivdienste, Domain-Registrierungsdaten und Server-Header.<\/p>\n<h3>2. Counter-Notification pr\u00fcfen<\/h3>\n<p>Die f\u00f6rmliche Gegendarstellung ist der schnellste Weg zur\u00fcck in den Index. Sie sollte juristisch sauber vorbereitet sein \u2013 Fehler kosten Zeit und schw\u00e4chen die Position.<\/p>\n<h3>3. Gegen den Angreifer vorgehen<\/h3>\n<p>Abmahnung und einstweilige Verf\u00fcgung nach UWG gegen identifizierbare Wettbewerber; parallel Schadensersatz. Wer sich wehrt, macht das \u201eGesch\u00e4ftsmodell&#8221; unattraktiv \u2013 wer schweigt, l\u00e4dt zur Wiederholung ein.<\/p>\n<div style=\"background: #f3f7fb; border: 1px solid #c9d5ea; padding: 28px 30px; margin: 30px 0; font-family: 'Archivo',Arial,sans-serif;\">\n<p style=\"color: #0b2c52; font-weight: bold; font-size: 19px; margin: 0 0 10px 0;\">Ihre Seite wurde aufgrund einer falschen Urheberrechtsbeschwerde deindexiert?<\/p>\n<p style=\"color: #333; margin: 0 0 16px 0;\">Wir pr\u00fcfen Ihren Fall, bereiten die Counter-Notification vor und gehen wettbewerbsrechtlich gegen die Verantwortlichen vor \u2013 schnell, erfahren und mit nachweisbaren Erfolgen gegen Google &amp; Co. Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespr\u00e4ch.<\/p>\n<p style=\"margin: 0;\"><a style=\"background: #263e94; color: #fff; padding: 12px 24px; text-decoration: none; font-weight: bold; display: inline-block;\" href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/kontakt\/\">Jetzt kostenloses Erstgespr\u00e4ch vereinbaren<\/a><\/p>\n<\/div>\n<h2>FAQ \u2013 H\u00e4ufige Fragen zu Fake-DMCA-Meldungen<\/h2>\n<h3>Warum l\u00f6scht Google Seiten ohne Pr\u00fcfung aus dem Index?<\/h3>\n<p>Das DMCA-Verfahren verlagert die Verantwortung f\u00fcr die Richtigkeit der Angaben vollst\u00e4ndig auf den Meldenden. Google pr\u00fcft im Regelfall nur die formale Vollst\u00e4ndigkeit der Beschwerde, nicht deren inhaltliche Berechtigung \u2013 und deindexiert im Zweifel, um die eigene Haftungsfreistellung nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<h3>Was ist eine Counter-Notification?<\/h3>\n<p>Die Counter-Notification nach \u00a7 512(g) DMCA ist die f\u00f6rmliche Gegendarstellung des Betroffenen. H\u00e4lt der Meldende seine Beschwerde danach nicht durch Klageerhebung aufrecht, wird der Inhalt wiederhergestellt. Sie erfordert unter anderem die Unterwerfung unter die Zust\u00e4ndigkeit eines US-Bundesgerichts \u2013 ein Schritt, der juristisch begleitet werden sollte, aber bei erfundenen Vorw\u00fcrfen regelm\u00e4\u00dfig risikoarm ist.<\/p>\n<h3>Haftet der Absender einer falschen DMCA-Meldung?<\/h3>\n<p>Ja. Nach \u00a7 512(f) DMCA haftet auf Schadensersatz einschlie\u00dflich Anwaltskosten, wer wissentlich falsche Angaben macht. In Deutschland kommen zus\u00e4tzlich Anspr\u00fcche aus <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/4.html\" title=\"&sect; 4 UWG: Mitbewerberschutz\">\u00a7 4 Nr. 4 UWG<\/a> (gezielte Behinderung) sowie <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/823.html\" title=\"&sect; 823 BGB: Schadensersatzpflicht\">\u00a7\u00a7 823<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/826.html\" title=\"&sect; 826 BGB: Sittenwidrige vors&auml;tzliche Sch&auml;digung\">826 BGB<\/a> in Betracht \u2013 auch gegen Auftraggeber solcher \u201eDienstleistungen&#8221;.<\/p>\n<h3>Wie finde ich heraus, wer die Meldung abgegeben hat?<\/h3>\n<p>Google \u00fcbermittelt eingegangene Beschwerden an die Transparenzdatenbank Lumen (lumendatabase.org). Dort lassen sich Meldungen recherchieren und h\u00e4ufig R\u00fcckschl\u00fcsse auf den Absender ziehen \u2013 ein wichtiger Ausgangspunkt f\u00fcr die Rechtsverfolgung.<\/p>\n<h3>Lohnt sich die Gegenwehr auch bei einzelnen Seiten?<\/h3>\n<p>Das ist eine wirtschaftliche Abw\u00e4gung. Bei Seiten, die Traffic und Umsatz generieren, lohnt sie sich fast immer \u2013 zumal die Counter-Notification standardisierbar ist. Und: Jede erfolgreiche Gegenwehr erh\u00f6ht das Risiko f\u00fcr die Angreifer und sch\u00fctzt damit auch die \u00fcbrigen Seiten.<\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"https:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"FAQPage\",\n  \"mainEntity\": [\n    {\n      \"@type\": \"Question\",\n      \"name\": \"Warum l\u00f6scht Google Seiten ohne Pr\u00fcfung aus dem Index?\",\n      \"acceptedAnswer\": {\n        \"@type\": \"Answer\",\n        \"text\": \"Das DMCA-Verfahren verlagert die Verantwortung f\u00fcr die Richtigkeit der Angaben vollst\u00e4ndig auf den Meldenden. Google pr\u00fcft im Regelfall nur die formale Vollst\u00e4ndigkeit der Beschwerde, nicht deren inhaltliche Berechtigung \u2013 und deindexiert im Zweifel, um die eigene Haftungsfreistellung nicht zu gef\u00e4hrden.\"\n      }\n    },\n    {\n      \"@type\": \"Question\",\n      \"name\": \"Was ist eine Counter-Notification?\",\n      \"acceptedAnswer\": {\n        \"@type\": \"Answer\",\n        \"text\": \"Die Counter-Notification nach \u00a7 512(g) DMCA ist die f\u00f6rmliche Gegendarstellung des Betroffenen. H\u00e4lt der Meldende seine Beschwerde danach nicht durch Klageerhebung aufrecht, wird der Inhalt wiederhergestellt. Sie erfordert unter anderem die Unterwerfung unter die Zust\u00e4ndigkeit eines US-Bundesgerichts \u2013 ein Schritt, der juristisch begleitet werden sollte, aber bei erfundenen Vorw\u00fcrfen regelm\u00e4\u00dfig risikoarm ist.\"\n      }\n    },\n    {\n      \"@type\": \"Question\",\n      \"name\": \"Haftet der Absender einer falschen DMCA-Meldung?\",\n      \"acceptedAnswer\": {\n        \"@type\": \"Answer\",\n        \"text\": \"Ja. Nach \u00a7 512(f) DMCA haftet auf Schadensersatz einschlie\u00dflich Anwaltskosten, wer wissentlich falsche Angaben macht. 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