{"id":69978,"date":"2026-03-08T19:51:30","date_gmt":"2026-03-08T17:51:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=69978"},"modified":"2026-03-08T19:51:30","modified_gmt":"2026-03-08T17:51:30","slug":"olg-koeln-manager-magazin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/pressemitteilungen\/olg-koeln-manager-magazin\/","title":{"rendered":"OLG K\u00f6ln untersagt dem Manager Magazin Berichterstattung \u00fcber TPG"},"content":{"rendered":"

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Das Oberlandesgericht K<\/span>\u00f6<\/span>ln hat mit Urteil vom 26. Februar 2026 (Az. 15 W 7\/26<\/a>)<\/b> dem manager magazin und mehreren verantwortlichen Redakteuren im Wege der einstweiligen Verf\u00fcgung untersagt, \u00fcber die The Platform Group SE & Co. KGaA<\/b> und ihren Vorstandsvorsitzenden Dr. Dominik Benner<\/b> \u00fcber einzelne Sachverhalten zu berichten.<\/span><\/p>\n<\/div>\n

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The Platform Group SE & Co. <\/span>KGaA hat erstmals rechtliche Schritte gegen das Manager Magazin eingeleitet und vor dem OLG K\u00f6ln vollst\u00e4ndig Recht bekommen.<\/span><\/p>\n<\/div>\n

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Das Gericht stellte klar, dass bereits die \u00dcberschrift und der Teaser eines Artikels vor einer Bezahlschranke<\/b> eine unzul\u00e4ssige identifizierende Verdachtsberichterstattung darstellt, wenn sie beim durchschnittlichen Leser den Eindruck erwecken, der betroffene Unternehmensleiter k<\/span>\u00f6<\/span>nne pers<\/span>\u00f6<\/span>nlich in strafrechtlich relevante Vorg\u00e4nge verwickelt sein.<\/span><\/p>\n<\/div>\n

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Gericht: Verdachtsberichterstattung ohne ausreichende Tatsachengrundlage unzul\u00e4<\/span>ssig<\/span><\/h2>\n<\/div>\n
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Nach Auffassung des Senats vermittelten die Formulierungen des Artikels sowie die \u00dcberschrift \u201eNeuer <\/span>\u00c4<\/span>rger im Reich des Dominik Benner\u201c sowie der Hinweis, die \u201eProbleme des Platform-Group-Chefs werden gr\u00f6\u00dfer\u201c, im Zusammenspiel mit der Erw\u00e4hnung eines angeblichen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens gegen eine ehemalige Tochtergesellschaft den Eindruck, Dr. Benner k<\/span>\u00f6<\/span>nne selbst strafrechtlich verantwortlich sein.<\/span><\/p>\n<\/div>\n

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Der Senat stellte fest, dass eine solche identifizierende Verdachtsberichterstattung nur zul\u00e4ssig ist, wenn ein Mindestbestand an Beweistatsachen vorliegt und die journalistischen Sorgfaltspflichten eingehalten werden. Dazu geh<\/span>\u00f6<\/span>rt insbesondere, dass die Stellungnahme des Betroffenen angemessen ber\u00fccksichtigt wird und die Berichterstattung der Wahrheit entspricht.<\/span><\/p>\n<\/div>\n

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Diese Anforderungen sah das Gericht in dem Artikel des Manager Magazin als nicht gegeben an. Die Stellungnahme von Dr. Benner, wonach er weder Organ der betreffenden Gesellschaft gewesen sei noch ein Ermittlungsverfahren gegen ihn bekannt sei, wurde im relevanten Teil der Berichterstattung vor der Bezahlschranke bewusst nicht wiedergegeben.<\/span><\/p>\n<\/div>\n

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Ebenfalls untersagte das Gericht die Ver<\/span>\u00f6<\/span>ffentlichung einer Abbildung von Dr. Benner im Zusammenhang mit der beanstandeten Berichterstattung. Eine Bebilderung k<\/span>\u00f6<\/span>nne die Pers<\/span>\u00f6<\/span>nlichkeitsrechtsverletzung zus\u00e4tzlich verst\u00e4rken, wenn sie mit einer unzul\u00e4ssigen Wortberichterstattung verbunden ist. Dies war hier der Fall.<\/span><\/p>\n<\/div>\n

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F\u00fcr jeden Fall der Zuwiderhandlung droht den Verf\u00fcgungsbeklagten (Manager Magazin) ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro<\/b> oder Ordnungshaft<\/b>. Das Urteil ist rechtskr\u00e4ftig. Es ist durch das OLG K\u00f6ln im Eilverfahren ergangen. Das Manager Magazin kann noch das Hauptsacheverfahren durchf\u00fchren.<\/span><\/p>\n<\/div>\n

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Gericht st\u00e4rkt Pers<\/span>\u00f6<\/span>nlichkeitsrechte gegen\u00fcber digitaler Verdachtsberichterstattung<\/span><\/h2>\n<\/div>\n
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Mit der Entscheidung betont das Oberlandesgericht K<\/span>\u00f6<\/span>ln, dass auch im digitalen Journalismus strengen rechtlichen Anforderungen an Verdachtsberichterstattung gelten.<\/span><\/p>\n<\/div>\n

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Unternehmen und ihre Organe m\u00fcssen nicht hinnehmen, dass durch suggestive oder falsche Formulierungen ein strafrechtlicher Verdacht erzeugt wird, ohne dass hierf\u00fcr eine ausreichende Tatsachengrundlage besteht.<\/span><\/p>\n<\/div>\n

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Vor dem Hintergrund der erfolgten Urteilsverk\u00fcndigung des OLG K\u00f6ln hat The Platform Group SE & Co. KGaA die Kanzlei LHR beauftragt, gegen weitere Artikel des Manager Magazins juristisch vorzugehen. Mit entsprechenden Gerichtsverfahren und -urteilen wird im Jahresverlauf 2026 gerechnet.<\/span><\/p>\n

Offenlegung: LHR hat die Antragsteller vertreten.<\/span><\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

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