{"id":69546,"date":"2025-09-24T20:00:32","date_gmt":"2025-09-24T18:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=69546"},"modified":"2025-09-24T20:00:32","modified_gmt":"2025-09-24T18:00:32","slug":"neue-google-richtlinie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/wettbewerbsrecht-kartellrecht\/neue-google-richtlinie\/","title":{"rendered":"Neue Google Ads-Richtlinien: Werbetreibende m\u00fcssen jetzt handeln"},"content":{"rendered":"<p><em><img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-69548 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Google-Ads-Neue-Richtlinien-414x414.jpg\" alt=\"\" width=\"414\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Google-Ads-Neue-Richtlinien-414x414.jpg 414w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Google-Ads-Neue-Richtlinien-620x620.jpg 620w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Google-Ads-Neue-Richtlinien-207x207.jpg 207w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Google-Ads-Neue-Richtlinien-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Google-Ads-Neue-Richtlinien.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 414px) 100vw, 414px\" \/>Zum 28. Oktober 2025 treten neue Google Ads-Richtlinien zu Falschdarstellungen in Kraft. Betroffen sind insbesondere Unternehmen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen online bewerben. <\/em><\/p>\n<p><em>Wer die Anforderungen nicht rechtzeitig umsetzt, riskiert Werbesperren, erhebliche Marktsch\u00e4den und den Verlust an Sichtbarkeit. Werbetreibende m\u00fcssen deshalb jetzt handeln.<\/em><\/p>\n<h2>Was \u00e4ndert sich konkret?<\/h2>\n<p>Google fordert k\u00fcnftig, dass s\u00e4mtliche Preisangaben und Kostenmodelle klar und transparent offengelegt werden. Dazu geh\u00f6ren auch Probezeitr\u00e4ume, Abos oder vermeintlich \u201ekostenlose\u201c Angebote.<\/p>\n<p>Werbepraktiken wie Lockangebote, \u00fcberh\u00f6hte Geb\u00fchren in Notsituationen oder unklare Preisstrukturen gelten als Versto\u00df \u2013 auch dann, wenn sie nach deutschem Recht rechtlich zul\u00e4ssig w\u00e4ren oder einer gerichtlichen Pr\u00fcfung standhalten w\u00fcrden.<\/p>\n<h2>Das Risiko: Algorithmen entscheiden<\/h2>\n<p>Brisant ist weniger der Inhalt der Vorgaben als deren Durchsetzung: \u00dcber die Einhaltung entscheiden nicht Gerichte, sondern fehleranf\u00e4llige Algorithmen. Diese pr\u00fcfen nicht nur den Anzeigentext, sondern auch die verlinkte Webseite. Schon kleine Unklarheiten k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass ein Konto gesperrt wird \u2013 mit gravierenden Folgen f\u00fcr den gesamten Gesch\u00e4ftsbetrieb.<\/p>\n<h2>Private Richtlinien statt deutschem Recht<\/h2>\n<p>Damit schafft Google ein <strong>privates Regelwerk<\/strong>, das \u00fcber deutsches Recht hinausgeht und dieses teilweise ersetzt. Klassische F\u00e4lle des Wettbewerbsrechts \u2013 etwa irref\u00fchrende Werbung oder aggressive Gesch\u00e4ftspraktiken \u2013 werden nicht mehr von den zust\u00e4ndigen Kammern oder Gerichten entschieden, sondern von Google selbst. F\u00fcr Unternehmen bedeutet das: fehlende Transparenz, keine unabh\u00e4ngige Kontrolle und eine faktische Abh\u00e4ngigkeit von Googles Bewertung.<\/p>\n<h2>Warum Unternehmen jetzt reagieren m\u00fcssen<\/h2>\n<p>Die Umsetzungsfrist ist knapp. Sp\u00e4testens zum Inkrafttreten Ende Oktober sollten alle Anzeigen und Webseiten-Inhalte \u00fcberpr\u00fcft und angepasst sein. Denn eine Sperre bedeutet nicht nur kurzfristige Umsatzverluste, sondern kann auch langfristig den Ruf und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit sch\u00e4digen. Ein Abwarten ist deshalb keine Option.<\/p>\n<h2>FAQ: Was sollten betroffene Unternehmen jetzt tun?<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>1. Anzeigen pr\u00fcfen:<\/strong> S\u00e4mtliche Google Ads auf klare und vollst\u00e4ndige Preisangaben kontrollieren \u2013 insbesondere bei Abos, Testphasen oder \u201ekostenlosen\u201c Leistungen.<\/li>\n<li><strong>2. Webseiten-Inhalte anpassen:<\/strong> Landingpages so gestalten, dass Kosten, Vertragslaufzeiten und K\u00fcndigungsmodalit\u00e4ten sofort erkennbar sind.<\/li>\n<li><strong>3. Fr\u00fchzeitig Rechtssicherheit schaffen:<\/strong> Werbung und Preisgestaltung rechtlich pr\u00fcfen lassen, um Konflikte mit Googles Richtlinien zu vermeiden.<\/li>\n<li><strong>4. Warnungen ernst nehmen:<\/strong> Jede Vorwarnung von Google sollte als akuter Handlungsauftrag verstanden werden. Dokumentation und Rechtsrat sind hier entscheidend.<\/li>\n<li><strong>5. Strategische Vorsorge:<\/strong> Betroffene sollten pr\u00fcfen, ob sich im Ernstfall gerichtliche Schritte gegen Sperrungen lohnen, um ihre Rechte durchzusetzen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Fazit: Wer unt\u00e4tig bleibt, riskiert den Gesch\u00e4ftsbetrieb<\/h2>\n<p>Die neuen Google Ads-Richtlinien sind weit mehr als eine Formalit\u00e4t. Sie verschieben die Verantwortung f\u00fcr Rechtsfragen von unabh\u00e4ngigen Gerichten auf einen globalen Plattformbetreiber. F\u00fcr Unternehmen bedeutet das: erh\u00f6hte Risiken und Rechtsunsicherheit. Wer seine Werbung nicht rechtzeitig \u00fcberpr\u00fcft und anpasst, riskiert nicht nur eine Sperre, sondern auch den Verlust der digitalen Sichtbarkeit. <strong>Jetzt handeln ist daher Pflicht.<\/strong><\/p>\n<h2>Und falls Google unberechtigterweise sperrt:<strong><br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<ul>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/thema\/wettbewerbsrecht-kartellrecht\/google-ads-sperre-hilfe-bei-kontosperrung-und-wiederfreischaltung\/\">Google Ads Sperre \u2013 Hilfe bei Kontosperrung und Wiederfreischaltung<\/a><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum 28. Oktober 2025 treten neue Google Ads-Richtlinien zu Falschdarstellungen in Kraft. Betroffen sind insbesondere Unternehmen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen online bewerben. Wer die Anforderungen nicht rechtzeitig umsetzt, riskiert Werbesperren, erhebliche Marktsch\u00e4den und den Verlust an Sichtbarkeit. Werbetreibende m\u00fcssen deshalb jetzt handeln. 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