{"id":69113,"date":"2025-06-11T06:49:49","date_gmt":"2025-06-11T04:49:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=69113"},"modified":"2025-06-11T06:49:49","modified_gmt":"2025-06-11T04:49:49","slug":"chatgpt-empfehlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht\/chatgpt-empfehlung\/","title":{"rendered":"KI statt Google? Was wirklich hinter dem neuen SEO-Trend steckt"},"content":{"rendered":"<p><em><img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-69116 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/KI-SEO-414x414.png\" alt=\"\" width=\"414\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/KI-SEO-414x414.png 414w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/KI-SEO-620x620.png 620w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/KI-SEO-207x207.png 207w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/KI-SEO-768x768.png 768w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/KI-SEO.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 414px) 100vw, 414px\" \/>Auf LinkedIn mehren sich gerade die Stimmen von Marketing-Consultants, die eine neue Empfehlung ausgeben: <\/em><\/p>\n<p><em>Wer k\u00fcnftig sichtbar sein will, soll sich nicht mehr auf SEO verlassen, sondern daf\u00fcr sorgen, dass ChatGPT &amp; Co. das eigene Unternehmen \u201eempfehlen\u201c.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Gedanke dahinter: Nutzerinnen und Nutzer stellen vermehrt konkrete Fragen an K\u00fcnstliche Intelligenzen \u2013 und bekommen keine Ergebnisliste wie bei Google, sondern eine direkte Antwort. <\/em><\/p>\n<p><em>Und in dieser will man nat\u00fcrlich gern vorkommen.<\/em><\/p>\n<h2>Ein Selbstversuch mit \u00fcberraschendem Ergebnis<\/h2>\n<p>Auch wir haben uns gefragt, wie LHR eigentlich in solchen KI-Antworten abschneidet. In einem internen Test wurde das Modell mit verschiedenen Fragen zu spezialisierten Rechtsgebieten konfrontiert \u2013 etwa \u201eWelche Kanzleien gelten als f\u00fchrend im Markenrecht?\u201c oder \u201eWer ist besonders bekannt f\u00fcr Medienrecht in Deutschland?\u201c.<\/p>\n<p>Die Antwort: LHR wurde jeweils als Top-Adresse genannt \u2013 mit nachvollziehbarer Begr\u00fcndung.<\/p>\n<p>Allerdings sah das Ganze ganz anders aus, wenn man die gleiche Frage aus einem neutralen, nicht eingeloggten Account stellte.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich waren andere Kanzleien vorn, LHR zwar erw\u00e4hnt, aber nicht als strahlende Nummer 1. Die Ergebnisse schwankten also deutlich \u2013 je nach Kontext, Nutzerhistorie oder sonstigen Faktoren, die man als Au\u00dfenstehender kaum nachvollziehen kann.<\/p>\n<h2>K\u00fcnstliche Intelligenz tickt anders als Google<\/h2>\n<p>Im Unterschied zur klassischen Suche bietet ein KI-Modell kein Set von Treffern, sondern eine vorformulierte, scheinbar autoritative Antwort. Dass die Inhalte dabei oft statistisch gewichtet und auf Grundlage riesiger Textmengen generiert werden, ist bekannt \u2013 aber wer genau wie und warum genannt wird, bleibt unklar.<\/p>\n<p>Das bedeutet auch: Es gibt keine klare \u201eOptimierungsstrategie\u201c, mit der man gezielt auf Platz 1 in den Antworten einer KI kommt. Schon gar nicht dauerhaft. Sichtbarkeit entsteht dort nicht durch gezielte Ma\u00dfnahmen im technischen oder strukturellen Sinne, sondern vor allem durch eine starke, konsistente digitale Pr\u00e4senz \u2013 auf Websites, in Fachver\u00f6ffentlichungen, im Netz insgesamt.<\/p>\n<h2>Was z\u00e4hlt, ist Substanz und Kontinuit\u00e4t<\/h2>\n<p>Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch: Wer bereits gut positioniert ist \u2013 mit echten Inhalten, konkreten Spezialisierungen und nachweisbarer Fachautorit\u00e4t \u2013 wird auch von KI-Systemen mit h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit genannt. Nicht immer und nicht bei jeder Formulierung. Aber die Richtung stimmt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Kanzleien wie LHR ist das kein Grund zur Nervosit\u00e4t, sondern eher ein Ansporn, die eigene inhaltliche Arbeit weiter konsequent zu dokumentieren und sichtbar zu machen \u2013 sei es \u00fcber Fachbeitr\u00e4ge, Pressearbeit oder die kontinuierliche Pflege des eigenen Auftritts.<\/p>\n<h2>Fazit: KI-Sichtbarkeit ist kein Ersatz, sondern ein Ergebnis<\/h2>\n<p>Ob Google, Bing oder ChatGPT \u2013 wer fachlich \u00fcberzeugt und inhaltlich sichtbar bleibt, wird auch in neuen Technologien nicht untergehen. Wer sich hingegen rein auf KI-Platzierungen konzentriert, \u00fcbersieht, dass diese Sichtbarkeit nicht \u201egemacht\u201c, sondern verdient werden muss. Und das funktioniert am Ende ganz klassisch: durch Qualit\u00e4t, Relevanz und Reputation.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf LinkedIn mehren sich gerade die Stimmen von Marketing-Consultants, die eine neue Empfehlung ausgeben: Wer k\u00fcnftig sichtbar sein will, soll sich nicht mehr auf SEO verlassen, sondern daf\u00fcr sorgen, dass ChatGPT &amp; Co. das eigene Unternehmen \u201eempfehlen\u201c. 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