{"id":69091,"date":"2025-06-05T04:33:49","date_gmt":"2025-06-05T02:33:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=69091"},"modified":"2025-07-21T06:33:31","modified_gmt":"2025-07-21T04:33:31","slug":"dhl-peakzuschlag-rechtswidrig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/wettbewerbsrecht-kartellrecht\/dhl-peakzuschlag-rechtswidrig\/","title":{"rendered":"DHL \u201ePeak-Zuschlag\u201c 2025 f\u00fcr Cyber Week, Black Week und Weihnachten: LHR geht gegen missbr\u00e4uchliche Entgeltpraxis vor"},"content":{"rendered":"<p><em><img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-69095 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/DHL-Peakzuschlag-414x414.png\" alt=\"\" width=\"414\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/DHL-Peakzuschlag-414x414.png 414w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/DHL-Peakzuschlag-620x620.png 620w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/DHL-Peakzuschlag-207x207.png 207w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/DHL-Peakzuschlag-768x768.png 768w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/DHL-Peakzuschlag.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 414px) 100vw, 414px\" \/>Mit Wirkung zum 1. November 2025 f\u00fchrt die DHL Paket GmbH f\u00fcr Gesch\u00e4ftskunden einen sogenannten \u201ePeak-Zuschlag\u201c in H\u00f6he von 19 Cent pro Sendung ein. Zus\u00e4tzlich erhebt sie in der \u201eBlack Week\u201c und der \u201eCyber Week\u201c (24.11. bis 7.12.2025) einen \u201ePeak-in-Peak-Zuschlag\u201c von 50 Cent. <\/em><\/p>\n<p><em>Insgesamt steigt das Versandentgelt in diesem Zeitraum damit um 69 Cent pro Sendung \u2013 ein erheblicher Eingriff in die Kalkulation vieler gewerblicher Versender.<\/em><\/p>\n<h2>Aus Sicht von LHR: Ein klarer Fall von Missbrauch marktbeherrschender Stellung<\/h2>\n<p>Als auf Wettbewerbs- und Regulierungsrecht spezialisierte Kanzlei halten wir diese Entgeltpraxis f\u00fcr unzul\u00e4ssig. DHL verf\u00fcgt nach wie vor \u00fcber eine marktbeherrschende Stellung im Bereich des Paketversands \u2013 best\u00e4tigt u.a. durch die Bundesnetzagentur. Die einseitige Einf\u00fchrung pauschaler Zuschl\u00e4ge ohne vertragliche Vereinbarung verletzt zentrale Vorgaben des Postgesetzes (\u00a7\u202f39 PostG).<\/p>\n<p>Zuschl\u00e4ge, die nicht auf nachvollziehbar kalkulierten Zusatzkosten beruhen, sondern pauschal und ohne verursachungsgerechte Differenzierung alle Gesch\u00e4ftskunden belasten, stellen einen klassischen Fall des Missbrauchs marktbeherrschender Stellung dar. Betroffen sind insbesondere kleinere und mittlere Versandh\u00e4ndler, die in der fraglichen Zeit keine au\u00dfergew\u00f6hnlichen Umsatzspitzen erzielen, die h\u00f6heren Kosten aber dennoch tragen m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>LHR hat bereits Beschwerde bei der Bundesnetzagentur eingelegt<\/h2>\n<p>Unsere Kanzlei hat im Namen eines betroffenen Mandanten bereits eine offizielle Beschwerde bei der Bundesnetzagentur eingereicht und die Einleitung eines Pr\u00fcfverfahrens gem\u00e4\u00df \u00a7\u202f49 PostG beantragt. Nach dem neuen Postgesetz ist die Beh\u00f6rde verpflichtet, binnen vier Monaten \u00fcber die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit solcher Entgelte zu entscheiden und gegebenenfalls deren Unwirksamkeit festzustellen.<\/p>\n<p>Wir gehen davon aus, dass die von DHL geplanten Zuschl\u00e4ge weder sachlich gerechtfertigt noch im Einklang mit dem geltenden Entgeltregulierungsrecht stehen.<\/p>\n<h2>Was k\u00f6nnen betroffene H\u00e4ndler tun?<\/h2>\n<p>Wenn auch Sie DHL-Gesch\u00e4ftskunde sind und von den angek\u00fcndigten \u201ePeak\u201c-Zuschl\u00e4gen betroffen sein werden, empfehlen wir Ihnen, diese Praxis nicht widerspruchslos hinzunehmen. Die Erfahrung zeigt: Fr\u00fchzeitiger rechtlicher Widerspruch \u2013 idealerweise im Rahmen einer kollektiven Vorgehensweise \u2013 kann die aufsichtsrechtliche Pr\u00fcfung beschleunigen und die Position betroffener Unternehmen st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Unsere Kanzlei steht Ihnen kurzfristig f\u00fcr die rechtliche Pr\u00fcfung Ihrer Vertragslage mit DHL und die Formulierung einer qualifizierten Eingabe an die Bundesnetzagentur zur Verf\u00fcgung. Ziel ist es, die Unwirksamkeit der angek\u00fcndigten Zuschl\u00e4ge feststellen zu lassen \u2013 und langfristig faire Bedingungen f\u00fcr gewerbliche Versender zu sichern.<\/p>\n<h2>Jetzt handeln \u2013 Wir unterst\u00fctzen Sie<\/h2>\n<p>Die Zuschl\u00e4ge treten ab dem 1. November 2025 in Kraft. Unternehmen, die dagegen vorgehen m\u00f6chten, sollten zeitnah t\u00e4tig werden. Gerne vertreten wir auch Ihre Interessen gegen\u00fcber DHL und der Bundesnetzagentur.<\/p>\n<p>Melden Sie sich gerne unverbindlich bei uns!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Wirkung zum 1. November 2025 f\u00fchrt die DHL Paket GmbH f\u00fcr Gesch\u00e4ftskunden einen sogenannten \u201ePeak-Zuschlag\u201c in H\u00f6he von 19 Cent pro Sendung ein. Zus\u00e4tzlich erhebt sie in der \u201eBlack Week\u201c und der \u201eCyber Week\u201c (24.11. bis 7.12.2025) einen \u201ePeak-in-Peak-Zuschlag\u201c von 50 Cent. 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