{"id":67217,"date":"2024-07-15T07:26:45","date_gmt":"2024-07-15T05:26:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=67217"},"modified":"2024-07-15T05:27:55","modified_gmt":"2024-07-15T03:27:55","slug":"doping-im-e-sports","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/e-sportrecht\/doping-im-e-sports\/","title":{"rendered":"Anti-Doping im E-Sport"},"content":{"rendered":"
E-Sports<\/a> Doping ist auch ein Problem im E-Sports. Mehrere Spieler berichteten dar\u00fcber, dass sie regelm\u00e4\u00dfig leistungssteigernde Substanzen wie z.B Adderall vor und w\u00e4hrend der Turniere zu sich nehmen, um sich Leistungsvorteile zu verschaffen. Adderall ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das normalerweise zur Behandlung von ADHS eingesetzt wird. Es steigert die Aufmerksamkeit und Konzentration und wirkt bei gesundenden Menschen \u00e4hnlich wie Speed oder Meth.<\/p>\n In Deutschland ist Doping grunds\u00e4tzlich verboten, aber es gibt keine klare Rechtsprechung, ob das Anti-Doping-Gesetz<\/a> (ADG) Anwendung beim E-Sports findet. Denn E-Sports ist aktuell noch kein Sport im juristischen Sinne. Die Regelungen des World-Anti-Doping Codes<\/a> (WADC) lassen die Besonderheiten des E-Sports au\u00dfer Acht. Deshalb liegt es zurzeit in der Hand der Veranstalter von Turnieren Regularien zu schaffen, um dem Doping im E-Sports den Kampf anzusagen.<\/p>\n Zwar haben einige Veranstalter und Publisher in ihren Regelwerken Abs\u00e4tze, die das Spielen mit illegalen Substanzen verbieten, wie zum Beispiel Riot Games \u2013 Publisher und Veranstalter von Turnieren in League of Legends und Valorant \u2013 in ihrem Global Code of Conduct, in dem sie einerseits das Spielen unter Einfluss von Drogen verbieten und zus\u00e4tzlich darauf hinweisen, dass das Spielen unter Einfluss von verschreibungspflichtigen Medikamenten nur zur Behandlung von Erkrankungen dienen und nicht zur Leistungssteigerung genutzt werden darf. Kontrollmechaniken findet man trotzdem in den wenigsten F\u00e4llen.<\/p>\n Ein Vorreiter ist die Electronic Sports League<\/a> (ESL) – Veranstalter von E-Sports Turnieren insbesondere Counter Strike \u2013 die bereits 2015 Anti-Doping-Richtlinien eingef\u00fchrt hat, infolge der Enth\u00fcllungen des ehemaligen Counter Strikes Profis Kory \u201eSemphis\u201c Friesen, der zugab, dass sein damaliges Team unter Einfluss von Adderall Turniere gespielt hat. Die ESL wird seit 2015 von der Nationalen Anti Doping Agentur<\/a> (NADA) bei der Dopingpr\u00e4vention unterst\u00fctzt. Dennoch gibt es kein einheitliches Dopingkontrollsystem, da die Richtlinien keine allgemeing\u00fcltige Funktion im E-Sport haben.<\/p>\n
<\/a>, die Welt des wettbewerbsorientierten Videospiels, ist l\u00e4ngst \u00fcber den Status eines Hobbys hinausgewachsen. Es hat sich zu einem milliardenschweren Gesch\u00e4ft entwickelt, das weltweit Fans begeistert und Profispielern erm\u00f6glicht, ihren Lebensunterhalt durch Gaming zu verdienen. Die Spieler m\u00fcssen Spitzenleistungen erbringen und stehen unter enormen Leistungsdruck. Daher ist es wenig \u00fcberraschend, dass einige E-Sportler<\/a> versuchen, ihre Leistungen mit leistungssteigernden Substanzen zu optimieren. Die Substanzen zielen darauf ab, die Aufmerksamkeit, Konzentration, Reflexe und Ausdauer der E-Sportler zu verbessern.<\/em><\/p>\nDoping im E-Sports<\/h2>\n
Rechtliche Lage und Regelungen zum Doping im E-Sport<\/h2>\n
Die Notwendigkeit einheitlicher Standards im E-Sport<\/h2>\n