{"id":66564,"date":"2024-03-12T07:54:23","date_gmt":"2024-03-12T05:54:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=66564"},"modified":"2024-03-13T10:40:42","modified_gmt":"2024-03-13T08:40:42","slug":"viertes-ordnungsgeld-gegen-coaches","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht\/viertes-ordnungsgeld-gegen-coaches\/","title":{"rendered":"LG Frankfurt verh\u00e4ngt viertes Ordnungsgeld in H\u00f6he von 10.000 \u20ac gegen &#8220;Coaches&#8221; wegen Schleichwerbung"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-66567 alignleft\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/CoachmitschoenemPolo-414x414.jpg\" alt=\"\" width=\"414\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/CoachmitschoenemPolo-414x414.jpg 414w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/CoachmitschoenemPolo-620x620.jpg 620w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/CoachmitschoenemPolo-207x207.jpg 207w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/CoachmitschoenemPolo-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/CoachmitschoenemPolo.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 414px) 100vw, 414px\" \/>Das Landgericht Frankfurt hat ein weiteres Ordnungsmittel gegen zwei &#8220;Coaches&#8221; in H\u00f6he von 10.000 \u20ac verh\u00e4ngt (LG Frankfurt, Ordnungsmittelbeschluss v. 23.2.2024, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=2-03%20O%20349\/22\" title=\"LG Frankfurt\/Main, 23.02.2024 - 3 O 349\/22: Viertes Ordnungsgeld in H&ouml;he von 10.000 EUR gegen &quot;...\">2-03 O 349\/22<\/a>, nicht rechtskr\u00e4ftig).<\/p>\n<h2>10.000 \u20ac oder 10 Tage Haft<\/h2>\n<p>Das LG hat f\u00fcr den Fall, dass das Geld nicht beigetrieben werden kann, wieder Ordnungshaft angeordnet. Dieses mal von 10 Tagen (je ein Tag f\u00fcr je 1.000,00 \u20ac). Der Beschluss ist nicht rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n<h2>Vier Verf\u00fcgungen und mehrere Ordnungsgelder<\/h2>\n<p>Hintergrund sind insgesamt vier einstweilige Verf\u00fcgungsverfahren, \u00fcber die wir hier berichtet haben:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/wettbewerbsrecht-kartellrecht\/eilentscheidung-gegen-coaching-unternehmen\/\"><strong>LHR erwirkt vier einstweilige Verf\u00fcgungen und Ordnungsgeld iHv 12.000 \u20ac gegen \u201eCoaching\u201c-Unternehmen und angeschlossenem \u201eFachverlag\u201c<\/strong><\/a><\/p>\n<p>In mehreren F\u00e4llen waren wegen Nichtbefolgung der Verbotsverf\u00fcgung wegen getarnter Werbung bereits Ordnungsgelder von insgesamt rund 30.000 \u20ac verh\u00e4ngt worden. Die Antragsgegner hatten zwar immer wieder trickreich \u201enachgebessert\u201c, das reichte jedoch weder Antragsteller noch Landgericht.<\/p>\n<p>Wir berichteten unter anderem hier:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht\/ordnungsgeld-gegen-coaches\/\"><strong>LG Frankfurt verh\u00e4ngt Ordnungsgeld in H\u00f6he von 10.000 \u20ac gegen \u201eCoaches\u201c<\/strong><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Hinweis &#8220;WERBUNG&#8221; im Beschreibungstext gen\u00fcgt nicht<\/h2>\n<p>Jetzt kommen weitere 10.000 \u20ac hinzu, da die Antragsgegner am YouTube-Video zwar nachgebessert hatten, aber nicht ausreichend. Zwar versahen sie das Video im Beschreibungstext mit einem Hinweis, der mit dem Begriff \u201eWERBUNG\u201c eingeleitet wird. Dadurch werde \u00a0jedoch der werbliche Charakter des Videos nicht ausreichend kenntlich gemacht, so das LG Frankfurt. Dies gelte sowohl f\u00fcr die mobile als auch die nicht mobile Variante des Videos.<\/p>\n<p>Ein signifikanter Teil der durchschnittlichen Nutzer spiele YouTube-Videos ab, ohne vorher den Beschreibungstext zur Kenntnis zu nehmen. Bei der Platzierung des Hinweises im Beschreibungstext kommt der Durchschnittsnutzer nicht zwangsl\u00e4ufig mit dem Hinweistext in Kontakt. Das Gericht bezog sich dabei auf einen Beschluss des OLG Frankfurt am Main, der in einem Parallelverfahren ergangen war.<\/p>\n<h2>Schleichwerbung lohnt sich<\/h2>\n<p>Getarnte Werbung lohnt sich offenbar. Und zwar so sehr, dass man die Werbung selbst nach einem gerichtlichen Verbot nicht abstellt, sondern immer wieder nur mikroskopisch &#8220;nachbessert&#8221; und damit erhebliche Ordnungsgelder riskiert.<\/p>\n<p><i>(Offenlegung: LHR hat die Antragsteller vertreten.)<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Landgericht Frankfurt hat ein weiteres Ordnungsmittel gegen zwei &#8220;Coaches&#8221; in H\u00f6he von 10.000 \u20ac verh\u00e4ngt (LG Frankfurt, Ordnungsmittelbeschluss v. 23.2.2024, Az. 2-03 O 349\/22, nicht rechtskr\u00e4ftig). 10.000 \u20ac oder 10 Tage Haft Das LG hat f\u00fcr den Fall, dass das Geld nicht beigetrieben werden kann, wieder Ordnungshaft angeordnet. 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