{"id":63425,"date":"2022-11-28T18:51:35","date_gmt":"2022-11-28T16:51:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=63425"},"modified":"2022-11-28T18:51:35","modified_gmt":"2022-11-28T16:51:35","slug":"freelancer-e-sportrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/e-sportrecht\/freelancer-e-sportrecht\/","title":{"rendered":"Rechtliche Aspekte des E-Sports \u2013 Teil 1: Freelancer oder Angestellter?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_63434\" aria-describedby=\"caption-attachment-63434\" style=\"width: 551px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-63434\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Teil-1-Freelancer_JoBo_ueberarb-622x414.jpg\" alt=\"Freelancer E-Sportrecht\" width=\"551\" height=\"367\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Teil-1-Freelancer_JoBo_ueberarb-622x414.jpg 622w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Teil-1-Freelancer_JoBo_ueberarb-620x413.jpg 620w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Teil-1-Freelancer_JoBo_ueberarb-311x207.jpg 311w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Teil-1-Freelancer_JoBo_ueberarb-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Teil-1-Freelancer_JoBo_ueberarb-1536x1022.jpg 1536w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Teil-1-Freelancer_JoBo_ueberarb-2048x1363.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 551px) 100vw, 551px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-63434\" class=\"wp-caption-text\">Photo by <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/@elladon?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">ELLA DON<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/s\/photos\/computer-games?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/thema\/sportrecht\/e-sport\/\">E-Sport<\/a> findet oft in Teams statt, in so genannten \u201eClans\u201c. Mehrere Spieler schlie\u00dfen sich zusammen und spielen gemeinsam gegen andere Teams. Wenn das (semi-)professionell geschieht, stellt sich die Frage nach dem <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/thema\/arbeitsrecht-geschaeftsgeheimnisse-know-how\/\">Arbeitsverh\u00e4ltnis<\/a>, das die oder der einzelne Spieler(in) mit der Mannschaftsleitung hat. Hierbei gibt es grunds\u00e4tzlich zwei M\u00f6glichkeiten: Freelancer oder Angestellter.<\/em><\/p>\n<h2>Steuer- und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen<\/h2>\n<p>Wer als Freelancer, also freiberuflich oder selbst\u00e4ndig arbeitet bzw. spielt, bekommt ein Honorar und ist f\u00fcr das Abf\u00fchren der Steuer an das Finanzamt im Zuge einer j\u00e4hrlichen Steuererkl\u00e4rung selbst verantwortlich. Sie oder er zahlt auch keine Pflichtbeitr\u00e4ge zur Sozialversicherung, muss sich also auch selbst um eine Krankenversicherung und die Altersvorsorge k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Wer abh\u00e4ngig besch\u00e4ftigt ist, der bekommt ein Gehalt. Von diesem wird die Steuer jeden Monat vom Arbeitergeber abgezogen und von diesem ans Finanzamt abgef\u00fchrt. Zudem ist man sozialversicherungspflichtig, zahlt also Beitr\u00e4ge zur Arbeitslosen-, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. All diese Abz\u00fcge stehen in der Gehaltsabrechnung.<\/p>\n<h2>Der kleine Unterschied<\/h2>\n<p>Der Unterschied zwischen beiden T\u00e4tigkeitsformen kann im Einzelfall sehr gering sein. Das entscheidende Kriterium ist die <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/e-sportrecht\/esportler-bin-ich-arbeitnehmer-oder-freelancer\/\">Weisungsgebundenheit<\/a>. Also: Wie frei bin ich wirklich in der Entscheidung, welche Arbeit ich mache und welche nicht? F\u00fcr den Bereich des E-Sports w\u00e4re zu fragen, ob es verbindliche Vorgaben f\u00fcr Spiel- und Trainingszeiten gibt. Hat die Spielerin oder der Spieler hierauf nur wenig oder gar keinen Einfluss, w\u00e4re sie oder er Arbeitnehmer(in) und m\u00fcsste dementsprechend steuer- und sozialversicherungsrechtlich auch so behandelt werden. Andernfalls w\u00e4re eher eine freiberufliche T\u00e4tigkeit anzunehmen.<\/p>\n<h2>Achtung: \u201eScheinselbst\u00e4ndigkeit\u201c<\/h2>\n<p>Wird trotz Weisungsgebundenheit und anderer Merkmale einer abh\u00e4ngigen Besch\u00e4ftigung im E-Sport-Team kein festes Arbeitsverh\u00e4ltnis eingegangen, droht der Fall, dass eine \u201eScheinselbst\u00e4ndigkeit\u201c vorliegt. Wer auf Nummer sicher gehen will, l\u00e4sst das Arbeitsverh\u00e4ltnis bei der Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung pr\u00fcfen, um den sozialversicherungsrechtlichen Status festzustellen. In jedem Fall ist eine Rechtsberatung empfehlenswert, um sich teuren \u00c4rger f\u00fcr Spieler und \u201eClan\u201c zu ersparen.<\/p>\n<p><em>Der Beitrag stammt von unserem freien Autor Josef Bordat. Er ist Teil unserer Reihe \u201cBerichte aus der Parallelwelt\u201d. Dort werfen Autoren aus anderen Fachbereichen einen Blick auf die Rechtswissenschaft in Theorie und Praxis. Die Beitr\u00e4ge betrachten, anders als unsere sonstigen Fachbeitr\u00e4ge Begebenheiten und Rechtsf\u00e4lle daher auch nicht juristisch, sondern aus einem v\u00f6llig anderen Blickwinkel. Aus welchem, das soll der Beurteilung der Leser \u00fcberlassen bleiben. Interessant wird es, wie wir meinen, allemal.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>E-Sport findet oft in Teams statt, in so genannten \u201eClans\u201c. Mehrere Spieler schlie\u00dfen sich zusammen und spielen gemeinsam gegen andere Teams. Wenn das (semi-)professionell geschieht, stellt sich die Frage nach dem Arbeitsverh\u00e4ltnis, das die oder der einzelne Spieler(in) mit der Mannschaftsleitung hat. Hierbei gibt es grunds\u00e4tzlich zwei M\u00f6glichkeiten: Freelancer oder Angestellter. 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