{"id":6327,"date":"2011-07-28T08:23:05","date_gmt":"2011-07-28T06:23:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=6327"},"modified":"2017-04-10T22:18:01","modified_gmt":"2017-04-10T21:18:01","slug":"sapato-kopiert-werbung-von-zalando","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/sapato-kopiert-werbung-von-zalando\/","title":{"rendered":"Sapato kopiert Werbung von Zalando"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px\" title=\"Nicht jede Idee ist gesch\u00fctzt\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/zebra.jpg\" alt=\"\" \/>Alexander H\u00fcsing <a href=\"http:\/\/www.deutsche-startups.de\/2011\/07\/22\/sapato-zalando\/\">berichtet<\/a> bei www.deutsche-startups.de \u00fcber einen interessanten Ideenklau:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zalando ist nicht zuletzt aufgrund der auff\u00e4lligen und omnipr\u00e4senten Werbung in Deutschland als Schuh- und Modeshop bekannt. Die Betreiber von Sapato -einem russischen Schuhshop- haben k\u00fcrzlich einen Werbefilm ver\u00f6ffentlicht, der eine schlichte Kopie eines Zalando-Spots ist. Dies ist eindrucksvoll unter dem oben angegebenen Link zu verfolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00dcber diesen Ideenklau waren die Beteiligten nicht begeistert. Nach einer Kontaktaufnahme wurde der Spot von Sapato gestoppt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">So weit so gut. Aber wie sieht die ganze Geschichte eigentlich rechtlich aus? Sofern wir uns den Rechtsstreit in Deutschland vorstellen sieht es n\u00e4mlich nicht ganz so einfach aus, wie es sich der Autor des Berichts vorstellt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nicht jede Ideenkopie ist eine verbotene Kopie. Ideen sind n\u00e4mlich grunds\u00e4tzlich nicht gesch\u00fctzt. Der Ideenklau ist deshalb nicht zwingend rechtswidrig. Die Ausgestaltung der Idee ist jedoch h\u00e4ufig gesch\u00fctzt. Im vorliegenden Fall ist das der Film als solcher. Dieser darf nicht kopiert werden. Das &#8220;Nachfilmen&#8221; ist jedoch nicht unbedingt eine unzul\u00e4ssige Kopie. Aus urheberrechtlicher Sicht ist das Nachfilmen nur unzul\u00e4ssig, wenn es sich bei dem Ursprungsfilm um ein Werk im Sinne des UrhG handelt (was vorliegend durchaus der Fall sein d\u00fcrfte).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wer die Idee kopiert kann auch in anderer Hinsicht in Bedr\u00e4ngnis kommen. Die Abkupferei kann z.B. wettbewerbsrechtlich zu beanstanden sein, wenn sie gleichzeitig irref\u00fchrend ist. Falls Slogans oder Texte kopiert werden, so kann es urheberrechtliche Probleme geben. Au\u00dferdem liegt dem Film wahrscheinlich ein Drehbuch zugrunde, welches als Werk gesch\u00fctzt sein kann. Auch markenrechtliche Probleme sind denkbar, wenn man blind fremde Texte und Grafiken verwendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Vorstellung, man k\u00f6nne unmittelbar wegen des Ideenklaus Anspr\u00fcche geltend machen ist jedoch in den meisten F\u00e4llen falsch. Dieser Umstand erschwert das Leben der Kreativen, z.B. der Werbeagenturen, die ihre Ideen verst\u00e4ndlicher Weise m\u00f6glichst monopolisieren m\u00f6chten. Es erleichtert jedoch das Leben der Wettbewerber, die nicht f\u00fcr jede Werbekampagne oder Shopgestaltung das Rad neu erfinden m\u00fcssen, sondern sich durchaus am Markt umsehen und orientieren k\u00f6nnen. Die Balance zwischen den gegenseitigen Interessen wird durch das UWG, das UrhG und das MarkenG in den meisten F\u00e4llen gewahrt. (ro)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">(Bild: \u00a9 Harald Bauer &#8211; Fotolia.com)<\/p>\n<p><!--:--><!--:en--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px\" title=\"Nicht jede Idee ist gesch\u00fctzt\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/zebra.jpg\" alt=\"\" \/>Alexander H\u00fcsing <a href=\"http:\/\/www.deutsche-startups.de\/2011\/07\/22\/sapato-zalando\/\">berichtet<\/a> bei www.deutsche-startups.de \u00fcber einen interessanten Ideenklau:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zalando ist nicht zuletzt aufgrund der auff\u00e4lligen und omnipr\u00e4senten Werbung in Deutschland als Schuh- und Modeshop bekannt. Die Betreiber von Sapato -einem russischen Schuhshop- haben k\u00fcrzlich einen Werbefilm ver\u00f6ffentlicht, der eine schlichte Kopie eines Zalando-Spots ist. Dies ist eindrucksvoll unter dem oben angegebenen Link zu verfolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00dcber diesen Ideenklau waren die Beteiligten nicht begeistert. Nach einer Kontaktaufnahme wurde der Spot von Sapato gestoppt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">So weit so gut. Aber wie sieht die ganze Geschichte eigentlich rechtlich aus? Sofern wir uns den Rechtsstreit in Deutschland vorstellen sieht es n\u00e4mlich nicht ganz so einfach aus, wie es sich der Autor des Berichts vorstellt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nicht jede Ideenkopie ist eine verbotene Kopie. Ideen sind n\u00e4mlich grunds\u00e4tzlich nicht gesch\u00fctzt. Der Ideenklau ist deshalb nicht zwingend rechtswidrig. Die Ausgestaltung der Idee ist jedoch h\u00e4ufig gesch\u00fctzt. Im vorliegenden Fall ist das der Film als solcher. Dieser darf nicht kopiert werden. Das &#8220;Nachfilmen&#8221; ist jedoch nicht unbedingt eine unzul\u00e4ssige Kopie. Aus urheberrechtlicher Sicht ist das Nachfilmen nur unzul\u00e4ssig, wenn es sich bei dem Ursprungsfilm um ein Werk im Sinne des UrhG handelt (was vorliegend durchaus der Fall sein d\u00fcrfte).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wer die Idee kopiert kann auch in anderer Hinsicht in Bedr\u00e4ngnis kommen. Die Abkupferei kann z.B. wettbewerbsrechtlich zu beanstanden sein, wenn sie gleichzeitig irref\u00fchrend ist. Falls Slogans oder Texte kopiert werden, so kann es urheberrechtliche Probleme geben. Au\u00dferdem liegt dem Film wahrscheinlich ein Drehbuch zugrunde, welches als Werk gesch\u00fctzt sein kann. Auch markenrechtliche Probleme sind denkbar, wenn man blind fremde Texte und Grafiken verwendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Vorstellung, man k\u00f6nne unmittelbar wegen des Ideenklaus Anspr\u00fcche geltend machen ist jedoch in den meisten F\u00e4llen falsch. Dieser Umstand erschwert das Leben der Kreativen, z.B. der Werbeagenturen, die ihre Ideen verst\u00e4ndlicher Weise m\u00f6glichst monopolisieren m\u00f6chten. Es erleichtert jedoch das Leben der Wettbewerber, die nicht f\u00fcr jede Werbekampagne oder Shopgestaltung das Rad neu erfinden m\u00fcssen, sondern sich durchaus am Markt umsehen und orientieren k\u00f6nnen. Die Balance zwischen den gegenseitigen Interessen wird durch das UWG, das UrhG und das MarkenG in den meisten F\u00e4llen gewahrt. (ro)<\/p>\n<p><!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alexander H\u00fcsing berichtet bei www.deutsche-startups.de \u00fcber einen interessanten Ideenklau: Zalando ist nicht zuletzt aufgrund der auff\u00e4lligen und omnipr\u00e4senten Werbung in Deutschland als Schuh- und Modeshop bekannt. Die Betreiber von Sapato -einem russischen Schuhshop- haben k\u00fcrzlich einen Werbefilm ver\u00f6ffentlicht, der eine schlichte Kopie eines Zalando-Spots ist. 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