{"id":612,"date":"2009-01-06T20:09:06","date_gmt":"2009-01-06T18:09:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=612"},"modified":"2009-01-06T20:09:06","modified_gmt":"2009-01-06T18:09:06","slug":"lg-coburg-mitspracherecht-des-kaufers-beim-versendungskauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/lg-coburg-mitspracherecht-des-kaufers-beim-versendungskauf\/","title":{"rendered":"LG Coburg: Mitspracherecht des K\u00e4ufers beim Versendungskauf"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Das Landgericht Coburg hat in einem Urteil vom 12.12.2008 (LG Coburg, Urteil v. 12.12.2008, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=32%20S%2069\/08\" title=\"LG Coburg, 12.12.2008 - 32 S 69\/08: Internet-Versandhandel: Schadensersatzpflicht des Verk&auml;ufer...\">32 S 69\/08<\/a>) festgestellt, dass der K\u00e4ufer beim Versendungskauf gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/447.html\" title=\"&sect; 447 BGB: Gefahr&uuml;bergang beim Versendungskauf\">\u00a7 447 BGB<\/a> ein wesentliches Mitspracherecht hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Grunds\u00e4tzlich gilt beim Versendungskauf, dass die Gefahr der Verschlechterung oder des Untergangs der Ware auf den K\u00e4ufer \u00fcbergeht, sobald dieser die Ware dem Transportunternehmen \u00fcbergeben hat. Bei Untergang oder Besch\u00e4digung der Sache muss der K\u00e4ufer also dennoch den vollen Kaufpreis bezahlen. Eventuell kann der K\u00e4ufer in einem solchen Fall einen Schadensersatzanspruch gegen den Verk\u00e4ufer durchsetzen, wenn der Verk\u00e4ufer selbst einen Ersatzanspruch geltend macht. Die Durchsetzung eines solchen Anspruchs ist aber in der Regel schwierig und langwierig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Landgericht Coburg hat nun klargestellt, dass der K\u00e4ufer, da er das Transportrisiko tr\u00e4gt, bestimmen darf, dass der Versand versichert erfolgen muss. Der Verk\u00e4ufer muss sich dann aufgrund der Anweisung des K\u00e4ufers bei dem Transportunternehmen ausdr\u00fccklich entsprechend vergewissern. Er darf dies nicht blo\u00df unterstellen; im Zweifel ist der Verk\u00e4ufer sogar verpflichtet, eine gesonderte Transportversicherung abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Gericht stellte fest, dass der Verk\u00e4ufer nur dann seinen Sorgfaltspflichten nachkomme, wenn er die Versicherungsbedingungen des Transportunternehmen \u00fcberpr\u00fcft. Erg\u00e4nzend wurde seitens des Gerichts noch darauf hingewiesen, dass in dem konkreten Fall schon allein aufgrund der Art der zu versendenden Ware &#8211; ein Goldbarren &#8211; die Verpflichtung zur Versicherung auf der Hand lag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Beklagte wurde schlie\u00dflich zur Zahlung des vollst\u00e4ndigen Kaufpreises in Form von Schadensersatz verurteilt (nh).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Landgericht Coburg hat in einem Urteil vom 12.12.2008 (LG Coburg, Urteil v. 12.12.2008, 32 S 69\/08) festgestellt, dass der K\u00e4ufer beim Versendungskauf gem\u00e4\u00df \u00a7 447 BGB ein wesentliches Mitspracherecht hat. Grunds\u00e4tzlich gilt beim Versendungskauf, dass die Gefahr der Verschlechterung oder des Untergangs der Ware auf den K\u00e4ufer \u00fcbergeht, sobald dieser die Ware dem Transportunternehmen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-612","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-magazin"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/612","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=612"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/612\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=612"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=612"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=612"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}