{"id":6026,"date":"2011-07-08T10:05:27","date_gmt":"2011-07-08T08:05:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=6026"},"modified":"2011-07-08T10:05:27","modified_gmt":"2011-07-08T08:05:27","slug":"wenn-der-strafrechtler-einmal-eine-einstweilige-verfugung-erwirkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/wenn-der-strafrechtler-einmal-eine-einstweilige-verfugung-erwirkt\/","title":{"rendered":"Wenn der Strafrechtler einmal eine einstweilige Verf\u00fcgung erwirkt&#8230;"},"content":{"rendered":"[:de]\n<p style=\"text-align: justify\">&#8230;dann weist er darauf nicht nur in seinem <a href=\"http:\/\/verteidiger-aus-berlin.de\/einstweilige-verfugung-des-landgerichts-berlin-gegen-google\/\" target=\"_blank\">Blog<\/a> und auf seiner <a href=\"http:\/\/www.dost-rechtsanwalt.de\/index.php?article_id=81\" target=\"_blank\">Webseite<\/a> hin, sondern stellt den Beschluss auch in Bezug auf seinen eigenen Namen <a href=\"http:\/\/dost-rechtsanwalt.de\/files\/presserecht_rechtsanwalt_einstweilige_verf__gung_google.pdf\" target=\"_blank\">ungeschw\u00e4rzt ins Internet<\/a>.<\/p>\n<p>Jeder soll schlie\u00dflich sehen, wer die Entscheidung erstritten hat. Einen Ausflug in den gewerblichen Rechtsschutz bzw. ins Presserecht macht der Strafrechtler ja nicht alle Tage. Da ist so eine einstweilige Verf\u00fcgung, obwohl sie ohne Anh\u00f6rung des Gegners und in einem summarischen Verfahren ergeht, auch wenn es dabei um rechtliche Banalit\u00e4ten geht,\u00a0 eine kleine Sensation. Der Kollege hat es ausweislich der\u00a0 Beschlussbegr\u00fcndung sogar geschafft, das Gericht dazu zu bewegen, ihm bei der Formulierung des Antrags zu helfen: <em>&#8220;Bei der Formulierung des Tenors hat die Kammer von ihrem Ermessen nach Paragraph 938 ZPO Gebrauch gemacht.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Alles in allem somit die perfekte Werbung f\u00fcr anspruchsvolle Anwaltsarbeit.<\/p>\n<p>Verst\u00e4ndlich ist daher auch die <a href=\"http:\/\/verteidiger-aus-berlin.de\/einstweilige-verfugung-gegen-google-als-anlass-fur-raub-und-internetpiraterie-durch-rechtsanwalte\/\" target=\"_blank\">Emp\u00f6rung<\/a>, wenn interessierte Kollegen die Nachricht aufgreifen und den Beschluss vollst\u00e4ndig anonymisiert, also ohne den Hinweis darauf, dass der sonst eher im Strafrecht t\u00e4tige Kollege Urheber des juristischen Geniestreichs ist, ver\u00f6ffentlichen bzw. &#8220;raubkopieren&#8221;.<\/p>\n<p>Zitat:<\/p>\n<p><em>&#8220;Nette Werbung mit fremder Arbeit einer Hamburger Kollegin, so mein Eindruck.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Angesichts dieser kollegialen Missetaten treten langweilige zivilrechtliche Fragen, zum Beispiel, wie man eine gerichtliche Entscheidung, ein nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UrhG\/5.html\" title=\"&sect; 5 UrhG: Amtliche Werke\">\u00a7 5 Abs. 1 UrhG<\/a> amtliches und daher gemeinfreies Werk &#8220;raubkopiert&#8221; oder ob die f\u00fcr die Wirksamkeit der einstweiligen Verf\u00fcgung notwendige Vollziehung (an eine in den USA niedergelassene Unternehmung) bereits stattgefunden hat oder ob eine solche noch aussteht, freilich v\u00f6llig im Hintergrund. (la)[:]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[:de] &#8230;dann weist er darauf nicht nur in seinem Blog und auf seiner Webseite hin, sondern stellt den Beschluss auch in Bezug auf seinen eigenen Namen ungeschw\u00e4rzt ins Internet. Jeder soll schlie\u00dflich sehen, wer die Entscheidung erstritten hat. Einen Ausflug in den gewerblichen Rechtsschutz bzw. ins Presserecht macht der Strafrechtler ja nicht alle Tage. 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