{"id":59611,"date":"2021-10-21T19:57:43","date_gmt":"2021-10-21T17:57:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=59611"},"modified":"2021-10-21T19:57:43","modified_gmt":"2021-10-21T17:57:43","slug":"uvp-preiswerbung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/wettbewerbsrecht-kartellrecht\/uvp-preiswerbung\/","title":{"rendered":"UVP: Von Preisen und Empfehlungen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_59612\" aria-describedby=\"caption-attachment-59612\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-59612 \" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/uvp-preiswerbung-621x414.jpeg\" alt=\"UVP Preiswerbung\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/uvp-preiswerbung-621x414.jpeg 621w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/uvp-preiswerbung-620x414.jpeg 620w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/uvp-preiswerbung-310x207.jpeg 310w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/uvp-preiswerbung-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/uvp-preiswerbung-1536x1025.jpeg 1536w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/uvp-preiswerbung.jpeg 1772w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-59612\" class=\"wp-caption-text\">MarekPhotoDesign.com &#8211; stock.adobe.com<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Preise neben durchgestrichenen Preisen, Preise in roter Schrift, Preise in Gro\u00dfdruck \u2013 beim Verkauf in umk\u00e4mpften M\u00e4rkten spielt die Psychologie eine gro\u00dfe Rolle. <\/em><\/p>\n<p><em>In Werbeanzeigen oder Angebotslisten den Eindruck zu erwecken, hier sei ein besonders gutes Gesch\u00e4ft zu machen, ist daher eine \u00fcbliche Strategie, um die Schn\u00e4ppchenj\u00e4ger anzulocken. <\/em><\/p>\n<p><em>Nur gilt es, dabei die Grenzen des Wettbewerbsrechts zu beachten.<\/em><\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/thema\/wettbewerbsrecht-kartellrecht\/wettbewerbsrecht\/irrefuehrende-werbung-schadensersatz\/\">Werbung<\/a> mit unterbotenem UVP-Preis setzt UVP des Herstellers voraus<\/h2>\n<p>So ist es beispielsweise nicht erlaubt, mit einer unterbotenen \u201eunverbindlichen Preisempfehlung\u201c des Herstellers (UVP-Preis) zu werben, wenn dieser gar keine entsprechende Preisempfehlung abgegeben hat. Wer dennoch einen durchgestrichenen UVP-Preis angibt, um den eigenen reduzierten Preis noch ein wenig g\u00fcnstiger erscheinen zu lassen, handelt <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/thema\/wettbewerbsrecht-kartellrecht\/wettbewerbsrecht\/\">wettbewerbswidrig<\/a>. So entschied das LG Berlin im Prozess gegen eine <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/thema\/wettbewerbsrecht-kartellrecht\/coronavirus-faq-fuer-onlinehaendler\/\">Online-H\u00e4ndlerin<\/a> (LG Berlin, Urteil v. 1.6.2021 &#8211; Az.: <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=103%20O%2012\/20\" title=\"LG Berlin, 01.06.2021 - 103 O 12\/20: Preisvergleich f&uuml;r Erotik-Artikel - Irref&uuml;hrung einer Prei...\">103 O 12\/20<\/a>).<\/p>\n<h2>Vorget\u00e4uschte Preisersparnis<\/h2>\n<p>In der Urteilsbegr\u00fcndung wird der irref\u00fchrende Charakter dieser unlauteren Werbestrategie hervorgehoben. Mit der Gegen\u00fcberstellung von UVP-Preis und aktuellem Preis der Online-H\u00e4ndlerin werde eine \u201eunzutreffende Preisersparnis suggeriert\u201c. Die Beweislast f\u00fcr den UVP-Preis liege zudem bei der Online-H\u00e4ndlerin:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIn Bezug auf Preisgegen\u00fcberstellungen und Werbung mit besonders niedrigen Preisen ist ohnehin grunds\u00e4tzlich der Unterlassungsschuldner zur Darlegung der Berechtigung seiner <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/thema\/preiswerbung\/\">Preiswerbung<\/a> verpflichtet\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Augen auf bei der Preiswerbung!<\/h2>\n<p>Also: Einfach mal eine UVP des Herstellers behaupten, damit die Angebotspreise sch\u00f6n g\u00fcnstig aussehen? Keine gute Idee! Denn so billig l\u00e4sst das Wettbewerbsrecht H\u00e4ndlerinnen und H\u00e4ndler nicht davonkommen.<\/p>\n<p><em>Der Beitrag stammt von unserem freien Autor Josef Bordat. Er ist Teil unserer Reihe \u201cBerichte aus der Parallelwelt\u201d. Dort werfen Autoren aus anderen Fachbereichen einen Blick auf die Rechtswissenschaft in Theorie und Praxis. Die Beitr\u00e4ge betrachten, anders als unsere sonstigen Fachbeitr\u00e4ge Begebenheiten und Rechtsf\u00e4lle daher auch nicht juristisch, sondern aus einem v\u00f6llig anderen Blickwinkel. Aus welchem, das soll der Beurteilung der Leser \u00fcberlassen bleiben. Interessant wird es, wie wir meinen, allemal.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Preise neben durchgestrichenen Preisen, Preise in roter Schrift, Preise in Gro\u00dfdruck \u2013 beim Verkauf in umk\u00e4mpften M\u00e4rkten spielt die Psychologie eine gro\u00dfe Rolle. In Werbeanzeigen oder Angebotslisten den Eindruck zu erwecken, hier sei ein besonders gutes Gesch\u00e4ft zu machen, ist daher eine \u00fcbliche Strategie, um die Schn\u00e4ppchenj\u00e4ger anzulocken. 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