{"id":58434,"date":"2021-06-29T07:10:46","date_gmt":"2021-06-29T05:10:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=58434"},"modified":"2021-06-26T00:14:23","modified_gmt":"2021-06-25T22:14:23","slug":"cookies-keine-zustimmung-durch-nutzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/datenschutzrecht\/cookies-keine-zustimmung-durch-nutzung\/","title":{"rendered":"Cookie- Verwendung \u2013 Keine Zustimmung allein durch Nutzung"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_58435\" aria-describedby=\"caption-attachment-58435\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-58435 \" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/cookies-keine-zustimmung-durch-nutzung-552x414.jpg\" alt=\"Cookies keine Zustimmung durch Nutzung\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/cookies-keine-zustimmung-durch-nutzung-552x414.jpg 552w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/cookies-keine-zustimmung-durch-nutzung-620x465.jpg 620w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/cookies-keine-zustimmung-durch-nutzung-276x207.jpg 276w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/cookies-keine-zustimmung-durch-nutzung-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/cookies-keine-zustimmung-durch-nutzung-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/cookies-keine-zustimmung-durch-nutzung.jpg 1701w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-58435\" class=\"wp-caption-text\">Photo by <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/@sarasperry?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Sara Sperry<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/s\/photos\/cookie?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Die Nutzerin bzw. der Nutzer einer Website muss der Verwendung von Cookies explizit zustimmen. Der blo\u00dfe Umstand der Weiternutzung impliziert keine Einwilligung. <\/em><\/p>\n<p><em>Insoweit erkl\u00e4rte das Landgericht K\u00f6ln einen Cookie-Banner mit der Formulierung \u201eDurch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie&#8230; zu\u201c f\u00fcr rechtswidrig (LG K\u00f6ln, Beschluss v. 13. April 2021, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=31%20O%2036\/21\" title=\"LG K&ouml;ln, 13.04.2021 - 31 O 36\/21: &quot;Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwen...\">31 O 36\/21<\/a>).<\/em><\/p>\n<h2>Telemediengesetz bestimmt die Anforderungen<\/h2>\n<p>Diese Klausel sei, so das LG K\u00f6ln, nicht mit <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/TMG\/15.html\" title=\"&sect; 15 TMG: (weggefallen)\">\u00a7 15 Abs.3 TMG<\/a> vereinbar. Dort hei\u00dft es, dass \u201eder Diensteanbieter\u201c nur dann \u201ef\u00fcr Zwecke der Werbung, der Marktforschung oder zur bedarfsgerechten Gestaltung der Telemedien Nutzungsprofile bei Verwendung von Pseudonymen erstellen\u201c d\u00fcrfe, \u201esofern der Nutzer dem nicht widerspricht\u201c. Dazu habe der Diensteanbieter \u201eden Nutzer auf sein Widerspruchsrecht im Rahmen der Unterrichtung nach \u00a7 13 Abs. 1 hinzuweisen\u201c.<\/p>\n<h2>Explizite Zustimmung n\u00f6tig<\/h2>\n<p>Und genau an diesem vom Diensteanbieter abzufragenden Nicht-Widersprechen mangele es, wenn dieser keine explizite Einwilligung der oder des Betroffenen einholt. Denn darauf laufe die Feststellung eines fehlenden Widerspruchs nach der Rechtsprechung des BGH schlie\u00dflich hinaus: Die Gesetzesnorm, so die Karlsruher Richter, sei dahingehend auszulegen, dass es bei der Erstellung von Nutzerprofilen f\u00fcr Werbezwecke einer ausdr\u00fccklichen Zustimmung bed\u00fcrfe.<\/p>\n<h2>Konkludente Einwilligung nicht m\u00f6glich<\/h2>\n<p>Hier nun fehle es an der notwendigen Einwilligung durch den User, stellte das LG K\u00f6ln klar, denn das Konzept der Zustimmung ersch\u00f6pfe sich nicht darin, dass man die Nutzerin oder den Nutzer entscheiden l\u00e4sst, bei Nicht-Zustimmung die Website einfach zu verlassen oder umgekehrt, wenn sie oder er de facto fortf\u00e4hrt, daraus zu schlie\u00dfen, dass sie oder damit implizit \u2013 vielleicht z\u00e4hneknirschend \u2013 zustimmt. Eine konkludente Einwilligung gebe es im Kontext der Verwendung von Cookies nicht, so die K\u00f6lner Richter.<\/p>\n<p><em>Der Beitrag stammt von unserem freien Autor Josef Bordat. Er ist Teil unserer Reihe \u201cBerichte aus der Parallelwelt\u201d. Dort werfen Autoren aus anderen Fachbereichen einen Blick auf die Rechtswissenschaft in Theorie und Praxis. Die Beitr\u00e4ge betrachten, anders als unsere sonstigen Fachbeitr\u00e4ge Begebenheiten und Rechtsf\u00e4lle daher auch nicht juristisch, sondern aus einem v\u00f6llig anderen Blickwinkel. Aus welchem, das soll der Beurteilung der Leser \u00fcberlassen bleiben. Interessant wird es, wie wir meinen, allemal.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nutzerin bzw. der Nutzer einer Website muss der Verwendung von Cookies explizit zustimmen. Der blo\u00dfe Umstand der Weiternutzung impliziert keine Einwilligung. 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