{"id":5814,"date":"2011-07-05T01:55:18","date_gmt":"2011-07-05T01:55:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=5814"},"modified":"2011-07-05T01:55:18","modified_gmt":"2011-07-05T01:55:18","slug":"enquete-kommission-schlagt-vereinfachung-des-urheberrechts-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/enquete-kommission-schlagt-vereinfachung-des-urheberrechts-vor\/","title":{"rendered":"Enquete-Kommission schl\u00e4gt Vereinfachung des Urheberrechts vor"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 15px\" title=\"Das Urheberrecht bleibt\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kind.jpg\" alt=\"Das Urheberrecht bleibt\" \/><\/p>\n<p>Nach einer aktuellen <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_07\/2011_276\/01.html\" target=\"_blank\">Mitteilung des Bundestages vom 04.07.2011<\/a> hat sich die Enquete-Kommission \u201eInternet und digitale Gesellschaft\u201c f\u00fcr eine Vereinfachung mancher urheberrechtlicher Bestimmungen ausgesprochen.<\/p>\n<p>Die Vorschriften des Urheberrechts sollen verst\u00e4rkt daraufhin \u00fcberpr\u00fcft werden,<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eob sie f\u00fcr Rechteinhaber, Anbieter und Nutzer klar und verst\u00e4ndlich formuliert sowie m\u00f6glichst einfach anwendbar sind.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Gleichzeitig wurde durch die Gruppe \u201eUrheberrecht\u201c jedoch auch deutlich zum Ausdruck gebracht, dass eine rein an den Belangen der (Internet-)Nutzer orientierte Umstrukturierung des Urhebergesetzes nicht angebracht ist:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eF\u00fcr eine Konstruierung des Urheberrechts aus der Perspektive des Nutzers gebe es \u201dauch angesichts der Umw\u00e4lzungen, die das Internet mit sich bringt\u201c, keinen Anlass, urteilt die Projektgruppe. Der notwendige Schutz der ideellen und wirtschaftlichen Interessen des Sch\u00f6pfers kreativer G\u00fcter m\u00fcsse beibehalten werden (\u2026)\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Und weiter:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eAus Sicht der Kommission gibt es keinen Grund, das Konzept grunds\u00e4tzlich in Frage zu stellen, Immaterialg\u00fcter vor allem durch Ausschlie\u00dflichkeitsrechte der Urheber marktf\u00e4hig zu machen und dar\u00fcber die Anreize, Werke zu schaffen, zu erh\u00f6hen.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Beigepflichtet werden kann auch dem hehren Ziel der Projektgruppe, dass Bewusstsein f\u00fcr die Sinnhaftigkeit des Urheberrechts in der Bev\u00f6lkerung zu st\u00e4rken:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDie Verbesserung des allgemeinen Bewusstseins f\u00fcr die Bedeutung des Urheberrechts wird von der Enquete-Kommission als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet. Die Schaffung von Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die jeweiligen Bed\u00fcrfnisse aller Beteiligten m\u00fcsse angestrebt werden.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Trotz der \u00f6ffentlichen Diskussionen \u00fcber Plagiate in Doktorarbeiten, illegales Filesharing oder Kino.to, ist vielerorts im Bewusstsein der Menschen noch nicht verinnerlicht worden, dass Urheberrechte den Rechteinhaber sch\u00fctzen sollen, um einen Anreiz f\u00fcr kreatives Handeln und Ideen zu schaffen, wovon letztendlich die gesamte Gesellschaft profitiert.<\/p>\n<p>Mit Spannung darf erwartet werden, wie eine Vereinfachung bzw. die Modernisierung des Urheberrechts in Bezug auf die neuen Medien, allen voran das Internet, vom Gesetzgeber umgesetzt wird, oder ob es bei einer \u201eEmpfehlung\u201c bleibt. Allein neue Gesetzte werden das Bewusstsein nicht \u00e4ndern. Daher scheint insbesondere die von der Enquete-Kommission vorgeschlagene fr\u00fche Aufkl\u00e4rung \u00fcber Sinn und Wirkung des Urheberrechts vielversprechend. Abzuwarten bleibt, ob sich das Bewusstsein der Gesellschaft in Punkto Urheberrecht verbessern lassen wird. (cs)<\/p>\n<p>(Bild: olly\/shutterstock.com)<!--:--><!--:en--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 15px\" title=\"Das Urheberrecht bleibt\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kind.jpg\" alt=\"Das Urheberrecht bleibt\" \/><\/p>\n<p>Nach einer aktuellen <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_07\/2011_276\/01.html\" target=\"_blank\">Mitteilung des Bundestages vom 04.07.2011<\/a> hat sich die Enquete-Kommission \u201eInternet und digitale Gesellschaft\u201c f\u00fcr eine Vereinfachung mancher urheberrechtlicher Bestimmungen ausgesprochen.<\/p>\n<p>Die Vorschriften des Urheberrechts sollen verst\u00e4rkt daraufhin \u00fcberpr\u00fcft werden,<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>\u201eob sie f\u00fcr Rechteinhaber, Anbieter und Nutzer klar und verst\u00e4ndlich formuliert sowie m\u00f6glichst einfach anwendbar sind.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Gleichzeitig wurde durch die Gruppe \u201eUrheberrecht\u201c jedoch auch deutlich zum Ausdruck gebracht, dass eine rein an den Belangen der (Internet-)Nutzer orientierte Umstrukturierung des Urhebergesetzes nicht angebracht ist:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>\u201eF\u00fcr eine Konstruierung des Urheberrechts aus der Perspektive des Nutzers gebe es \u201dauch angesichts der Umw\u00e4lzungen, die das Internet mit sich bringt\u201c, keinen Anlass, urteilt die Projektgruppe. Der notwendige Schutz der ideellen und wirtschaftlichen Interessen des Sch\u00f6pfers kreativer G\u00fcter m\u00fcsse beibehalten werden (\u2026)\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Und weiter:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>\u201eAus Sicht der Kommission gibt es keinen Grund, das Konzept grunds\u00e4tzlich in Frage zu stellen, Immaterialg\u00fcter vor allem durch Ausschlie\u00dflichkeitsrechte der Urheber marktf\u00e4hig zu machen und dar\u00fcber die Anreize, Werke zu schaffen, zu erh\u00f6hen.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Beigepflichtet werden kann auch dem hehren Ziel der Projektgruppe, dass Bewusstsein f\u00fcr die Sinnhaftigkeit des Urheberrechts in der Bev\u00f6lkerung zu st\u00e4rken:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>\u201eDie Verbesserung des allgemeinen Bewusstseins f\u00fcr die Bedeutung des Urheberrechts wird von der Enquete-Kommission als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet. Die Schaffung von Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die jeweiligen Bed\u00fcrfnisse aller Beteiligten m\u00fcsse angestrebt werden.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Trotz der \u00f6ffentlichen Diskussionen \u00fcber Plagiate in Doktorarbeiten, illegales Filesharing oder Kino.to, ist vielerorts im Bewusstsein der Menschen noch nicht verinnerlicht worden, dass Urheberrechte den Rechteinhaber sch\u00fctzen sollen, um einen Anreiz f\u00fcr kreatives Handeln und Ideen zu schaffen, wovon letztendlich die gesamte Gesellschaft profitiert.<\/p>\n<p>Mit Spannung darf erwartet werden, wie eine Vereinfachung bzw. die Modernisierung des Urheberrechts in Bezug auf die neuen Medien, allen voran das Internet, vom Gesetzgeber umgesetzt wird, oder ob es bei einer \u201eEmpfehlung\u201c bleibt. Allein neue Gesetzte werden das Bewusstsein nicht \u00e4ndern. Daher scheint insbesondere die von der Enquete-Kommission vorgeschlagene fr\u00fche Aufkl\u00e4rung \u00fcber Sinn und Wirkung des Urheberrechts vielversprechend. Abzuwarten bleibt, ob sich das Bewusstsein der Gesellschaft in Punkto Urheberrecht verbessern lassen wird. (cs)<\/p>\n<p><!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer aktuellen Mitteilung des Bundestages vom 04.07.2011 hat sich die Enquete-Kommission \u201eInternet und digitale Gesellschaft\u201c f\u00fcr eine Vereinfachung mancher urheberrechtlicher Bestimmungen ausgesprochen. 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