{"id":4717,"date":"2011-05-17T08:15:21","date_gmt":"2011-05-17T06:15:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=4717"},"modified":"2011-05-17T08:15:21","modified_gmt":"2011-05-17T06:15:21","slug":"nicht-nur-social-sondern-bitte-auch-freiwillig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/nicht-nur-social-sondern-bitte-auch-freiwillig\/","title":{"rendered":"Nicht nur social, sondern bitte auch freiwillig"},"content":{"rendered":"[:de]\n<p style=\"text-align: justify\">Wie <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Gericht-Automatisches-Unternehmensprofil-in-Xing-muss-nicht-hingenommen-werden-1243749.html\" target=\"_blank\">Heise<\/a> berichtet, ist das Karrierenetzwerk <a href=\"https:\/\/www.xing.com\/\" target=\"_blank\">Xing<\/a> von dem Personaldienstleister <a href=\"http:\/\/www.tintschl.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"external\">Tintschl<\/a> auf L\u00f6schung einer Unternehmensseite verklagt worden, die Xing ohne Einwilligung des Unternehmens eingerichtet hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Man hat es freundlich versucht. Im Sommer 2009 schickte man eine formlose E-Mail an das Netzwerk Xing, sp\u00e4ter mahnte man mit einem f\u00f6rmlichen Brief ab. Doch die Daten der Firma Tintschl wurden der ausdr\u00fccklichen Bitte nicht gel\u00f6scht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Landgericht wies nun darauf hin, dass das Verhalten von Xing rechtswidrig und zu unterlassen sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Profilseite sei f\u00fcr sich genommen bereits problematisch, weil aus den Eintr\u00e4gen einzelner Mitarbeiter eine wenig repr\u00e4sentative Firmendarstellung generiert werde. Zudem werde das Unternehmen unter Druck gesetzt, da zur Bearbeitung der Profilseite eine Mitgliedschaft im sozialen Netzwerk Voraussetzung sei. Das Verfahren endete in einem Vergleich, laut dem Xing zur L\u00f6schung der Profilseite verpflichtet ist und 2500 Euro zu zahlen hat. Daneben gab Xing offenbar eine Unterlassungserkl\u00e4rung ab. Sollte noch einmal eine Tintschl-Profilseite im Netzwerk auftauchen, werden weitere 6000 Euro Vertragsstrafe f\u00e4llig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Leider konnte das Gericht aufgrund des geschlossenen Vergleichs seine Entscheidung nicht in einem schriftlichen Urteil begr\u00fcnden. Egal, wie die Begr\u00fcndung im Einzelnen ausgefallen w\u00e4re: Die Auffassung des Landgerichts ist zu begr\u00fc\u00dfen. Denn auch \u00fcber die Verbreitung von Daten aus der Sozialsph\u00e4re kann der Betroffene grunds\u00e4tzlich selbst bestimmen. Erst recht kann er sich verbitten, dass ein kommerzieller Anbieter versucht, aus einem Unternehmensprofil Profit zu schlagen. Dies muss insbesondere dann gelten, wenn eine Einflussnahme auf dieses Profil f\u00fcr den Betroffenen nur m\u00f6glich ist, wenn er sich bei dem Anbieter kostenpflichtig anmeldet. (la)<\/p>\n[:]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[:de] Wie Heise berichtet, ist das Karrierenetzwerk Xing von dem Personaldienstleister Tintschl auf L\u00f6schung einer Unternehmensseite verklagt worden, die Xing ohne Einwilligung des Unternehmens eingerichtet hatte. Man hat es freundlich versucht. Im Sommer 2009 schickte man eine formlose E-Mail an das Netzwerk Xing, sp\u00e4ter mahnte man mit einem f\u00f6rmlichen Brief ab. Doch die Daten der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[33,43,128,518],"class_list":["post-4717","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-magazin","tag-abmahnung","tag-social-media","tag-loschung","tag-xing"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4717","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4717"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4717\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4717"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4717"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4717"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}