{"id":47,"date":"2006-10-18T18:18:00","date_gmt":"2006-10-18T16:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/wordpress\/?p=47"},"modified":"2006-10-18T18:18:00","modified_gmt":"2006-10-18T16:18:00","slug":"widerrufsbelehrung-gem-%c2%a7-312-c-ff-bgb-sprechender-link-reicht-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/widerrufsbelehrung-gem-%c2%a7-312-c-ff-bgb-sprechender-link-reicht-aus\/","title":{"rendered":"Widerrufsbelehrung gem. \u00a7 312 c ff. BGB – sprechender Link reicht aus"},"content":{"rendered":"
So war umstritten ob diese Informationen in AGB enthalten sein k\u00f6nnen oder jedenfalls hervorgehoben oder sogar gesondert mitgeteilt werden m\u00fcssen,<\/p>\n
(vgl. Aigner\/Hofmann, a.a.O., Rdnr. 285; Erman\/Saenger, BGB, 11. Aufl., \u00a7 312c Rdnr. 21; M\u00fcKo-BGB\/Wendehorst, a.a.O., \u00a7 312c Rdnr. 38; Wilmer, in: Wilmer\/Hahn, Fernabsatzrecht, \u00a7 312c BGB<\/a> Rdnr. 12)<\/p>\n oder ob sie so vorzuhalten sind, dass der Verbraucher sie im Laufe eines Bestellvorgangs zwangsweise passieren muss,<\/p>\n (Erman\/Saenger, a.a.O., \u00a7 312c Rdnr. 25; vgl. auch OLG Frankfurt\/M. MDR 2001, 744<\/a> = DB 2001, 1610<\/a> [= MMR 2001, 529<\/a> m. Anm. Steins]; OLG Karlsruhe WRP 2002, 849<\/a> = GRUR 2002, 730<\/a> [= MMR 2002, 618<\/a>])<\/p>\n oder ob es ausreicht, wenn ihm durch einen Link die M\u00f6glichkeit der Information geboten wird und ggf. wo und wie ein solcher Link zu platzieren ist.<\/p>\n (vgl. Aigner\/Hofmann, a.a.O., Rdnr. 284, 287; H\u00e4rting, a.a.O., \u00a7 2 Rdnr. 63; M\u00fcKo-BGB\/Wendehorst, a.a.O., \u00a7 312c Rdnr. 30; Ott, ITRB 2005, 64 ff.; Wilmer, a.a.O., \u00a7 312c BGB<\/a> Rdnr. 13; OLG M\u00fcnchen NJW-RR 2004, 913<\/a> [= MMR 2004, 36<\/a>]; vgl. auch OLG K\u00f6ln GRUR-RR 2004, 307<\/a> [= MMR 2004, 617<\/a>] f)<\/p>\n Der BGH <\/span><\/a>hat nun die Vorinstanz, das OLG M\u00fcnchen in der Ansicht best\u00e4tigt, dass es f\u00fcr die vom \u00a7 312 c BGB<\/a> geforderten Merkmale “in einer dem eingesetzten Fernkommunikationsmittel entsprechenden Weise klar und verst\u00e4ndlich” ausreicht, wenn diese Informationen \u00fcber Links erreichbar sind, die in einer f\u00fcr den Internetnutzer verst\u00e4ndlichen Weise so bezeichnet sind, dass klar ist, was sich dahinter verbirgt.<\/p>\n Fazit:<\/span><\/p>\n Es ist es ausreichend, den Verbraucher durch Hyperlinks zu den erforderlichen Informationen hinzuf\u00fchren. Dies bedeutet f\u00fcr die Verkaufsplattform eBay, dass die Informationen zum Beispiel zum Widerrufsrecht auf der “MICH”-Seite hinterlegt werden k\u00f6nnen und nicht auf jeder Auktionsseite vollst\u00e4ndig wiedergegeben werden m\u00fcssen.<\/p>\n Man sollte sich allerdings nicht Illusion hingeben, dass nun die Entscheidung des OLG Hamm<\/span><\/a> keine G\u00fcltigkeit mehr h\u00e4tte, die im dortigen Fall die Ablage der Informationen zum Widerrufsrecht auf der “MICH”-Seite f\u00fcr nicht ausreichend erachtete. Dort war n\u00e4mlich kein “sprechender” Link mit dem Hinweis auf die Widerrufsbelehrung vorhanden.<\/p>\n Dementsprechend ist und bleibt die Entscheidung des LG Traunstein<\/span><\/a> falsch, welche einen Link von der “MICH”-Seite zu den Informationen f\u00fcr ausreichend hielt, obwohl dem Verbraucher auf der Angebotsseite selbst keinerlei Hinweise oder einen “sprechenden” Link zu dieser zur Verf\u00fcgung standen.<\/p>\n Schlie\u00dflich ist darauf hinzuweisen, dass die Entscheidung sich mit den Kontaktangaben zum Anbieter besch\u00e4ftigte und daher auch die Links mit den Bezeichnungen “Impressum” und “Kontakt” gelten lie\u00df. Ein Link zur Widerrufsbelehrung muss nat\u00fcrlich auch als solcher bezeichnet werden. Allgemeine Begriffe wie “AGB” oder “Bedingungen” oder \u00e4hnliches d\u00fcrften nicht ausreichen. (la) Mehr…<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Insbesondere in Bezug auf die Informationspflichten gem. \u00a7 312 c BGB war man sich in Rechtsprechung und Literatur bisher nicht einig, wie der Verbraucher beispielsweise \u00fcber Bestehen eines Widerrufsrechts belehrt werden m\u00fcsse. So war umstritten ob diese Informationen in AGB enthalten sein k\u00f6nnen oder jedenfalls hervorgehoben oder sogar gesondert mitgeteilt werden m\u00fcssen, (vgl. Aigner\/Hofmann, a.a.O., […]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-47","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-magazin"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}