{"id":466,"date":"2008-10-29T13:27:45","date_gmt":"2008-10-29T11:27:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=466"},"modified":"2008-10-29T13:27:45","modified_gmt":"2008-10-29T11:27:45","slug":"unterwerfungserklarung-gegenuber-wettbewerbszentrale-raumt-wiederholungsgefahr-nicht-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/unterwerfungserklarung-gegenuber-wettbewerbszentrale-raumt-wiederholungsgefahr-nicht-aus\/","title":{"rendered":"Unterwerfungserkl\u00e4rung gegen\u00fcber Wettbewerbszentrale r\u00e4umt Wiederholungsgefahr nicht aus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Das Oberlandesgericht Frankfurt a.M. hat nun das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Frankfurt a.M. vom 9. April 2008 zu der Frage der Wirksamkeit einer Unterwerfungserkl\u00e4rung gegen\u00fcber einem Dritten best\u00e4tigt <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/320\/5\/2\" target=\"_blank\">(OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 09.10.2008, Az. 6 U 128\/08)<\/a>. \u00dcber die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt a.M. haben wir bereits <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/268\/5\/2\">berichtet. <\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Berufungsinstanz hat nun klargestellt: Eine Unterwerfungserkl\u00e4rung, die einem unbeteiligten Dritten\u00a0 &#8211; hier: die Zentrale zur Bek\u00e4mpfung unlauteren Wettbewerbs &#8211; gegen\u00fcber unaufgefordert abgegeben wird, kann die Wiederholungsgefahr nicht wirksam ausr\u00e4umen. In diesem konkreten Fall hatte die Wettbewerbszentrale, die in j\u00fcngster Zeit mit derartigen nicht angeforderten Erkl\u00e4rungen \u00fcberschwemmt worden war &#8211; die Erkl\u00e4rung des Unterlassungsschuldners zwar entgegengenommen aber nicht ausdr\u00fccklich angenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Unterlassungsschuldner hatte erfolglos angef\u00fchrt, dass nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes eine ernsthafte Unterwerfungserkl\u00e4rung auch unabh\u00e4ngig von einer ausdr\u00fccklichen Annahme wirksam erkl\u00e4rt werden k\u00f6nne. Das OLG machte hierzu nun deutlich, dass ein solches &#8220;einseitiges&#8221; Vertragsstrafeversprechen allenfalls dann wirksam m\u00f6glich sei, wenn die Unterwerfungserkl\u00e4rung dem zuvor Abmahnenden gegen\u00fcber abgegeben wird, nicht aber gegen\u00fcber einem Dritten, der in keiner Weise zu erkennen gibt &#8211; weder vor noch nach Erhalt der Erkl\u00e4rung -, dass er den konkreten Wettbewerbsversto\u00df verfolgen will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Diese Entscheidung zeigt deutlich, dass eine Unterwerfungserkl\u00e4rung grunds\u00e4tzlich nur gegen\u00fcber dem Unterlassungsgl\u00e4ubiger abgegeben werden sollte. Jedenfalls sollte sich jeder Unterlassungsschulder \u00fcber die m\u00f6gliche Unwirksamkeit einer solchen Erkl\u00e4rung gegen\u00fcber Dritten im Klaren sein und auch die dadurch aufgrund eines notwendigen Gerichtsverfahrens m\u00f6glicherweise zus\u00e4tzlich entstehenden Kosten im Blick haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\">Der Versuch, dem Abmahnenden mit dieser &#8220;Strategie&#8221; einen auszuwischen, d\u00fcrfte jedenfalls sp\u00e4testens nach dieser Entscheidung kein tauglicher mehr sein (nh).\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/320\/5\/2\" target=\"_blank\">Zum Urteil<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Oberlandesgericht Frankfurt a.M. hat nun das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Frankfurt a.M. vom 9. 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