{"id":4357,"date":"2008-09-23T16:03:37","date_gmt":"2008-09-23T14:03:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=367"},"modified":"2017-03-13T01:10:51","modified_gmt":"2017-03-13T00:10:51","slug":"bgh-schuhpark-gegen-jello-schuhpark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/bgh-schuhpark-gegen-jello-schuhpark\/","title":{"rendered":"BGH: Schuhpark gegen Jello Schuhpark"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify\">Der Bundesgerichtshof hatte in dem genannten Verfahren dar\u00fcber zu entscheiden, inwieweit die Bezeichnung &#8220;Jello Schuhpark&#8221; die Klagemarke &#8220;Schuhpark&#8221; verletzt. Der BGH hat in seinem Urteil vom 03.04.2008 <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/markenrecht\/306\/5\/4\"><span style=\"font-weight: bold\">(BGH, Urteil v. 03.04.2008, Az. I ZR 49\/05)<\/span><\/a> hierzu folgendes festgestellt:<\/p>\n<p>Die Beurteilung der Verkehrsauffassung ist jeweils Aufgabe des Tatrichters. Eine unterschiedliche Beurteilung der Verkehrsauffassung, und damit der Kennzeichnungskraft, durch das nationale Berufungsgericht und andererseits durch das Gericht erster Instanz der Europ\u00e4ischen Gemeinschaften im Widerspruchsverfahren beruht daher nicht auf abweichenden rechtlichen Ma\u00dfst\u00e4ben, sondern auf einer unterschiedlichen Beurteilung der Verkehrsauf- fassung.<\/p>\n<p>In dem vorliegenden Fall hatte das Berufungsgericht im Hinblick auf die Marke &#8220;Schuhpark&#8221; festgestellt, dass die Kennzeichnungskraft unterdurchschnittlich sei, da die Bezeichnung eng an eine beschreibende Angabe angelehnt sei. Der Verkehr fasse die Bezeichnung als einen Hinweis auf einen gr\u00f6\u00dferen Schuhbetrieb bzw. -verkaufsort auf, so das Berufungsgericht.<\/p>\n<p>Das europ\u00e4ische Gericht hingegen nahm eine durchschnittliche Kennzeichnungskraft an, da diese Wortkombination ungew\u00f6hnlich und neuartig sei. Es wurde in diesem Verfahren nicht vorgetragen, dass die Bezeichnung in Deutschland f\u00fcr eine ausgedehnte Verkaufsst\u00e4tte f\u00fcr Schuhe stehe und es hier \u00fcblicherweise gro\u00dfe Verkaufsfl\u00e4chen mit der Spezialisierung ausschlie\u00dflich auf den Verkauf von Schuhen gebe.<\/p>\n<p>Das Verkehrsverst\u00e4ndnis ist auch bei der Feststellung der Verwechslungsgefahr von entscheidender Bedeutung. Der BGH machte in seiner Entscheidung deutlich, dass hierbei auf den inl\u00e4ndischen Verkehr abzustellen ist, der wohl \u00fcberwiegend in diesem Fall den Begriff &#8220;Jello&#8221; nicht als das englische Wort f\u00fcr &#8220;Wackelpudding&#8221; auffasse, sondern diesen Ausdruck voraussichtlich mit dem englischen Wort f\u00fcr &#8220;gelb&#8221;, also &#8220;yellow&#8221; in Zusammenhang bringe.<\/p>\n<p>Wir fragen uns an dieser Stelle nur: Warum nennt man sein Gesch\u00e4ft &#8220;Wackelpudding Schuhpark&#8221;? Das erinnert uns irgendwie an die Comic-Serie &#8220;Southpark&#8221;.(nh) <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/markenrecht\/306\/5\/4\"><span style=\"font-weight: bold\">Zum Urteil<\/span><br \/>\n<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesgerichtshof hatte in dem genannten Verfahren dar\u00fcber zu entscheiden, inwieweit die Bezeichnung &#8220;Jello Schuhpark&#8221; die Klagemarke &#8220;Schuhpark&#8221; verletzt. 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