{"id":4317,"date":"2011-05-04T08:07:00","date_gmt":"2011-05-04T06:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=4317"},"modified":"2011-05-04T08:07:00","modified_gmt":"2011-05-04T06:07:00","slug":"zeitreise-wie-werbung-fruher-war-bevor-es-gesetze-gab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/zeitreise-wie-werbung-fruher-war-bevor-es-gesetze-gab\/","title":{"rendered":"Zeitreise: Wie Werbung fr\u00fcher war, bevor es Gesetze gab"},"content":{"rendered":"[:de]\n<p style=\"text-align: justify\">Fr\u00fcher ging es in der Werbung noch ganz anders zu als heute. In Deutschland ist die Werbung ohnehin weichgesp\u00fclt, bedingt durch die strengen gesetzlichen Vorschriften des deutschen und europ\u00e4ischen Gesetzgebers und auch dadurch, dass Werbetreibende selten den ihnen noch zur Verf\u00fcgung stehenden Spielraum v\u00f6llig aussch\u00f6pfen. Bekanntes und legend\u00e4res Beispiel ist die Benetton-Schockwerbung aus 1993 und 1994, die mit einem Hintern warb, auf dem &#8220;H. I. V. positive&#8221; t\u00e4towiert war. Provokative Werbung ist seitdem kaum noch zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als professionelle Werbeagenturen aufkamen und die Wirtschaft auf Hochtouren lief, war das noch anders. Die fiktive US-Fernsehserie &#8220;Mad Men&#8221;, die teils auf historischen Abl\u00e4ufen beruht, gibt einen interessanten Einblick in die Denkweise der damaligen amerikanischen Werbeagenturen in den 1960 er Jahren, die den American Dream in Zeiten des Wirtschaftsbooms bef\u00f6rdert haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Spiegel Online hat in seiner Rubrik &#8220;einestages&#8221; unter dem Titel &#8220;<a href=\"http:\/\/einestages.spiegel.de\/static\/topicalbumbackground\/22612\/werben_bis_der_arzt_kommt.html\" target=\"_blank\">Irre Reklame -Werben, bis der Arzt kommt<\/a>&#8221; in einer Fotogalerie einige sehr sch\u00f6ne und anschauliche Beispiele zusammengetragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Was einem heute unglaublich vorkommt, war damals selbstverst\u00e4ndlich: Ein S\u00e4ugling bekommt 7Up verabreicht. Tonic Water soll den Konsumenten fett wie ein Schwein werden lassen. Stillende M\u00fctter trinken Bier. Luftgewehr als passende Geschenke auch f\u00fcr Kinder. Kokain-Zahnschmerz-Bonbons. Zigaretten, die bei Asthma-Anf\u00e4llen helfen. Das von der heutigen Bayer AG damals patentierte und als Schmerz-und Hustenmittel vermarktete Heroin darf in dieser Sammlung nat\u00fcrlich nicht fehlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Blick auf diese historischen Werbeanzeigen verdeutlicht, was heute in der Werbung alles nicht mehr m\u00f6glich ist. Auf der einen Seite steht die nicht-rechtliche Komponente, dass ein Konsument etwa f\u00fcr stillende biertrinkende M\u00fctter kaum Verst\u00e4ndnis h\u00e4tte uns dadurch nicht zum Kauf der beworbenen Ware animiert w\u00fcrde. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche rechtliche Vorgaben. So d\u00fcrfen in Deutschland zum Beispiel Kindersendungen im Fernsehen nicht durch Werbung unterbrochen werden. Gegen\u00fcber Kindern darf nicht f\u00fcr Zigaretten und Alkohol geworben werden. Zigarettenwerbung darf nicht mehr behaupten, Rauchen f\u00f6rdere die Gesundheit. Heroin z\u00e4hlt mittlerweile als <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/btmg_1981\/anlage_i_59.html\" target=\"_blank\">nicht verkehrsf\u00e4higes<\/a> Bet\u00e4ubungsmittel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Heute ist eben alles anders. Wenn das der Marlboro-Mann noch h\u00e4tte erleben d\u00fcrfen&#8230; (ca)<\/p>\n[:en]\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px\" title=\"Fr\u00fch \u00fcbt sich...\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/gallery\/vpv\/waffe.jpg\" alt=\"Fr\u00fch \u00fcbt sich...\" \/>Fr\u00fcher ging es in der Werbung noch ganz anders zu als heute. In Deutschland ist die Werbung ohnehin weichgesp\u00fclt, bedingt durch die strengen gesetzlichen Vorschriften des deutschen und europ\u00e4ischen Gesetzgebers und auch dadurch, dass Werbetreibende selten den ihnen noch zur Verf\u00fcgung stehenden Spielraum v\u00f6llig aussch\u00f6pfen. Bekanntes und legend\u00e4res Beispiel ist die Benetton-Schockwerbung aus 1993 und 1994, die mit einem Hintern warb, auf dem &#8220;H. I. V. positive&#8221; t\u00e4towiert war. Provokative Werbung ist seitdem kaum noch zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als professionelle Werbeagenturen aufkamen und die Wirtschaft auf Hochtouren lief, war das noch anders. Die fiktive US-Fernsehserie &#8220;Mad Men&#8221;, die teils auf historischen Abl\u00e4ufen beruht, gibt einen interessanten Einblick in die Denkweise der damaligen amerikanischen Werbeagenturen in den 1960 er Jahren, die den American Dream in Zeiten des Wirtschaftsbooms bef\u00f6rdert haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Spiegel Online hat in seiner Rubrik &#8220;einestages&#8221; unter dem Titel &#8220;<a href=\"http:\/\/einestages.spiegel.de\/static\/topicalbumbackground\/22612\/werben_bis_der_arzt_kommt.html\" target=\"_blank\">Irre Reklame -Werben, bis der Arzt kommt<\/a>&#8221; in einer Fotogalerie einige sehr sch\u00f6ne und anschauliche Beispiele zusammengetragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Was einem heute unglaublich vorkommt, war damals selbstverst\u00e4ndlich: Ein S\u00e4ugling bekommt 7Up verabreicht. Tonic Water soll den Konsumenten fett wie ein Schwein werden lassen. Stillende M\u00fctter trinken Bier. Luftgewehr als passende Geschenke auch f\u00fcr Kinder. Kokain-Zahnschmerz-Bonbons. Zigaretten, die bei Asthma-Anf\u00e4llen helfen. Das von der heutigen Bayer AG damals patentierte und als Schmerz-und Hustenmittel vermarktete Heroin darf in dieser Sammlung nat\u00fcrlich nicht fehlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Blick auf diese historischen Werbeanzeigen verdeutlicht, was heute in der Werbung alles nicht mehr m\u00f6glich ist. Auf der einen Seite steht die nicht-rechtliche Komponente, dass ein Konsument etwa f\u00fcr stillende biertrinkende M\u00fctter kaum Verst\u00e4ndnis h\u00e4tte uns dadurch nicht zum Kauf der beworbenen Ware animiert w\u00fcrde. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche rechtliche Vorgaben. So d\u00fcrfen in Deutschland zum Beispiel Kindersendungen im Fernsehen nicht durch Werbung unterbrochen werden. Gegen\u00fcber Kindern darf nicht f\u00fcr Zigaretten und Alkohol geworben werden. Zigarettenwerbung darf nicht mehr behaupten, Rauchen f\u00f6rdere die Gesundheit. Heroin z\u00e4hlt mittlerweile als <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/btmg_1981\/anlage_i_59.html\" target=\"_blank\">nicht verkehrsf\u00e4higes<\/a> Bet\u00e4ubungsmittel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Heute ist eben alles anders. Wenn das der Marlboro-Mann noch h\u00e4tte erleben d\u00fcrfen&#8230; (ca)<\/p>\n[:]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[:de] Fr\u00fcher ging es in der Werbung noch ganz anders zu als heute. In Deutschland ist die Werbung ohnehin weichgesp\u00fclt, bedingt durch die strengen gesetzlichen Vorschriften des deutschen und europ\u00e4ischen Gesetzgebers und auch dadurch, dass Werbetreibende selten den ihnen noch zur Verf\u00fcgung stehenden Spielraum v\u00f6llig aussch\u00f6pfen. 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