{"id":3827,"date":"2011-03-23T10:16:33","date_gmt":"2011-03-23T08:16:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=3827"},"modified":"2017-03-12T21:26:19","modified_gmt":"2017-03-12T20:26:19","slug":"und-nochmal-google-bucherscanprojekt-in-usa-gescheitert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/und-nochmal-google-bucherscanprojekt-in-usa-gescheitert\/","title":{"rendered":"Und nochmal Google: B\u00fccherscanprojekt in USA gescheitert"},"content":{"rendered":"[:de]\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"heute: vielleicht umsonst gesammelt\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/googleadwords2.jpg\" alt=\"heute: vielleicht umsonst gesammelt\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nachdem wir gestern in einem Beitrag \u00fcber eine Niederlage von Google berichteten gibt es heute schon wieder Neuigkeiten: Wie schon vor einiger Zeit in den Medien <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2009-10\/merkel-urheberrecht-internet\">berichtet<\/a> wurde plant Google einen &#8220;Google-B\u00fccherdienst&#8221;. Google digitalisiert dabei unz\u00e4hlige B\u00fccher, um sie kostenlos im Netz zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die Urheber wurden vorab nicht gefragt. Stattdessen sollte im Nachhinein die Genehmigung im Rahmen einer <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2010-02\/google-buecher-us-regierung\">Vereinbarung<\/a> mit den Verleger- und Autorenverb\u00e4nden in den USA eingeholt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der zust\u00e4ndige Richter in New York war mit dieser Vorgehensweise nicht einverstanden. Die Vereinbarung sei wettbewerbsverzerrend. Google habe sich <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2011-03\/google-books-gericht-2\">&#8220;einen betr\u00e4chtlichen Vorteil gegen\u00fcber Mitbewerbern&#8221; verschafft und den Konzern &#8220;daf\u00fcr belohnt, dass er urheberrechtlich gesch\u00fctztes Material ohne Genehmigung kopiert&#8221;, hei\u00dft es in dem Urteil von Richter Denny Chin&#8221;<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es wurde zudem problematisiert, dass Google auch ausl\u00e4ndische B\u00fccher digitalisiere und damit auch internationale Rechte betroffen seien. Aus deutscher Sicht wurde das Thema in der Vergangenheit bereits ausf\u00fchrlich diskutiert und <a href=\"http:\/\/www.bundeskanzlerin.de\/nn_707282\/Content\/DE\/Podcast\/2009\/2009-10-10-Video-Podcast\/2009-10-10-video-podcast.html\">Stellung<\/a> genommen. Aus unserer nationalen Sicht ist die von Google angestrebte Vereinbarung ein seltsames Konstrukt. Dem deutschen Recht ist es grunds\u00e4tzlich fremd, Vertr\u00e4ge zu Lasten Dritter zu schlie\u00dfen. Insofern kommt dem hiesigen Rechtsverst\u00e4ndnis der Vorschlag des Richters entgegen, dass Google die Zustimmung zur \u00f6ffentlichen Zug\u00e4nglichmachung einzeln bei den Rechteinhabern einholen solle.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste &#8220;Runde&#8221; in Sachen Google-B\u00fccherdienst findet am 25.04.2011 statt. Es bleibt spannend! (ro)[:en]\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"heute: vielleicht umsonst gesammelt\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/gallery\/vpv\/google.jpg\" alt=\"heute: vielleicht umsonst gesammelt\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nachdem wir gestern in einem Beitrag \u00fcber eine Niederlage von Google berichteten gibt es heute schon wieder Neuigkeiten: Wie schon vor einiger Zeit in den Medien <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2009-10\/merkel-urheberrecht-internet\">berichtet<\/a> wurde plant Google einen &#8220;Google-B\u00fccherdienst&#8221;. Google digitalisiert dabei unz\u00e4hlige B\u00fccher, um sie kostenlos im Netz zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die Urheber wurden vorab nicht gefragt. Stattdessen sollte im Nachhinein die Genehmigung im Rahmen einer <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2010-02\/google-buecher-us-regierung\">Vereinbarung<\/a> mit den Verleger- und Autorenverb\u00e4nden in den USA eingeholt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der zust\u00e4ndige Richter in New York war mit dieser Vorgehensweise nicht einverstanden. Die Vereinbarung sei wettbewerbsverzerrend. Google habe sich <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2011-03\/google-books-gericht-2\">&#8220;einen betr\u00e4chtlichen Vorteil gegen\u00fcber   Mitbewerbern&#8221; verschafft und  den Konzern &#8220;daf\u00fcr belohnt, dass er   urheberrechtlich gesch\u00fctztes  Material ohne Genehmigung kopiert&#8221;, hei\u00dft   es in dem Urteil von Richter  Denny Chin&#8221;<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es wurde zudem problematisiert, dass Google auch ausl\u00e4ndische B\u00fccher digitalisiere und damit auch internationale Rechte betroffen seien. Aus deutscher Sicht wurde das Thema in der Vergangenheit bereits ausf\u00fchrlich diskutiert und <a href=\"http:\/\/www.bundeskanzlerin.de\/nn_707282\/Content\/DE\/Podcast\/2009\/2009-10-10-Video-Podcast\/2009-10-10-video-podcast.html\">Stellung<\/a> genommen. Aus unserer nationalen Sicht ist die von Google angestrebte Vereinbarung ein seltsames Konstrukt. Dem deutschen Recht ist es grunds\u00e4tzlich fremd, Vertr\u00e4ge zu Lasten Dritter zu schlie\u00dfen. Insofern kommt dem hiesigen Rechtsverst\u00e4ndnis der Vorschlag des Richters entgegen, dass Google die Zustimmung zur \u00f6ffentlichen Zug\u00e4nglichmachung einzeln bei den Rechteinhabern einholen solle.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste &#8220;Runde&#8221; in Sachen Google-B\u00fccherdienst findet am 25.04.2011 statt. Es bleibt spannend! 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